Manche Impfungen müssen sein, weil sie Schlimmeres verhüten: Langwierige, teilweise riskante, teilweise ansteckende Krankheiten. Es gibt medizinisch gesehen bei vielen Krankheiten keine andere Möglichkeit, als Kinder zu impfen. Am besten ist es, denn Kindern zu erklären, was bei einer Impfung passiert, um ihnen die Angst vor der Spritze zu nehmen.
- 10.01.2011 Dr. Kathrin Kiss-Elder
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
- Grundsätzlich, egal wie ein Kind reagiert, und wann es Angst bekommt: Bleiben Sie ruhig, bestimmt und zugewandt. Das Kind will Sie mit seiner Angst nicht ärgern. Auch wenn die Angst Ihnen lästig ist.
- Sollten Sie mit dem Gedanken spielen: Egal, wie viel Angst das Kind vor Spritzen hat: Nicht spritzen ist keine Option.
Kinder impfen - Kinder erklären, was passiert
Erklären Sie den Kindern ruhig, was sie konkret erwartet: Sie gehen zusammen zum Arzt. Sie geben die Krankenkassenkarte ab und setzen sich ins Wartezimmer, wo Sie Ihrem Kind ein Buch vorlesen.
- Dann werden Sie aufgerufen, etwa in einer halben Stunde. Dann gehen Sie zusammen ins Arztzimmer. Erklären Sie Ihrem Kind genau was dann passiert: Es setzt sich auf die Liege und Sie ziehen ihm das Hemd aus. Der Arzt kommt herein. Er begrüßt Ihr Kind. Er zieht die Spritze auf. Er piekt die Nadel - erklären Sie Ihrem Kind dass es eine dünnere Nadel als die Stecknadeln zu Hause ist, und es auch nicht mehr weh tut, wenn der Arzt damit piekt. Es dauert vielleicht zwei Sekunden - dann zieht der Arzt die Nadel wieder aus der Haut und das Piken klingt langsam ab. Und dann gibt es vom Arzt eine Belohnung und von Ihnen auch.
- Kinder lassen sich ungern veräppeln und vertragen viele Sachen besser, als Sie denken. Mit dieser nüchternen Beschreibung helfen Sie, dass das Kind versteht, was mit seinem Körper passiert.
Kinder impfen - Kinder belohnen
- Unabhängig davon, wie ein Kind die Impfung übersteht, loben Sie das Kind danach.
- Die meisten Kinder lassen sich nicht gern impfen. Loben Sie es hinterher, dass es mitgemacht hat. Und gönnen Sie ihm irgendeine kleine Belohnung wie einen Cafébesuch hinterher oder sein Lieblingsgericht.