Wer sich schon einmal eine Wunde zugezogen hat, die genäht werden muss, der weiß, wie unangenehm eine solche Prozedur sein kann. Lokalanästhesie, Nähen und Fädenziehen sind nicht nur zeitaufwändig, sondern auch gerade für Kinder oft unangenehmer als die Verletzung selbst. Als Alternative steht bei kleineren Verletzungen die Möglichkeit zur Verfügung, die Wunde mit einem Klammerpflaster zu versorgen.
- 07.03.2011 Monika Stella
Was Sie benötigen
- Klammerpflaster
- Wunddesinfektionsmittel
So verwenden Sie Klammerpflaster
- Klammerpflaster sind in der Apotheke erhältlich und können zur Erstversorgung bei kleineren, oberflächlichen, klaffenden Schnitten oder Rissen verwendet werden. Wichtig ist hierbei, dass die Wunde sauber ist und die Wundränder glatt sind. Dies ist deshalb so wichtig, da sich andernfalls sog. Wundtaschen bilden können, in denen sich Sekrete oder Erreger sammeln können. Auch geklammerte Wunden sollte man zur Sicherheit vom Arzt ansehen lassen, um zu kontrollieren, ob die Wunde richtig verheilt.
- Bevor Sie das Klammerpflaster anlegen, sollten Sie die Wunde zunächst desinfizieren. Verwenden Sie dazu ein spezielles Mittel zur Wunddesinfektion, andere Desinfektionsmittel können ein unangenehmes Brennen in der Wunde verursachen.
- Ist die Wunde desinfiziert, können Sie den Klammerverband anlegen. Dazu verwenden Sie - je nach Länge der Wunde - mehrere Klammerpflaster. Drücken Sie die Wundränder vorsichtig aneinander und kleben Sie das Pflaster zunächst auf einer Seite der Wunde, dann auf der anderen Seite fest.
- In regelmäßigen Abständen sollten die Klammerpflaster erneuert werden und der Verlauf der Wundheilung kontrolliert werden. Die meisten Klammerpflaster haben an der Stelle, wo bei normalen Pflastern der wattierte Teil ist, eine Beschichtung aus Aluminium in Gitterform. Diese verhindert das Verkleben des Pflasters mit der Wunde, ermöglicht das Abfließen von Sekreten und eine gewisse Sichtkontrolle.