Alle Kategorien
Suche

Kiwi: Eine Zitrusfrucht? - Hinweise

Mit ihrer braunen, pelzigen Schale ist die Kiwi keine Schönheit. Doch das exotische Obst, das fälschlicherweise gelegentlich als Zitrusfrucht bezeichnet wird, hat es in sich. Kiwis enthalten jede Menge Vitamin C und sind daher besonders in den Wintermonaten aus unserem Speiseplan nicht wegzudenken.

Kiwis sind die Früchte einer stark wuchernden Kletterpflanze.
Kiwis sind die Früchte einer stark wuchernden Kletterpflanze.

Zitrusfrucht, Stachelbeere oder was ganz anderes?

Die wahren Werte liegen im Inneren verborgen - das gilt auch für die pelzige Kiwi-Frucht, die von China und Neuseeland aus ihren Siegeszug als Vitamin-Bombe antrat.

  • Kiwis gehören zur Gattung der Strahlengriffel, die den lateinischen Namen Actinidia trägt. Heimisch ist diese stark wuchernde Kletterpflanze ursprünglich in Ostasien.
  • Essbar sind nur die Früchte einer speziellen Sorte, der Actinidia deliciosa. Wegen der optischen Ähnlichkeit mit der Stachelbeere ist diese Sorte auch als Chinesische Stachelbeere bekannt, eine biologische Verwandtschaft besteht jedoch nicht.
  • Samen dieser Chinesischen Stachelbeere wurden Anfang des 20. Jahrhunderts von China nach Neuseeland exportiert. Dort bekam die Pflanze ihren Namen "Kiwi" nach dem neuseeländischen Nationaltier, dem Kiwi-Vogel. Da die Neuseeländer den Namen markenrechtlich nicht schützen ließen, wurde er bald weltweit für die Frucht verwendet.
  • Heute gibt es nicht nur in Neuseeland, sondern auch im Mittelraum (vor allem in Italien und Griechenland) große Kiwi-Plantagen. Von hier aus gelangen die Früchte auch in die deutschen Supermärkte.
  • Mit der Zitrusfrucht hat die Kiwi außer ihrer ovalen Form nur den hohen Gehalt an Vitamin C gemeinsam. 100 Gramm Fruchtfleisch enthalten rund 70 mg Vitamin C sowie Vitamin A, Vitamin B, Kalzium, Magnesium, Eisen und andere Mineralstoffe. Wenn Sie das mit der Zitrusfrucht vergleichen, die auf 100 g Fruchtfleisch nur rund 50 mg Vitamin C enthält, wird deutlich, warum Kiwis so gesund sind. Besonders im Winter zur Erkältungszeit sollte das Obst häufig auf dem Speiseplan stehen.
  • Beachten Sie aber bitte, dass einige Menschen allergisch auf Kiwis reagieren. Das gilt sowohl beim Verzehr des Fruchtfleisches wie auch bei bloßem Hautkontakt mit der pelzigen Frucht.

Lecker und gesund - die Kiwi in der Küche

Mittlerweile gibt es Kiwis in jedem Supermarkt zu kaufen. Ob Sie nun die Sorte Hayward wählen oder die Kiwi Gold mit ihrem gelblichen Fruchtfleisch, gesund ist dieses Obst auf jeden Fall und lässt sich in vielen Varianten zubereiten.

  • Achten Sie beim Kauf auf reife Früchte. Sie geben auf Druck leicht nach und sind sofort verzehrfertig. Im Kühlschrank halten sie sich jedoch auch einige Tage.
  • Am einfachsten genießen Sie Kiwis, indem Sie sie quer durchschneiden und das Fruchtfleisch auslöffeln. Sehr praktisch für unterwegs sind die Kiwi-Ritzlöffel, die im Handel erhältlich sind. Sie haben am Stilende eine kleine Zacke, mit der Sie die Frucht einritzen und danach teilen können. Mit dem Löffel können Sie die Frucht dann auch gleich auslöffeln - nicht nur Kinder haben ihren Spaß an diesem einfallsreichen Gerät.
  • Alternativ können Sie die Kiwi auch schälen und zum Beispiel in einen Obstsalat schnippeln. Das grüne Fruchtfleisch macht sich gut mit andersfarbigen Früchten wie Bananen, Äpfeln, Orangen oder Erdbeeren.
  • Aus Kiwis können Sie köstliche Marmeladen zaubern. Da die Früchte gekocht schnell ihre Farbe verlieren und dann unansehnlich wirken, kombinieren Sie sie am besten mit anderem Obst wie beispielsweise Erdbeeren oder Rhabarber.
  • Mit Zucker, Zitronensaft, Balsamico-Essig und Gewürzen wie Chili und Curry zaubern Sie aus Kiwis ein leckeres süßsaures Chutney, das prima zu kurz gebratenem Fleisch passt. Probieren Sie es doch einmal bei Ihrem nächsten Grillabend aus. Im Einweckglas hält sich das Chutney an einem kühlen Ort mehrere Wochen.
  • Vorsichtig müssen Sie sein, wenn Sie Kiwis mit Milchprodukten verwenden. Wie Ananas enthalten die rohen Früchte ein Enzym, das das Milcheiweiß zersetzt und die Speise bitter werden lässt. Das lässt sich verhindern, indem Sie die Früchte mit ein wenig Wasser und Zucker kurz andünsten.
  • Nutzen können Sie diesen Eiweiß spaltenden Effekt, wenn Sie rohe Kiwis als Dessert nach stark eiweißhaltigen Speisen wie beispielsweise einem Käsefondue servieren. Das Enzym erleichtert dann die Verdauung.
Teilen: