Kind schläft nicht durch - so bescheren Sie sich und Ihrem Nachwuchs ruhige Nächte

Ihr Kind schläft nicht durch? Mit ausreichend Nerven und klappt es doch. Ihr Kind schläft nicht durch? Mit ausreichend Nerven und klappt es doch.
Ein leidiges Thema in vielen Familien: Ihr Kind schläft nachts nicht durch. Aber das muss nicht sein, bescheren Sie sich und Ihrem Nachwuchs ruhige Nächte!
Margarete Link
07.03.2011 Margarete Link
Was Sie benötigen
Hierbei könnten Sie Hilfe brauchen
  • 1 abgedunkelten Raum
  • starke Nerven
  • Konsequenz
  • geregelte Zeiten ab ca. viertem bis sechsten Monat
  • geregeltes Abendritual

Ihr Kind hat Probleme mit dem Einschlafen

  • Ihr Partner ist schon genervt und die Liebe leidet, wenn ein Kind in der Nacht ständig schreit und keiner in der Familie zur Ruhe kommt. Am nächsten Tag ist der Sprössling unausgeschlafen. Dies äußert sich dann in einer ständigen Quengelei den gesamten Tag über, bis das gesamte Unruheritual am nächsten Abend von vorne beginnt - Ihr Kind schläft nicht durch.
  • Das, was Sie jetzt benötigen, sind für ein paar Wochen starke Nerven, dann haben Sie es geschafft. Beginnen Sie mit einem Abendritual, wie beispielsweise ein Schlaflied zu singen oder, bei etwas älteren Kindern, eine Geschichte vorlesen oder das Sandmännchen im Fernsehen anschauen.
  • Das optimale Zeitfenster für diese Aktion liegt bei Kleinkindern und ganz kleinen Babys ab dem vierten Monat zwischen 17 Uhr und 19 Uhr. Besonders auf die Anzeichen für die Müdigkeit müssen Sie achten. Dies wären Augen reiben, häufiges Gähnen oder quengeln.
  • Die meisten etwas älteren Sprösslinge finden immer wieder einen Grund noch einige Male aufzustehen, das wären: Noch mal pinkeln gehen, Durst, Hunger etc. Geben Sie diesem Gebaren auf keinen Fall nach. Schicken Sie Ihr Kind umgehend wieder ins Bett zurück. Kommt es dennoch immer wieder, muss der Ton strenger werden. Ausnahmen gibt es auch hier, wenn Ihr Kind zur Toilette muss. Passiert dies jedoch drei- oder viermal hintereinander, sollten Sie auch hier hart bleiben.
  • Sorgen Sie für einen abgedunkelten Raum und kein Spielzeug im Bett. Ihr Kind soll ja schlafen und nicht spielen, dafür ist tagsüber Zeit.
  • Ab einem gewissen Alter ist Fernsehen interessant, hier bietet sich z.B. das Sandmännchen an. Legen Sie Ihr Kind gleich danach ins Bett.
  • Kleine Kinder ab dem vierten Monat wickeln Sie am besten nicht in der Nacht (außer bei Stuhlgang). Das Stillen sollte nur an einer Brustseite erfolgen, maximal einmal in der Nacht, danach legen Sie Ihr Kind gleich wieder ins Bett. Hier sollten Sie keine langen Unterhaltungen oder Spiele mit Ihrem Kind starten, legen Sie Ihr Kind ohne lange Umwege ins Bett zurück. 
  • Ihre Stimme sollte in der Nacht flüsternd leise und beruhigend sein und nicht laut, schalten Sie beim Wickeln möglichst das Licht nicht ein, wenn Ihr Kind nicht gut durchschläft.
  • Gerade junge Familien mit dem ersten Kind neigen dazu, Ihr Kind neben sich am Bett liegen zu haben. Dafür gibt es sogar extrakleine Bettchen, die man am Bett der Mutter einhängen kann. Legen Sie sich nie mit Ihrem Kind gemeinsam ins Bett, um es zum Einschlafen zu bringen. Ihr Kind würde unter Umständen über mehrere Jahre nicht mehr ohne Sie einschlafen können. Vermeiden Sie solche Rituale wie mit dem Kind im Auto einmal um den Block zu fahren, damit es einschläft oder dass es vielleicht nur im schunkelnden Kinderwagen einschläft.
  • Wechseln Sie ab einem halben Jahr Ihr Kind in sein Bett im eigenen Kinderzimmer. Nutzen Sie zur Eingewöhnung den Nachmittagsschlaf, den Ihr Kind gleich im eigenen Zimmer in seinem eigenen Bett ganz alleine abhalten sollte. Sie können und sollen auch nicht überall dabei sein.
  • Denken Sie daran, Sie sind die Eltern und Sie müssen bestimmen, was getan wird, nicht Ihr Kind, denn Sie sind für Ihr Kind verantwortlich, das heißt auch, dass Ihr Kind durch Sie ausreichend Schlaf bekommt und tagsüber keine müden und gestressten Eltern um sich hat.

Der Nachwuchs schläft nicht durch - ein häufiges Thema

  • Immer wieder berichten leidgeprüfte Eltern davon, dass Ihr Kind im Alter von vier oder fünf Jahren immer noch alles mögliche anstellt, um nachts wieder aufzustehen und die Eltern von Ihrer Nachtruhe abzuhalten und nicht durchschläft. Kommt Ihr Kind nachts zu Ihnen, schicken Sie es besser wieder ins Bett zurück. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wenn das Kind beispielsweise krank ist und besondere Zuneigung benötigt. Ist Ihr Kind jedoch wieder gesund und möchte trotzdem immer wieder nachts zu Ihnen kommen, müssen Sie es natürlich wieder ins Bett zurückschicken.
  • Diese Maßnahmen erfordern besondere Nerven und innere Stärke. Genehmigen Sie sich ruhig einmal eine Auszeit und machen beispielsweise autogenes Training oder gehen einfach nur spazieren. Schließlich sind Oma und Opa und gute Freunde auch noch da, um Sie ab und zu zu entlasten.
  • Wichtig ist, dass Sie sich nicht erweichen lassen und das ganze Konzept mindestens 14 Tage lang durchhalten. Dafür ist eine gewisse Strenge und auch Konsequenz nötig. Dann aber haben Sie es geschafft und dauerhaft die nächsten Jahre eine ruhige Nacht, weil Ihr Kind ruhig und zufrieden durchschläft.

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