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Kauffrau im Gesundheitswesen werden - so kann es klappen

Zu den noch jungen Berufen zählt auch jener der Kauffrau im Gesundheitswesen. Damit es mit einer Ausbildung klappen kann, sind ein paar Bedingungen zu erfüllen.

Auch Rettungsdienste beschäftigen Kaufleute im Gesundheitswesen.
Auch Rettungsdienste beschäftigen Kaufleute im Gesundheitswesen. © tokamuwi / Pixelio

Die Kauffrau im Gesundheitswesen hat einige Aufgaben

Den Beruf der Kauffrau/des Kaufmanns im Gesundheitswesen gibt es seit dem Jahr 2001. Der Grund, diesen neuen Ausbildungsberuf zu schaffen, war eine immer stärkere Ausdifferenzierung und Spezialisierung im Gesundheitswesen. Die Lehre dauert drei Jahre.

  • Kaufleute im Gesundheitswesen können in den unterschiedlichsten Einrichtungen arbeiten. Dies können Krankenhäuser, Rettungsdienste, private und gesetzliche Krankenkassen, Arztpraxen, medizinische Standesorganisationen oder auch Einrichtungen der ambulanten medizinischen Versorgung sein.
  • Entsprechend unterschiedlich sind auch die Aufgaben, die die kaufmännischen Gesundheitsexperten haben. Ein wichtiger Aspekt ist die Kalkulation von Kosten, die in allen Einrichtungen in der einen oder anderen Art anfallen. Hinzu kommen Verwaltungsaufgaben und allgemeine kaufmännische Tätigkeiten, wie beispielsweise Materialbestellung. Auch das Marketing und die Beobachtung der Konkurrenz spielen im Gesundheitssektor eine immer größere Rolle. In vielen Einsatzstellen haben die kaufmännischen Gesundheitsexperten intensiven Kontakt mit Menschen, beispielsweise wenn Sie am Klinikschalter neue Patienten aufnehmen, bei der Krankenkasse Versicherte beraten oder in einer stationären Betreuungseinrichtung Verträge mit Angehörigen und Bewohnern aushandeln.

So kann es mit der Ausbildung klappen

Soll es mit einer Ausbildung in diesem Beruf klappen, ist es ratsam, sich rechtzeitig über die Anforderungen zu informieren.

  • Beste Chancen auf eine Lehrstelle haben Sie, wenn Sie die Hochschulreife haben, denn die Arbeitgeber stellten, so geht aus einer Statistik der Arbeitsagentur hervor, im Jahr 2010 zu 54 Prozent Anwärter mit Hochschulreife ein. Auch mit einem mittleren Bildungsabschluss haben Sie jedoch noch gute Aussichten, 38 Prozent der Neu-Lehrlinge hatten einen solchen, 6 Prozent hatten den Hauptschulabschluss.
  • Ihre Chancen auch mit einem niedrigeren Bildungsabschluss einen entsprechenden Ausbildungsplatz zu bekommen, können Sie erhöhen, wenn Sie sehr gute Noten, vor allem in Mathematik und Deutsch, haben. Ebenfalls helfen können Ihnen Wirtschaftskenntnisse oder Kenntnisse im sozialen Bereich. Haben Sie einen Hauptschulabschluss, empfiehlt sich eventuell ein anschließender Besuch eines beruflichen Bildungszentrums. Abhängig vom jeweiligen Bundesland werden dort unterschiedliche Möglichkeiten angeboten, so können Hauptschüler häufig in zwei Jahren die sogenannte Fachschulreife erwerben, in der Regel in verschiedenen Zweigen, also beispielsweise im für eine solche Ausbildung nützlichen Wirtschafts- oder sozialen Zweig. Die Fachschulreife ist meist formal der mittleren Reife gleichgestellt, besitzt jedoch für manche Arbeitgeber einen höheren Stellenwert, weil sie bereits berufliche Vorkenntnisse vermittelt. Besonders wenn Sie sehr gute Noten haben, kann es mit der Ausbildung klappen.
  • Helfen kann Ihnen unter Umständen auch ein freiwilliges soziales Jahr, beispielsweise bei einem Wohlfahrtsverband oder einer Pflegeeinrichtung, besonders wenn Sie sich für die Ausbildung in einer solchen Einrichtung bewerben.

Es gibt also ein paar Möglichkeiten seine Chancen auf einen Ausbildungsplatz zur Kauffrau im Gesundheitswesen zu erhöhen.

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