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Kaviar Malossol - die Unterschiede diverser Kaviararten

Kaviar ist nicht nur eine bestimmte Sorte Fischeier, die auf Crackern gereicht wird und gewöhnlich als Zeichen von Luxus gilt. Die Arten sind zahlreich und die Bezeichnungen manchmal verwirrend. Ob es nun Malossol oder Sevruga oder Beluga ist - ein kurzer Überblick über diese Gourmet-Speise hilft weiter.

Dieser kleine Teichstör hat mit der Kaviarproduktion nichts zu schaffen.
Dieser kleine Teichstör hat mit der Kaviarproduktion nichts zu schaffen. © Kurt / Pixelio

Kaviar von unterschiedlichen Fischen

  • Kaviar besteht aus Fischeiern und kann damit theoretisch von allen weiblichen Fischen stammen. Der Deutsche oder auch Falsche Kaviar, der häufig in den Supermarkregalen zu finden ist, stammt von Seehasen.
  • Tatsächlich kommt echter Kaviar vom Stör. Dieser Fisch, von dem es mehrere Arten gibt, lebt vorzugsweise in nördlichen Regionen. Russland ist bekannt für seine Störe und natürlich auch deren Eier.
  • Drei Störarten stellen zugleich die Produzenten von echtem Kaviar. Das sind der Beluga, der Ossietra und der Sevruga. Die Qualität ihrer Eier unterscheidet sich in der Größe der Eier, der Dicke der Haut und natürlich im Preis. Malossol ist keine eigene Stör-Art, sondern beschreibt eine Konservierungsmethode. Es gibt also keinen Malossol-Stör.
  • Am teuersten ist Beluga-Kaviar. Er stammt zugleich vom größten der Störe. Einzelne Exemplare können durchaus neun Meter lang und über 1.400 Kilogramm schwer werden. Beluga-Stör ist aber auch selten und steht unter strengem Schutz.
  • Weniger selten und auch weniger groß ist der Ossietra-Stör, dessen Eier ein ganz besonderes, eher nussiges Aroma haben. Er liefert tiefschwarze Eier, aber auch solche, die heller und goldfarben sind.
  • Der kleinste Stör ist der Sevruga-Stör. Die Eier sind recht groß, aber mit einer weichen Haut. Sein Aroma ist nicht so fein wie das von Beluga oder so außergewöhnlich wie das des Ossietra. Schmackhaft ist es dennoch.

Malossol und andere Eigenschaften

  • Fischeier sind schwer zu konservieren. Um sie überhaupt frisch auf die heutzutage zum Glück nur noch kurze Reise in alle Teile der Welt zu schicken, werden sie häufig gesalzen.
  • Die Menge an Salz entscheidet über die Qualität. Je weniger Salz verwendet wird, desto frischer und unverfälschter im Geschmack ist der Kaviar. Malossol ist die Bezeichnung für ganz leicht gesalzene Produkte. Es ist ein Qualitätsmerkmal und unterscheidet ihn deutlich vom sehr viel stärker gesalzenen Salzkaviar.
  • Andere Besonderheiten beim echten Kaviar sind die Farben der Deckel, mit denen Sie die Sorten auseinanderhalten können.
  • Blaue Deckel verraten den luxuriösen Beluga.
  • Ist der Deckel gelb, haben Sie einen Ossietra vor sich.
  • Schließlich gibt es noch rote oder orangefarbene Deckel, die den Sevruga verraten.
  • Ob nun Malossol oder auf andere Weise konserviert - Sie sollten diese schwarzen Perlen nach dem Öffnen der Verpackung möglichst schnell essen und niemals irgendwelche Reste einfrieren. Dies verdirbt ihn vollends.

Genießen Sie diese besondere Delikatessen in kleinen Mengen und ohne viel Zutaten. Der Geschmack alleine auf einem Cracker oder einem Blini spricht für sich und braucht keine Beilagen. Solange Sie auch keinen Metall- oder Silberlöffel benutzen, bleibt Ihnen das ganze Aroma erhalten. Guten Appetit!

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