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Kind krank: Krankengeld richtig beantragen - so geht's

Es ist schnell passiert: Die Kinder haben sich bei Spielkameraden angesteckt oder zu lange im kalten, nassen Sand gespielt. Schon sind sie krank. Um Ihre Kinder zu pflegen, dürfen Sie zuhause bleiben und beziehen für diese Zeit Krankengeld.

Pflegen Sie Ihr krankes Kind gesund.
Pflegen Sie Ihr krankes Kind gesund.

Diese Voraussetzungen und Fakten zum Krankengeld gelten

  • Das Krankengeld für ein krankes Kind können Sie nur erhalten, wenn Sie bei einer gesetzlichen Kasse wie AOK, BKK, Barmer etc. versichert sind. Private Kassen zahlen kein Krankengeld.
  • Hier kommt es auf individuelle Verträge an, ob und wie viel gezahlt wird. In der Regel werden Ihnen jährlich fünf vom Arbeitgeber regulär bezahlte Tage zur Pflege des kranken Kinds zugestanden.
  • Krankengeld für das Kind wird nur gezahlt, wenn das Kind entweder noch jünger als 13 Jahre alt oder behindert ist. Wenn der Partner oder Großeltern im Haus sind, die nicht arbeiten müssen, dann sollten diese das Kind betreuen. In diesem Fall erhalten Sie kein Krankengeld.
  • Pro Kind haben Sie das Recht auf jährlich 10 mit Krankengeld ausgeglichene Arbeitstage. Als Alleinerziehende(r) werden Ihnen jährlich 20 Arbeitstage pro Kind zugestanden. Wenn Sie ein tödlich erkranktes Kind haben, gibt es keine gesetzlich festgelegten Grenzen an mit Krankengeld finanzierten Tagen.

Vorgehensweise um Krankengeld für krankes Kind zu erhalten

  1. Informieren Sie Ihren Arbeitgeber so früh wie möglich von der Krankheit des Kindes. Am besten rufen Sie vor oder bei Dienstbeginn an, auch wenn Sie noch nicht beim Kinderarzt waren. 
  2. Gehen Sie mit Ihrem Kind zum Kinderarzt. Dies ist ohnehin wichtig, wenn das Kind krank ist. Der Kinderarzt schreibt nicht Sie, sondern Ihr Kind krank.
  3. Nachdem Sie beim Kinderarzt waren, können Sie den Arbeitgeber nochmals informieren und mitteilen, wie lange Sie voraussichtlich nicht zum Dienst erscheinen können.
  4. Den Krankenschein für Ihr Kind müssen Sie dann bei Ihrem Arbeitgeber einreichen. Ihr Arbeitgeber stellt Sie für diese Zeit unbezahlt frei.

Die Verrechnung des Krankengelds, welches Sie anstelle Ihres Lohns / Gehalts bekommen erfolgt mit der gesetzlichen Krankenkasse, darum müssen Sie sich aber nicht kümmern. Sie erhalten etwa 70% des brutto bzw. 90% des Nettolohns.

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