Sie fahren nur mal eben in die Tierhandlung, um Katzenfutter zu kaufen und kommen mit irgendwelchem Katzenspielzeug zurück. Knallig bunt und aus Plastik, mit viel Klimbim und vermutlich nicht gerade billig. Und nun würdigen Ihre Katzen das Mitbringsel keines Blickes. Oft ziehen die lieben Stubentiger ganz einfache Dinge als Spielzeug vor. Und das kann man ganz einfach selber machen.
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30.06.2010
Melina Pfeffer
- Als Katzenspielzeug eignet sich prinzipiell alles, was Ihren Katzen Spaß macht und womit sie sich nicht verletzen können. Also keine scharfen Gegenstände mit spitzen Ecken und Kanten oder Kleinteile, die verschluckt werden können.
- Die einfachste Methode ist das Sammeln. Natürliches Spielzeug finden Katzen oft sehr anziehend, weil es neben dem Spieleffekt auch noch ganz viele Duftspuren an sich trägt. Nehmen Sie bei einem Spaziergang einfach eine kleine Tasche mit und sammeln Sie Walnüsse, Vogelfedern und dünne Stöcke auf.
- Die Walnüsse eignen sich für Ihre Katzen hervorragend zum Fußballspielen. Um die Sache etwas interessanter zu gestalten, können Sie die Walnuss vorsichtig aufschneiden, aushöhlen und mit Reiskörnen oder einem Glöckchen darin wieder zukleben. Mit Geräusch macht es gleich noch mal so viel Spaß.
- Die Vogelfedern können Sie ganz einfach an eine Paketschnur binden und hinter sich her ziehen. Oder Sie binden das andere Ende an die Spitze eines dünnen Stabes oder Astes, wie bei einer Angelrute. Vor allem Kinder lieben es, die Katzenangel zu benutzen. (Wenn Ihre Katzen auch im Haus damit spielen, sollten Sie die Federn allerdings vorher waschen.)
- Auch sehr beliebt bei Katzen ist der Spiegel. Nehmen Sie einen kleinen Taschenspiegel und reflektieren Sie einen Lichtpunkt an Boden und Wände. Ihre Katzen werden eine rasante Verfolgungsjagd starten. Treiben Sie dieses Spiel aber nicht zu lange, da Katzen zwischendurch auch ein Erfolgserlebnis brauchen – was hier natürlich ausgeschlossen ist.
- Für jede Katze ein Heidenspaß ist ein Papierbad. Füllen Sie einen alten Pappkarton mit zusammengeknüllten Zeitungsseiten. Alles was raschelt und was sich zerreißen lässt, wirkt auf Katzen besonders anziehend. Sie können auch zusätzlich noch große Löcher in den Karton schneiden, durch welche die Katzen rein und raus schlüpfen können.
- Spiel und Genuss in einem sind Katzenminze-Spielsachen. Kaufen Sie ein wenig Katzenminze oder Baldriankraut und füllen Sie es in eine alte Socke. Oben fest – wirklich fest! – zuknoten und Ihre Katze wird kaum noch davon lassen. Sie können damit natürlich auch anderes Spielzeug aufpeppen. Das Kraut darf aufgrund der ätherischen Öle aber keinesfalls dauerhaft zugänglich sein.
- Für jedes Spielzeug gilt: Zusammen macht es mehr Spaß. Wenn Sie mehrere Katzen haben, können Sie sich entspannt zurücklehnen und zusehen – nur hin und wieder werden Sie wohl als Schiedsrichter oder Spielzeug-Zurückbringer gebraucht. Ist Ihre Katze allein, sind Sie voll gefordert. Denn Katzen müssen wie Kinder beschäftigt werden, damit Sie geistig und körperlich gesund bleiben.
- Allgemein sollte Katzenspielzeug auch nicht immer herumliegen oder ständig zugänglich sein – zumindest nicht alles auf einmal. Ihre Katze wird sich tierisch freuen, wenn Sie dann nach einem Spielzeug greifen und begeistert mitmachen. Minimum zwei mal täglich für 15 Minuten sollten Sie Ihre Katzen zum Spielen auffordern. Und Abwechslung ist die Devise. Dann freuen sich Katz’ und Mensch.