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Kellenputz - das sollten Sie beachten

Moderne Wandgestaltungen bestehen nicht nur aus Tapeten oder Farbe, immer beliebter werden dabei auch Gestaltungen mit Roll- oder Kellenputz. Wenn Sie den Trend mitmachen möchten, sollten sie einiges beachten.

Wie wäre es mit Kellenputz?
Wie wäre es mit Kellenputz? © Rainer_Sturm / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Fertigputz
  • Werkzeuge
  • Abdeckmaterial
  • Schutzkleidung

Vorüberlegungen zum Kellenputz

  • Denken Sie nicht nur daran, wie Sie die Wand mit Kellenputz verschönern können, sondern auch daran, dass dieser ev. wieder entfernt werden muss. Mieter in Mitwohnungen sollten es sich gut überlegen, ob sie Wände mit Kellenputz versehen.
  • Wenn Sie nicht sicher sind, dass der Putz über Jahrzehnte an der Wand bleiben kann, sollten Sie diesen nicht direkt auf eine Wand auftragen. Da Sie Roll- und Kellenputz auch auf gut haftenden Tapeten aufbringen können, sollten Sie lieber die vorhandene Tapete testen oder erst tapezieren, bevor Sie den Kellenputz auftragen. Wenn trockene Tapete an der Wand ist, feuchten Sie diese an einer Stelle gut an. Wenn diese keine Blasen wirft, wird sie den Putz tragen. Sie sollten, wenn Sie den Putz auf eine Tapete aufbringen, diesen mit einer Rolle auftragen nicht mit einer Kelle. Die meisten Fertiggebinde sind für beide Techniken geeignet.
  • Schönen schmückenden Kellenputz bekommen Sie in Fertiggebinden fertig angerührt, in verschiedenen Farben und teils mit schmückenden Zugaben wie Glimmer oder Marmorsand. Diese Gebinde sind teurer, als wenn Sie sich den Putz selber anrühren. Falls Sie keine Erfahrung mit Putz haben, sollten Sie trotzdem auf die Fertiggebinde zurückgreifen. Dieser Kellenputz ist perfekt abgestimmt. Sie müssen ihn nur noch vor Gebrauch aufrühren. Weißen Putz können Sie dabei mit Pigmenten einfärben.
  • Es ist fast nicht möglich, zu sagen, wie viel Kellenputz Sie für einen m2 Wand benötigen werden, weil es kaum vorher zu bestimmen ist, wie dick der Putz aufgetragen wird. Daher sind auch die Mengenangaben auf den Eimern mit Vorsicht zu betrachten. Je nach Technik kann es sein, dass Sie deutlich mehr benötigen werden, als dort angegeben wird.

Einkauf des Fertigputzes

  • Auch wenn es schwer ist, die Menge zu bestimmen, die Sie benötigen werden, sollten Sie unbedingt die Größe der Fläche ausmessen. Die Länge mal die Breite der zu verputzen Fläche in Meter gemessen ist die Quadratmeterzahl, die Sie mit dem Kellenputz versehen werden.
  • Im Baummarkt sollten Sie sich die Gebinde genau ansehen. Meist sind dieses Eimer zwischen 5 und 10 kg Gewicht, auf denen Roll- und Kellenputz steht. Anhand von Probestücken, die dort fast immer ausgestellt sind, können Sie sehen, wie der Putz aussehen wird. Entscheiden Sie sich danach, welchen Putz Sie nehmen wollen.
  • Auf den Gebinden stehen Angaben - wie zum Beispiel ausreichend für 5 m2 als Kellenputz, 8 m2 als Rollputz. Wie erwähnt, rechnen Sie lieber mit mehr als mit weniger. Wenn Sie 5 m2 mit dem Putz versehen wollen, sollten Sie auf jeden Fall besser zwei Gebinde kaufen als nur eines. Stellen Sie sicher, dass Sie nicht angebrochene Gebinde wieder zurückbringen können. Bei Restposten kann es da Einschränkungen geben, also fragen Sie besser vorher, ob Sie die Gebinde zurückbringen können und auch Ihr Geld zurückbekommen.
  • Jetzt sollten Sie unbedingt noch mal alle Eimer genau ansehen, die Sie ausgewählt haben. Diese müssen  die gleiche Farb- und Chargennummer tragen, damit die Wand auch einheitlich wird.
  • Der Auftrag von Kellenputz, auch wenn Sie diesen aufstreichen oder aufrollen, macht wesentlich mehr Spritzer, als dies bei Farbe der Fall ist. Auch trocknen die Spritzer sehr schnell und werden steinhart. Sie bekommen diese Spritzer nur im frischen Zustand gut ab. Kaufen Sie also einen Maleranzug mit Kapuze für sich und Ihre Helfer und genügend Abdeckmaterial mit Klebeband, um alles zu schützen, das nicht verputzt werden soll.

Das ist bei der Verarbeitung von Kellenputz zu beachten

Egal, wie Sie den Putz auftragen, für Anfänger ist auf jeden Fall die Rolltechnik zu empfehlen, beachten Sie immer Folgendes:

  1. Entfernen Sie die Fußleisten und hängen Sie die Türen aus. Wenn das nicht möglich ist, decken Sie Türen ab und kleben mit Klebeband auf die Fußleisten Folie. Bedecken Sie auch den Boden mit Folie und kleben diese fest. Kleben Sie die Türrahmen genau am Rand ab, da wo später der Putz anliegen wird.
  2. Ziehen Sie die Schutzkleidung an und setzen Sie die Kapuze auf. Getrockneter Kellenputz lässt sich aus den Haaren kaum auswaschen. Halten Sie einen Eimer mit Wasser und einige Lappen und Schwämme bereit. Rühren Sie das Gebinde mit dem Kellenputz gut auf.
  3. Tragen Sie nun den Putz auf und drücken - wenn gewünscht - Strukturen hinein. Ziehen Sie das Klebeband von den Türrahmen ab, solange der Putz noch feucht ist. Später würde der Putz sonst reißen.
  4. Wischen Sie den Putz von allen Stellen, an denen Kellenputz ist, der dort nicht sein soll, mit Wasser und den Lappen ab.
  5. Entfernen Sie die Folien, indem Sie diese von den Rändern her zu Mitte einrollen, so bleibt der Kellenputz in der Folie und verschmiert nichts.
  6. Wischen Sie nun die Flecken vom Putz weg, die bei aller Vorsicht trotzdem auf dem Boden gelandet sind.

Wenn Sie das beachten, können Sie sich an der schönen Wand mit Kellenputz freuen, ohne sich über Flecken ärgern zu müssen.

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