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Kirchensteuer absetzen - so geht's

Die Kirchensteuer kann man in der Steuererklärung absetzen. Da für viele Personen die Steuererklärung ohnehin schon ein Buch mit sieben Siegeln zu sein scheint, haben es einige andere Leute schwer, sich durch den Dschungel an Paragrafen und Vorschriften zurechtzufinden.

Kirchensteuer richtig absetzen will gelernt sein.
Kirchensteuer richtig absetzen will gelernt sein.

Die Kirchensteuer muss fast jeder bezahlen

Jede versicherungspflichtig arbeitende Person, die einer Konfession angehört, muss Steuern zahlen. Lediglich beschränkt Beschäftigte sind von der Zahlung der Kirchensteuer befreit. Dies wurde so vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Dennoch sind in den verschiedenen Bundesländern nicht alle Steuersätze gleich.

    • Der Prozentsatz variiert dabei zwischen 7% und 9%, wobei zusätzlich einige Bundesländer noch einen Mindestbetrag angesetzt haben. Wenn ein Paar zudem noch zwei verschiedenen Konfessionen angehört, so wird die zu zahlende Kirchensteuer aufgeteilt, wenn nur eine Person davon steuerpflichtig ist.
    • Man sollte eigentlich meinen, dass bei konfessionsverschiedenen Personen der Anteil zwischen katholisch und evangelisch gleich ist, doch hier irrt sich der Steuerzahler gewaltig, denn in jedem Bundesland nimmt die evangelische Kirche immer den höheren Anteil. Je nach Bundesland verlangt die evangelische Kirche zwischen 75% und 90% der gesamten Kirchensteuer.

    Steuerlich absetzen will gelernt sein

      1. Wenn Sie die Steuererklärung zum ersten Mal machen, kommen Ihnen verschiedene Sachen wie ein Buch mit sieben Siegeln vor. Auf der ersten Seite tragen Sie bei Ihren persönlichen Daten auch Ihre Konfessionszugehörigkeit ein.
      2. Damit haben Sie schon den Grundstein gelegt, um Ihre Kirchensteuer absetzen zu können. Auf der Innenseite in Zeile 46 tragen Sie Ihren im vergangenen Jahr insgesamt gezahlten Betrag ein, den Sie an Kirchensteuer gezahlt haben. Dabei spielt die Konfession keine Rolle.
      3. In der Anlage N tragen Sie in Zeile 9 den Betrag an Kirchensteuer ein, den Sie im vergangenen Jahr gezahlt haben. Sind Sie und Ihre Ehegattin konfessionsverschieden, so tragen Sie in Zeile 10 die gezahlte Kirchensteuer Ihrer Frau ein.
      4. Die letzte Möglichkeit für Sie, Ihre Kirchensteuer absetzen zu können, liegt in der Zeile 19, falls Sie noch von Ihrem Arbeitgeber für mehrere Jahre zu bekommen haben. Hier müssen Sie in Spalte 148 Ihren Beitrag an Kirchensteuer eintragen, während die Zahlungen Ihrer Ehefrau in Spalte 149 eingetragen werden müssen.

      Haben Sie alles richtig ausgefüllt, werden Sie auch vom Finanzamt eine Erstattung Ihrer Kirchensteuer erhalten.

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