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Kirschfruchtfliege - Bekämpfung durch effektive Maßnahmen

Die Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi) ist unter Kirschbaumbesitzern ein ungern gesehener Schädling, dessen Bekämpfung sich oftmals als schwierig erweist. Mit den richtigen Maßnahmen kann der Befall mit dem Insekt allerdings reduziert werden.

Die Kirschfruchtfliege kann die Ernte vernichten.
Die Kirschfruchtfliege kann die Ernte vernichten.

Was Sie benötigen:

  • Gelbfallen
  • Vlies
  • Tücher

Kirschfruchtfliege - Schädling von Süßkirschen

Die Kirschfruchtfliege kann einen Großteil der Ernte vernichten, sodass viele gewerbliche wie private Kirschbaumbesitzer zur Bekämpfung des Schädlings die richtigen Schritte einleiten sollte.

  • Die Kirschfruchtfliege können Sie in den meisten Fällen beim Befall eines Baumes, der Süßkirschen trägt, nicht komplett vermeiden, sodass sich die Bekämpfung in den meisten Fällen auf die Reduzierung der Insektenanzahl beschränkt.
  • Zum Einfangen der Insekten haben sich sog. Gelbfallen, mit denen die Kirschfruchtfliegen von der Farbe Gelb angelockt werden, bewährt. Hängen Sie ab Mitte Mai die Fallen, die Sie im Gartencenter oder auch in Pflanzmärkten erwerben können, an der Süd- und Südwestseite des Kirschbaumes auf. Auf diese Weise können Sie die Anzahl der Schädlinge, die an den Fallen kleben bleiben, reduzieren. Die Kirschfruchtfliegen, die Ihnen somit auf den Leim gehen, werden daran gehindert, neue Eier, aus denen wiederum neue Larven schlüpfen, zu legen. Nach drei Wochen sollten Sie die Fallen ersetzen, da die Kapazität dann erschöpft ist. Pro Meter an Baumhöhe sollten Sie zwei Gelbfallen anbringen.

Weitergehende Maßnahmen zur Bekämpfung des Insekts

Mit einigen anderen Maßnahmen, die vor allem sich auf die Larven und Maden der Kirschfruchtfliege konzentrieren, können Sie die effektive Bekämpfung weiter vorantreiben.

  • Die Kirschfruchtfliege kann bei der Bekämpfung an der weiteren Verbreitung gehindert werden, sofern die Larven nicht in das Erdreich rund um den Kirschbaum eindringen können. Die befallenen Kirschen fallen oft im halb reifen Zustand bereits zu Boden, wo die Larven sich vom faulenden Fruchtfleisch ernähren und danach zum Winter in den Boden kriechen, um im nächsten Frühling den Baum und seine Früchte wieder zu befallen.
  • Legen Sie ab Mitte Mai, zu welchem Zeitpunkt sich die Früchte gelb färben, Vlies und Tücher großflächig unter der Baumkrone aus. Auf diese Weise können die Kirschfruchtfliegen den Boden nicht verlassen und neue Eier in den Kirschen legen. Gleichzeitig können die Maden nicht ins Erdreich, nachdem sie sich durch die Kirsche gefressen haben und in der Folge als voll ausgebildete Kirschfruchtfliegen im nächsten Mai wiederum die Kirschen befallen.

Mit diesen Maßnahmen zur Bekämpfung der Kirschfruchtfliege können Sie im Zeitrahmen von zwei Vegetationsperioden den Kirschbaum von dem Schädling weitgehend befreien und eine reiche Kirschenernte einfahren.

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