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Kfz-Meister - Ausbildung erfolgreich absolvieren

KFZ-Meister übernehmen Führungsaufgaben bei Reparatur und Wartung von Kraftfahrzeugen in einer Werkstatt. Für ihre Ausbildung bieten vor allem Handwerksorganisationen Kurse an, mit denen sie auf die Meisterprüfung vorbereiten.

Der Meister begutachtet das Auto.
Der Meister begutachtet das Auto.

Kfz-Meister arbeiten in Reparaturwerkstätten, Autohäusern, bei Kfz-Ersatzteilhändlern, bei Fahrzeugherstellern oder Zulieferbetrieben, in den Werkstätten größerer Speditionen oder Busunternehmen oder bei Pannenhilfsdiensten. Dort sind sie in der Reparatur und Wartung von Kraftfahrzeugen zum Teil selbst tätig, sie geben aber auch Aufgaben an die Mitarbeiter weiter, leiten diese an und überwachen deren Arbeit. Sie organisieren die technischen und kaufmännischen Abläufe, kümmern sich um die Auszubildenden und fertigen die notwendigen technischen Unterlagen zu den Kundenaufträgen an. Für die Kunden sind sie die Ansprechpartner, die die erste Fahrzeugdiagnose stellen, die Kunden beraten und die Reparaturaufträge entgegennehmen.

Die Ausbildung zum Kfz-Meister

  • Die Weiterbildung zum Kfz-Meister ist in der Handwerksordnung geregelt und setzt eine abgeschlossene Berufsausbildung im Kraftfahrzeughandwerk oder in der Industrie voraus, daneben können auch Meister anderer Handwerke an dieser Fortbildung teilnehmen.
  • Von verschiedenen Bildungseinrichtungen werden Vorbereitungskurse auf die Meisterprüfung angeboten. Sie finden in Vollzeit oder Teilzeit statt, in Vollzeit dauern sie etwa ein Jahr, in Teilzeit etwa zwei bis drei Jahre. Für die Zulassung zur Meisterprüfung müssen Sie an einem solchen Lehrgang nicht teilnehmen, ohne ihn wird das Bestehen der Prüfung aber in den meisten Fällen schwierig sein.
  • Im Teil I, dem fachpraktischen Teil des Vorbereitungslehrgangs, lernen Sie, den Reparaturbedarf an Fahrzeugen zusammen mit dem Kunden festzustellen. Hierzu gehört die Untersuchung der Fahrzeuge, die Abschätzung der Schäden, die Ausarbeitung eines Kostenvoranschlags und die Veranlassung der Instandsetzung inklusive der zugehörigen Dokumentationen.
  • Der Teil II, der fachtheoretische Teil, vermittelt Ihnen Kenntnisse in der Kraftfahrzeugtechnik und der Kfz-Instandhaltungstechnik, der Auftragsabwicklung, der Betriebsführung und der Betriebsorganisation. Hierzu gehört auch ein betriebliches Qualitätsmanagement und Marketingmaßnahmen, um neue Kunden zu gewinnen und den bereits bestehenden Kundenstamm optimal zu betreuen. In der Auftragsabwicklung ist besonders die Qualitätssicherung ein wichtiger Bestandteil.
  • Teil III der Ausbildung behandelt die Bereiche Rechnungswesen und Controlling, Recht und Steuern und wirtschaftliches Handeln im Betrieb. Hierzu werden Ihnen die entsprechenden kaufmännischen, rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Kenntnisse vermittelt.
  • Teil IV ist der berufs- und arbeitspädagogische Teil. Dort lernen Sie alles, was Sie für den Umgang mit Auszubildenden brauchen. Das sind rechtliche Vorschriften, die Auswahl von geeigneten Bewerbern, deren Ausbildung und die Prüfungsvorbereitung.

Diese vier Teile können Sie in beliebiger Reihenfolge besuchen, insgesamt handelt es sich um etwa 1120 Stunden. Auch die Prüfungen für die einzelnen Teile finden separat statt. Teil I der Prüfung besteht aus einem simulierten Kundenauftrag mit einem anschließenden Gespräch, Teil II und Teil III werden nur schriftlich geprüft und Teil IV besteht aus einer schriftlichen und einer praktischen Prüfung. Wenn Sie eine Prüfung nicht bestehen, können Sie diese noch dreimal wiederholen. Sie finden bei den Handwerkskammern vor Meisterprüfungsausschüssen statt.

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