Kindergärtnerin - die Ausbildung gelingt Ihnen so

Kindergärtnerin: Ein schulischer Ausbildungsberuf. Kindergärtnerin: Ein schulischer Ausbildungsberuf.
Mit Kindern arbeiten möchten viele Jugendliche, vor allem Frauen, gerne. Möglich macht das eine Ausbildung zur Kindergärtnerin, die heute eigentlich Erzieherin heißt. Voraussetzung für die schulische Ausbildung ist ein mindestens mittlerer Bildungsabschluss.
Anna Adamsberg
07.02.2012 Anna Adamsberg
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände

Der Beruf der Kindergärtnerin

Eine Kindergärtnerin betreut überwiegend kleinere Kinder, doch das ist nicht immer so.

  • Kindergärtnerinnen arbeiten vorwiegend in der Kinderbetreuung. Diese findet teilweise in Krankenhäusern, Heimen, Horten oder Jugendzentren statt, überwiegend jedoch in Kindergärten. Aus diesem Grund war lange Zeit auch die Berufsbezeichnung Kindergärtnerin üblich. Mittlerweile ist dieser Name jedoch veraltet und die Bezeichnung Erzieher ist an dessen Stelle getreten, da sie zwar überwiegend in Kindergärten aber eben beispielsweise auch in Heimen mit Jugendlichen tätig sind.
  • Auch in Erziehungs- oder Jugendberatungsstellen können Erzieherinnen tätig sein und gelegentlich auch in Altenheimen oder Behinderteneinrichtungen. Zwar steht der Beruf grundsätzlich Männern und Frauen offen, überwiegend wird er jedoch von Frauen ergriffen.
  • Aufgabe der Erzieherin in Kinderbetreuungseinrichtungen ist es, Kinder zu betreuen und zu fördern. Zu ihren Tätigkeiten gehört es, mit ihnen zu malen, basteln und zu singen, sie im Spiel zu beobachten und ihren Entwicklungsstand und ihr Sozialverhalten zu beurteilen. Auch das Trösten der Kinder, Kontakte zu den Eltern und einige Verwaltungsaufgaben gehören zum Berufsbild.  

So gelingt die Ausbildung

  • Möchten Sie den Beruf der Erzieherin ergreifen, benötigen Sie einen mindestens mittleren Bildungsabschluss. Die Ausbildung ist eine schulische Ausbildung, die an Fach- beziehungsweise Berufsfachschulen stattfindet. Teilweise gibt es auch Studiengänge für Erzieher.
  • Da die Ausbildung von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt ist, müssen Sie sich in Ihrem Bundesland nach dem erforderlichen Notenschnitt, dem Ausbildungsablauf und der Dauer erkundigen. Dabei steht Ihnen beispielsweise das Arbeitsamt beratend zur Seite.
  • Während in manchen Bundesländern eine dreijährige Ausbildung vorgesehen ist, dauert sie in anderen vier bis fünf Jahre, wobei meistens zur dreijährigen schulischen Ausbildung dann noch ein einjähriges Praktikum vor Schulbeginn und im Anschluss an die schulische Ausbildung ein Anerkennungsjahr hinzukommen. 
  • In manchen Bundesländern wird auch eine Ausbildung zur Kinderpflegerin, die teilweise auch als Sozialpädagogische Assistentin bezeichnet wird, verlangt. Erst im Anschluss an diese Ausbildung ist in solchen Fällen die Weiterbildung zur Erzieherin möglich.
  • Möchten Sie Erzieherin werden, haben aber keinen mittleren Bildungsabschluss, kann Ihnen die  Erzieherinnenausbildung auch in jenen Bundesländern, in denen es eine gesonderte Ausbildung zur Erzieherin gibt, über die Ausbildung zur Kinderpflegerin gelingen. Kinderpflegerinnen sind beispielsweise in Kindergärten als Zweitkraft tätig, dürfen jedoch keine Gruppen leiten.
  • Meist ist jedoch eine, auch berufsbegleitende, Weiterbildung zur Erzieherin möglich, wenn Ihnen die Kinderpflegeausbildung als mittlerer Bildungsabschluss anerkannt wird, wofür Sie meist einen entsprechenden Notendurchschnitt benötigen. Auch wer keinen Schulplatz für die Erzieherinnenausbildung findet, kann oft diesen Weg wählen.

Ausbildung zur Kindergärtnerin - das sollten Sie mitbringen 

  • Damit nicht nur der Einstieg in die Ausbildung klappt, sondern auch die Ausbildung selbst ein Erfolg wird, sollten Sie sich vorher informieren, welche Anforderungen an Kindergärtnerinnen gestellt werden.  
  • Dass Sie gut mit Kindern umgehen können müssen, wenn Sie diesen Beruf ergreifen wollen, ist selbstverständlich, denn Sie müssen nicht nur mit den Kleinen spielen, sondern auch Streit schlichten, trösten und Kinder zur Vernunft bringen, wenn Sie wütend oder zornig sind.
  • Auch haben Sie die Verantwortung für die Ihnen Anvertrauten und müssen deswegen ein hohes Verantwortungsbewusstsein mitbringen. Da auch Basteln, Musizieren und anderen kreative Tätigkeiten mit den Kindern gefragt sind, sollten Sie außerdem kreativ begabt sein, jedoch auch über eine gute Allgemeinbildung verfügen, um Kindern ihre zahlreichen Fragen angemessen beantworten zu können. 

Sinnvoll ist es, wenn Sie auch dann, wenn es nicht Teil der Ausbildung ist, vorab ein Praktikum machen, um zu erkennen, ob Sie für die Tätigkeit der Kindergärtnerin wirklich geeignet sind. 

Diese Anleitung
Leser-Tipps Ihren Tipp zur Anleitung schreiben

1400 Zeichen verbleibend.