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Kinderpsychologie - sich im Studium der Psychologie spezialisieren

Wenn Sie sich in Ihrem Studium auf Kinderpsychologie spezialisieren möchten, dann unternehmen Sie einen verantwortungsvollen Schritt, denn die Erforschung und Heranbildung der nächsten Generationen bestimmen, wie sich unsere Gesellschaft weiter entwickeln wird.

Das Studium der Kinderpsychologie ist hochinteressant.
Das Studium der Kinderpsychologie ist hochinteressant.

Als Psychologe und in diesem Falle auch als Kinderpsychologe darf sich in Deutschland nur derjenige bezeichnen, der ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Psychologie absolviert hat. Ein diesbezügliches Urteil des BGH wurde 1983 gefällt, davor existierte eine gewisse Scharlatanerie mit den Begriffen "Psychologie" beziehungsweise "Psychologe", der damit Einhalt geboten wurde. Nun können nur mehr kompetent ausgebildete Personen diese Berufsbezeichnung tragen, womit der Patient sicher ist, gut beraten und behandelt zu werden.

Jedes Studium erfordert ein Abitur

  • Die Grundvoraussetzung für die Zulassung an einer Hochschule oder Universität haben Sie nur dann erfüllt, wenn Sie sich mit einem abgeschlossenen Abitur dafür qualifizieren können.

  • Ohne Abitur können Sie, wenn Sie Interesse an der Materie haben, als Gasthörer einzelne Vorlesungen besuchen, falls genügend Plätze vorhanden sind, allerdings können Sie sich nicht prüfen lassen und die Teilnahme an den Vorlesungen hat keinen offiziellen Charakter.

  • Als Teilbereich der Entwicklungspsychologie befasst sich die Kinderpsychologie mit der Phase des Heranwachsens von Geburt bis Reifezeit. Das Studium der Kinderpsychologie ist also ein Teil des Psychologiestudiums.

  • Es ist unbedingt notwendig, sich schon vor Beginn des Studiums zu erkundigen, welche Schwerpunkte an welcher Hochschule unterrichtet werden. Die meisten Fächer sind an jeder Universität dieselben. Bestimmte Grundfächer sind obligatorisch, Schwerpunktfächer müssen belegt werden sowie eine forschungsorientierte Vertiefung sowie ein Wahlpflichtfach. Das Angebot der einzelnen Fächer variiert je nach Universität beziehungsweise Hochschule.

  • Sobald das Vordiplom abgeschlossen ist, besteht die Möglichkeit, die Universität zu wechseln. Insofern kann also ein gewisser Spielraum eingeplant werden.

Die Forschungsarbeit innerhalb der Kinderpsychologie

  • Die Forschungsarbeit innerhalb der Kinderpsychologie beschäftigt sich vorrangig mit der Aufgabe, eine grundlegende Strukturierung des menschlichen Lebenslaufs zu erstellen und Typen entwicklungspsychologischer Entwicklung aufzuzeigen. Allgemein formuliert befasst sich die kinderpsychologische Forschung mit menschlichem Erleben und Verhalten unter Berücksichtigung des Zeitaspektes.
  • Neueste Forschungsergebnisse bestätigen eine erhöhte synaptische Plastizität des kindlichen Gehirns. Das bedeutet, dass Fehlentwicklungen der Psyche des Kindes erfolgreicher therapiert werden können als im Erwachsenenalter.
  • Die spezielle Psychologie der Kinder wurde bereits im 19. Jahrhundert erforscht. Eine der wichtigsten Studien wurde in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts veröffentlicht. Der Amerikaner John Bowlby erforschte im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation WHO die Zusammenhänge zwischen seelischer Gesundheit des Kindes und dem Aufwand an mütterlicher Zuwendung und Pflege. Diese Studie beeinflusste und verbesserte wesentlich das UNO-Programm für heimatlose oder verwaiste Kinder.

Der Hauptteil für das Studium der Kinderpsychologie

Sobald das Vorstudium abgeschlossen ist, beginnt das Hauptstudium. Hier werden je nach Universität verschiedene Spezialisierungen angeboten, bei denen die Studenten frei wählen können, welche Kurse und Vertiefungen sie anstreben.

  • Das Studium der Kinderpsychologie gliedert sich in fünf Teile: Zuerst werden die Grundlagen der Entwicklungspsychologie gelehrt, sodann die verschiedenen Entwicklungsstufen im Detail, die Entwicklung einzelner Funktionsbereiche, Entwicklungsverzögerungen sowie schließlich neuropsychologische Störungen.
  • Als Grundlagenfächer müssen jedoch nach wie vor Forschungsmethodik und Evaluation belegt werden sowie Diagnostik.
  • Schwerpunktfächer sind üblicherweise an fast allen Universitäten Pädagogische Psychologie, Arbeitspsychologie, Organisationspsychologie und Klinische Psychologie.
  • Als forschungsorientierte Vertiefung werden zum Beispiel Rechtspsychologie, Wahrnehmungspsychologie oder Neuropsychologie angeboten, aus dem universitären Angebot ist eine Vertiefung zusätzlich zum Hauptstudium auszuwählen.
  • Schlussendlich muss ein nichtpsychologisches Wahlfach belegt werden, wobei sich Psychopathologie, Kriminologie oder Philosophie anbieten.

Der Psychologe Adolf Portmann hat den Menschen als „sekundären Nesthocker“ bezeichnet, da er von klein auf alles lernen muss und wie kein anderes Lebewesen von der Unterstützung der Artgenossen beziehungsweise der Mutter abhängig ist. Die Kinderpsychologie kann dazu dienen, eine stabile und gesunde Gesellschaft aufzubauen.

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