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Kelleraußenwand isolieren - darauf sollten Sie achten

Die Frage, wie Sie eine Kelleraußenwand richtig isolieren sollen, ist nicht einfach zu beantworten, denn es kommt auf die Lage des Gebäudes und den Untergrund an.

Isolieren Sie den Keller von außen.
Isolieren Sie den Keller von außen.

Was Sie benötigen:

  • Drainage
  • Bitumenbeschichtung
  • Hartschaumplatten
  • Splitt/Kies

Wasserabdichtung und die Kelleraußenwand

Generell müssen Sie die Außenwand eines Kellers gegen Kälte und Nässe isolieren. Besonders die Isolation gegen Nässe ist schwierig. Bevor Sie irgendwelche konkreten Maßnahmen ergreifen, sollten Sie sich von einem Fachbetrieb beraten lassen, der sich auch mit den Begebenheiten des Untergrundes auskennt. Eine nachträgliche Abdichtung bei drückendem Wasser ist nur schwer möglich, auf jeden Fall müssen Sie das Erdreich bis zur Fundamentunterkante freilegen.

  • Ist der Untergrund wasserdurchlässig, kann das Wasser gut abfließen und Sie können davon ausgehen, dass Oberflächenwasser kein Problem darstellen wird. Wichtig ist, dass der Boden nicht nur oberflächlich durchlässig ist, sondern auch einige Meter unter der Fundamentunterkante. Sie werden das Gebäude also auch ohne Drainage trockenhalten können.
  • Ist der Boden dagegen nicht in der Lage Wasser abzuleiten, werden Sie, besonders in Hanglagen, unbedingt eine Drainage benötigen, die das Wasser um Ihre Kelleraußenwand herum führt, diese also keinem Wasserdruck aussetzt. Eine Drainage ist bei Hanglagen und bei Grundwasser, das weniger als 30 cm unterhalb des Fundamentes beginnt, unbedingt notwenig. Sie haben hier den Fall, dass es zumindest zeitweise drückendes Wasser gibt.
  • Steht das Gebäude ganz im Grundwasser, haben Sie ständig von außen drückendes Wasser, und das Gebäude muss entsprechend isoliert werden.
  • Je nach Lastfall sind kalt verklebte Bitumenbahnen, Drainagen oder eine „schwarze Wanne" (heiß verklebte Bitumenbahnen) oder eine "weiße Wanne" (wasserundurchlässiger Beton) nötig. Für die nachträgliche Isolierung kommt nur eine Beschichtung aus Bitumen oder eine Verklebung von Bitumenbahnen infrage und natürlich die Anlage einer Drainage.

Keller gegen Wärmeverlust isolieren

  • Um Energieverlust zu vermeiden, müssen Sie auch Kellerwände gegen Wärmeverlust isolieren. Wenn Sie diese Isolierung innen auf die Kellerwand kleben, kann das dazu führen, dass der Taupunkt sich nach innen verlagert und es hinter der Isolierung zur Bildung von Kondenswasser und Schimmel kommt. Aus diesem Grund sollten Sie die Wärmedämmung außen auf die Bitumenbeschichtung aufbringen.
  • Vermeiden Sie Wärmebrücken. Die Isolierung muss bis zur Fundamentunterkante reichen und von innen sollte auf jeden Fall auch der Kellerboden gedämmt werden.

Falsche Maßnahmen können dazu führen, dass das Isolieren der Kelleraußenwand das Problem verschlimmert. Korrektes Isolieren unter Berücksichtigung des Untergrundes, des Grundwasserstandes und der Lage des Gebäudes ist aber ein wesentlicher Beitrag zur Werterhaltung des Gebäudes.

So isolieren Sie die Kelleraußenwand richtig

  1. Schachten Sie einen Graben aus, der schräg auf eine Linie, die ca. 50 cm parallel zur Fundamentunterkante gedacht ist, zuläuft.
  2. Lassen Sie Erdreich und Gebäudeaußenseite von einer Fachfirma begutachten. Nur so können Sie den korrekten Lastfall feststellen.
  3. Führen Sie die notwendigen Maßnahmen zum Isolieren der Kelleraußenwand durch, das heißt, tragen Sie die je nach Lastfall vorgeschriebene Beschichtung auf und legen Sie eine Drainage, die ausreichend ist und regelmäßig auf Funktionsfähigkeit prüfbar ist.
  4. Verkleben Sie zur Wärmedämmung spezielle Hartschaumplatten, die für diesen Einsatzzweck vorgesehen sind.
  5. Verfüllen Sie den ausgehobenen Graben mit wasserdurchlässigem Erdreich (Split, Kies).

Sie können viele Arbeiten in Eigenregie ausführen, sollten sich aber bei jedem Schritt von Fachleuten beraten lassen, dann ist das Isolieren der Kelleraußenwand kein Problem.

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