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Kaufvertrag für Wohnungsverkauf - darauf sollten Sie achten

Ein Kaufvertrag für einen Wohnungsverkauf ist schnell beurkundet. Achten Sie im Vorfeld darauf, dass Sie Ihr Vorhaben richtig vorbereiten und riskieren Sie keinen Reinfall.

Wohnungen verkaufen sich nicht über Nacht.
Wohnungen verkaufen sich nicht über Nacht. © Rainer Sturm / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Notar
  • Grundbuchauszug
  • Katasterplan
  • Baupläne
  • Teilungserklärung
  • Abgeschlossenheitsbescheinigung
  • Verwaltervertrag

Wenn Sie einen Wohnungsverkauf planen, müssen Sie den Kaufvertrag notariell beurkunden. Der in Spielfilmen oft praktizierte Handschlag oder der privatschriftliche Vertrag genügt nicht. Nur der Notar kann beim Grundbuchamt Anträge einreichen und letztlich den Eigentumswechsel herbeiführen.

Wohnungsverkauf finanziell absichern

  • Bedenken Sie, dass ein Kaufvertrag schnell beurkundet ist. Die eigentliche Arbeit liegt im Vorfeld. Stellen Sie sicher, dass Ihr Kaufinteressent tatsächlich in der Lage ist, den Kaufvertrag auch zu erfüllen. Verlangen Sie einen Kapitalnachweis oder die Bestätigung der Bank, die dem Käufer den Kauf des Objekts finanziert.
  • Zwar können Sie aus dem Kaufvertrag gegen den Käufer zwangsvollstrecken. Dann haben Sie den Wohnungsverkauf aber noch lange nicht bewerkstelligt und wissen nicht, was am Ende außer dem Aufwand an Zeit und Nerven dabei herauskommt.

Über Grundbuchgläubiger Kaufvertrag vorbereiten

  • Auch Sie selbst müssen in der Lage sein, dem Käufer das Eigentum am Objekt zu verschaffen. Dazu müssen Sie wiederum sicherstellen, dass die im Grundbuch zu Ihren Lasten eingetragenen Belastungen zugunsten Dritter (Grundschulden für Banken, bei denen Sie selbst Darlehen laufen haben, Wohnrecht) beim Wohnungsverkauf gelöscht werden. Sie müssen also Kontakt zu Ihren Gläubigern aufnehmen und abklären, dass diese mit der Löschung ihrer Rechte einverstanden sind.
  • Ihre Gläubiger werden der Löschung ihrer Rechte nur zustimmen, wenn der Kaufpreis ausreicht, die dem eingetragenen Recht zugrunde liegende Forderung zu begleichen. Gegebenenfalls müssen Sie mit Ihren Gläubigern verhandeln und sie dazu bewegen, auf den durch den Kaufpreis nicht abgedeckten Teil ihrer Forderung zu verzichten oder eine Zahlungsvereinbarung wegen der Restforderung zu akzeptieren.

Beschaffen Sie alle objektrelevanten Unterlagen

  • Beschaffen Sie zur Vorbereitung für den Abschluss des Kaufvertrags alle notwendigen Unterlagen, die das Grundstück betreffen. Hilfreich ist die Vorlage eines unbeglaubigten Grundbuchauszugs, aus dem der Notar den Stand des Grundbuchs erkennen kann. Der Notar kann den Grundbuchstand dann auch online im Internet überprüfen. Ferner ist ein Katasterplan hilfreich sowie die Vorlage der Baupläne Ihres Objekts.
  • Handelt es sich beim Wohnungsverkauf um eine Eigentumswohnung, müssen Sie auch die Teilungserklärung und die Abgeschlossenheitsbescheinigung sowie den Verwaltervertrag vorlegen. Schließlich übernimmt der Käufer Ihre Rechtsposition als neuer Eigentümer.
  • Akzeptieren Sie niemals Bargeld zur Zahlung des Kaufpreises. Um jeglichen Verdacht einer Geldwäschehandlung des Käufers auszuschließen, bestehen Sie darauf, dass die Kaufpreiszahlung immer über eine Bank erfolgt.
  • Erklären Sie die Auflassung (Zustimmung zur Eigentumsumschreibung im Grundbuch) erst dann, wenn Sie den vollständigen Kaufpreis erhalten haben.
  • Gegebenenfalls wickeln Sie die Kaufpreiszahlung über ein Treuhandkonto des Notars ab.
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