Alle Kategorien
Suche

Kfz-Versicherung absetzen - so geht's als Selbstständiger

Niemand ist erfreut, wenn er Steuern zahlen soll. Als Steuerpflichtiger sollte man daher alle Möglichkeiten der Steuergesetzgebung ausschöpfen, um Steuern zu sparen oder durch Absetzen zu verringern. Unter Umständen spielt dabei auch die Kfz-Versicherung eine Rolle. Berechtigte Hoffnungen können Sie sich vor allem als Selbstständiger machen.

Als Selbstständiger rechnen Sie Fahrzeugkosten als Betriebsausgaben ab.
Als Selbstständiger rechnen Sie Fahrzeugkosten als Betriebsausgaben ab.

Die Frage, ob man die Beiträge zur Kfz-Versicherung von der Steuer absetzen kann, darf im Falle einer beruflichen Nutzung allgemein mit einem Ja beantwortet werden. Der Gesetzgeber unterscheidet dabei zwischen einer rein und ausschließlichen beruflichen oder einer privaten Nutzung.

Kfz-Versicherung als Betriebsausgaben

Für Ihr Auto, das dem Beruf dient, beispielsweise ein Firmenwagen oder ein Fahrzeug, welches Sie im Rahmen einer selbstständigen Tätigkeit einsetzen, gilt: Beiträge zur Kfz-Versicherung gelten als Betriebsausgaben und vermindern daher einen zu versteuernden Gewinn beziehungsweise ein zu versteuerndes Einkommen.

  • Dabei werden die Kosten aller Fahrzeugversicherungen von der Haftpflichtversicherung über die Teilkasko bis hin zur Vollkasko erfasst.
  • Werden neben beruflichen auch viele private Fahrten durchgeführt, verlangt das Finanzamt für eine Abrechnung aller Fahrzeugkosten unter Umständen eine genaue Erfassung durch ein Fahrtenbuch. 
  • Alternativ kann auch eine pauschale Versteuerung gewählt werden. Um dem Finanzamt glaubhaft zu vermitteln, dass Sie als Selbstständiger Ihr Fahrzeug mehr als 50 Prozent betrieblich nutzen, können Sie einen Nachweis auch mit Eintragungen in Terminkalendern, Aufstellungen von Reisekosten sowie weiteren Abrechnungsunterlagen über einen Mindestzeitraum von drei Monaten erbringen. 

Welche Aufwendungen können Sie als Privatperson absetzen?

  • Eine private Nutzung von Kfz und die damit verbundenen Kosten werden vom Gesetzgeber als reine Privatsache abgetan. Privatpersonen können daher die Prämien zu ihrer Kfz-Versicherung nicht absetzen. 
  • Eine indirekte Kostenerstattung ist allerdings als Arbeitnehmer möglich, wenn Sie Aufwendungen für Fahrten von der Wohnung bis zum Arbeitsort und zurück in der Steuerklärung geltend machen (Kilometerpauschale, Fahrtenbuchabrechnung).
  • Für bestimmte Versicherungen im Rahmen mit der privaten Kfz-Nutzung erkennt das Finanzamt geleistete Beiträge als „sonstige Vorsorgeaufwendungen“ an. Mit diesen Policen (Haftpflicht- und Unfallversicherungen) müssen allerdings individuelle Lebensrisiken abgesichert werden. 

Sachversicherungen wie die Voll- und die Teilkaskoversicherung gehören generell nicht zu den Vorsorgeaufwendungen. Eine Insassenunfallversicherung dient aber beispielsweise auch Ihrem persönlichen Schutz und findet Berücksichtigung.

Teilen: