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Kickboxen oder Thaiboxen

Während das Kickboxen leichter zu erlernen ist, bietet das Thaiboxen Technikern mehr. In beiden Kampfkünsten können Sie sich durch Training steigern, sodass Sie bald an fordernden Wettkämpfen teilnehmen.

Mehr Techniken als das Kickboxen bietet das traditionelle Thaiboxen.
Mehr Techniken als das Kickboxen bietet das traditionelle Thaiboxen.

Was Sie benötigen:

  • Thaiboxen:
  • Tiefschutz
  • Muay-Thai Shorts
  • Boxhandschuhe
  • Mundschutz
  • Boxbandagen
  • Schienbeinschoner
  • Fußbandagen
  • Bauchschutz
  • Kickboxen:
  • Tiefschutz
  • Boxhandschuhe
  • Helmschutz
  • Mundschutz
  • Fußbandagen
  • Schienbeinschoner

​Das Kickboxen- der moderne Kampfsport!

Beim Kickboxen handelt es sich um eine Kampfsportart, bei der Sie mit den Füßen und den Händen kämpfen. Die Boxtechnik verbindet Kampfsportarten wie Karate oder Mixed Martial Arts (MMA) mit klassischem Boxen.

  • Je nach Sportverband gibt es unterschiedliche Regeln. Ellbogen- und Kniestöße sind zum Beispiel in den USA verboten. Welche Trefferflächen erlaubt sind und ob das Halten des Gegners akzeptiert wird, ist je nach Sportverband ebenfalls unterschiedlich.
  • In allen Verbänden sind Tiefschläge unterhalb der Gürtellinie untersagt. Verboten sind außerdem Schläge auf den Rücken des Gegners, sowie auf einen am Boden liegenden Kontrahenten. Werfen dürfen Sie Ihren Gegner im Kickboxen ebenso wenig.
  • Wettbewerbe gibt es seit dem Jahr 1974. Damals hieß das Kickboxen noch "All Style Karate". Fernöstliche Kampfmethoden aus Taekwando, Karate und Kung Fu sollten zu einer Sportart zusammengefügt werden. 
  • Training und Wettkämpfe im Kickboxen ähneln dem traditionellen Boxen und dem Muay Thai. In vielen Verbänden können Sie Grade erreichen, die wie beim Karate mit einem farbigen Gurt ausgezeichnet werden.
  • Bei den Wettkämpfen wird zwischen Semikontakt, Leichtkontakt und Vollkontakt unterschieden. Bei einem Kampf mit Semikontakt wird der Kampf nach jedem Treffer unterbrochen. Die Kontrahenten begeben sich wieder in die Ausgangsstellung und Kampfrichter bewerten den Treffer. Wer am Ende am meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt den Kampf.
  • Beim Leichtkontakt gewinnt ebenfalls der Kämpfer mit den meisten Punkten. Der Kampf wird aber nicht nach jedem Treffer unterbrochen. Das macht diese Art des Wettkamps äußerst anstrengend.
  • Bei der Variante des Vollkontaktes wird in einem Boxring gekämpft. Ein Kampf endet durch einen Niederschlag des Gegners oder durch eine Punktentscheidung.

Das Thaiboxen- Kampfkunst mit langer Tradition

Beim Thaiboxen, oder auch Muay Thai genannt, handelt es sich um eine der bekanntesten Kampfsportarten.

  • Die klassische Variante des Sports wird Muay Thai Boran genannt und beinhaltet den Kampf mit Waffen. Das heutige Muay Thai verzichtet auf den Gebrauch von Waffen. Trotzdem gilt die Kampfsportart als eine der härtesten der Welt und es kommt häufig zu Verletzungen. 
  • Durch feste Regeln gewann das Thaiboxen nach dem Zweiten Weltkrieg enorm an Bedeutung. Heute handelt es sich um den Nationalsport von Thailand. Sämtliche Verbände fallen unter den World Muay Thai Council (WMC), der im Jahr 1995 gegründet wurde.
  • Viele Verbände legen Wert darauf, dass ihre Kämpfer im Ring gute Wetteinsätze erzielen. Der traditionelle Stil des Kampfsports muss darunter leiden. Der König von Thailand gründete daher Muay-Thai-Akademien. Hier wird der traditionelle Stil des Kampfes gelehrt.
  • Der traditionelle Kampf enthält vor allem Schläge mit dem Ellenbogen, diverse Knietechniken und das Clinchen. Beim Clinchen können Sie den Gegner im Stehen halten, um ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen. Während des Haltens treten Sie den Gegner zusätzlich. Ebenso bekannt ist der Kick mit dem Schienbein, der auf den Oberschenkel oder die Rippen des Gegners zielt.
  • Es hängt vom Rang der Kämpfer ab, ob der Kopf des Gegners getroffen werden darf. Sie können den Kopf eines Gegners mit den Fäusten Richtung Boden ziehen.

Kickboxen oder Thaiboxen im Direktvergleich

Das Thaiboxen blickt auf eine längere Tradition zurück, als es beim Kickboxen der Fall ist. Es wurde bereits vor mehr als 1000 Jahren entwickelt, um auch im Krieg angewandt zu werden.

  • Ein Vorteil des Thaiboxens liegt in der Vielzahl an Techniken. Das Clinchen zum Beispiel bedarf einiger Übung, sodass Ihnen das Thaiboxen insgesamt mehr Tiefe bietet.
  • Durch die geringen Reglementierungen kann ein Kampf im Thaiboxen außerdem freier gestaltet werden. Im Prinzip können Sie sämtliche Techniken des Kickboxens ebenfalls anwenden.
  • Während das Kickboxen auch für Anfänger geeignet ist, bedarf das Thaiboxen durch die Vielzahl an Techniken aber auch mehr Übung. Der Einstieg in die Sportart fällt Kickboxern daher leichter. Klarere Regeln sorgen während eines Kampfes außerdem für klarere Wertungen.
  • Ein weiterer Vorteil vom Kickboxen ist die geringere Wahrscheinlichkeit einer Verletzung. Beim Thaiboxen kommt es dagegen oftmals zu schweren Verletzungen.

Für wen ist welche der Kampfkünste die bessere Wahl?

Beim Kickboxen müssen Sie über keine Vorkenntnisse verfügen. Das Erlernen der Techniken ist daher auch für Anfänger bestens geeignet. 

  • Bereits Kinder ab sieben Jahren können mit der Kampfkunst beginnen, wenn Eltern auf einen geschulten Trainer achten. Ebenfalls ist keine besonders gute Fitness oder Kondition nötig, um mit dem Kickboxen zu beginnen. 
  • Beim Thaiboxen ist es von Vorteil, wenn Sie bereits über Erfahrungen beim Kampfsport verfügen. Da die Techniken anspruchsvoller sind, setzen sie ein höheres Maß an Geschick voraus.Generell sollten Sie beim Thaiboxen außerdem keine Angst vor Blessuren oder Verletzungen haben.
  • Falls Sie noch keine Erfahrungen im Kampfsport gemacht haben, fangen Sie daher lieber mit dem Kickboxen an. Wenn Sie dagegen eine herausfordernde Sportart mit langer Tradition ausprobieren möchten, wählen Sie das Thaiboxen. 

Das Training im Kickboxen und Thaiboxen

Beim Training einer Kampfsportart gibt es stets eine Aufwärmphase, in dem die Muskeln gedehnt und gelockert werden. Geeignet sind zum Beispiel Seilspringen, Schattenboxen oder langsames Laufen. Eine halbe Stunde wird hierfür meist eingeplant. 

  • An einem Sandsack trainieren Sie diverse Techniken. Sie treten und schlagen den Sandsack. Diese Einheit dauert oft circa 15 Minuten. 
  • Danach erlernen Sie neue Techniken oder verfeinern diese. Dies geschieht oft mit einem Partner. Ausfallbewegungen, einfaches Parieren, Fußtechniken oder Schlagtechniken trainieren Sie auf diese Weise. Das Thaiboxen verfügt über mehr Techniken, sodass diese Einheiten hier länger dauern. Vor allem das Clinchen bedarf einiger Übung.
  • Sind Sie bereits weiter fortgeschritten, bekommen Sie einen Sparringspartner zugeteilt. Diese Einheit simuliert den Wettkampf und ist daher sehr anstrengend.
  • Da Sie auch an Ihrer Kraft und Kondition arbeiten müssen, absolvieren Sie Krafttraining mit Gewichten und Kardiotraining. 
  • Während eines Trainings oder Wettkampfes im Thaiboxen benötigen Sie einen Tiefschutz, Muay-Thai Shorts, Boxhandschuhe, einen Mundschutz, Boxbandagen, Schienbeinschoner, Fußbandagen und einen Bauchschutz. Mit dieser Ausrüstung können Sie das Verletzungsrisiko erheblich senken.
  • Beim Kickboxen tragen Sie einen Tiefschutz, Boxhandschuhe, einen Helmschutz, einen Mundschutz, Fußbandagen und Schienbeinschoner.

 

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