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Katzenkratzbaum selber bauen

Ein Katzenkratzbaum muss stabil sein, da die Tiere ihn wie einen echten Baum in der Natur nutzen. Solche Bäume sind recht teuer, es ist daher sinnvoll den Baum selber zu bauen.

Katzen nutzen den Baum auch zum klettern.
Katzen nutzen den Baum auch zum klettern.

Was Sie benötigen:

  • Stabiler, gegabelter Stamm (etwa so hoch wie der Raum)
  • 2 Stämme (Höhe 1 Meter)
  • Pappröhre (Höhe 1 Meter, Kern von einer Teppichbodenrolle)
  • Multiplexplatten (100 x 100 cm)
  • 3 Bretter (40 x 40 cm)
  • Lange Holzschrauben
  • Kurze Holzschrauben
  • etwa 10 Stuhlwinkel
  • Sisalseil für Kratzbäume
  • Lochband
  • Dübel
  • Weißleim
  • Doppelseitiges Klebeband
Aufbau des Katzenkratzbaums.
Aufbau des Katzenkratzbaums. © Roswitha Gladel

Anforderungen an den Katzenkratzbaum

Katzen klettern in der Natur ausgesprochen gerne. Außerdem genießen Sie es, auf erhobenen Ruheplätzen zu liegen und alles im Blick zu haben. Zum natürlichen Verhalten der Katze gehört auch das Kratzen an einem festen, rauen Untergrund. Die Krallen der Katzen sind von Krallenhüllen umgeben, die sich regelmäßig erneuern. An den Hinterpfoten zieht Ihr Liebling die Krallenschuhe mit den Zähnen ab, an den Vorderpfoten durch Kratzen.

  • Für die Katze ist das Kratzen wichtig, da Sie damit auch das Revier markiert. Eine Katze, die nur in der Wohnung ist, braucht eine Stelle, an der Sie kratzen darf. Da auch Freigänger Ihr Zuhause markieren, ist eine Kratzfläche auch für diese Katzen sinnvoll.
  • Betrachte Sie den Katzenkratzbaum aus der Sicht der Katze. Er muss stabil sein, damit Sie auch mit Schwung darauf springen kann. Ein Baum, der nur am Boden angebracht ist, erfüllt diese Bedingung so gut wie nie. Idealerweise ist er zusätzlich an der Decke und an einer Wand befestigt. Dazu eignen sich Lochbänder, die am Baum sowie an der Wand beziehungsweise der Decke angeschraubt werden.
  • Holz, am besten mit Rinde und Sisal, sind ideal, um diese Krallenschuhe abzustreifen. Das Material ist hart und rau, kann aber die Krallen nicht verletzen. Außerdem mögen die Katzen es, weil es den Geruch aus dem Drüsensekret zwischen den Zehen der Katzen annimmt,

Bauanleitung um den Baum selber zu bauen

Der Baum besteht aus einer Bodenplatte, auf welche der gegabelte Baum und die zwei Stämme senkrecht angeschraubt werden. Auf diese bauen Sie die erste Liegefläche. Darauf steht die Pappröhre, die ebenfalls mit einer Liegefläche abschließt. Die dritte Ruhefläche ist oben auf dem Baum. Der Aufbau ist im Bild 1 gut zu erkennen. Das Material bekommen Sie im Baumarkt, Naturstämme bei Förstern.

  1. Schrauben sie mit sehr langen und dicken Holzschrauben die beiden kurzen Stämme und den gegabelten Stamm von unten an der Bodenplatte fest.
  2. Stellen Sie den Baum auf die Platte. Achtung, der hohe Stamm ist noch nicht belastbar. Stützen Sie ihn ab oder bitten Sie eine Hilfsperson ihn festzuhalten.
  3. Schrauben Sie nun von oben die erste Liegefläche auf die beiden Stämme. Sie muss an den gegabelten Stamm stoßen. Schrauben Sie diese Fläche von unten mit einem Stuhlwinkel am Stamm fest. 
  4. Befestigen Sie die Papprohre mit 3 Stuhlwinkeln von oben an der Liegeflache. Klemmen Sie das Sisalseil dabei unter einem der Winkel fest.
  5. Bestreichen Sie die Röhre mit Weißleim und wickeln Sie das Seil darum. Achten Sie darauf, dass die Windungen dicht nebeneinanderliegen und nichts mehr von der Röhre zu sehen ist. Wenn Sie oben angekommen sind, schneiden Sie das Seil bis auf einen Rest von 20 Zentimetern ab. Lassen Sie es in die Röhre hängen.
  6. Überziehen Sie die erste Liegefläche mit Teppichboden, bevor Sie die zweite mit drei Stuhlwinkeln an der Röhre anbringen. Auch diese Fläche muss an den Hauptstamm anstoßen und daran mit einem Stuhlwinkel befestigt werden. Tipp: Der Boden lässt sich sehr gut mit doppelseitigem Klebeband fixieren.
  7. Schneiden Sie die Gabelung waagerecht ab und schrauben Sie die letzte Liegefläche mit einer langen Holzschraube von oben fest. Verstärken Sie die Befestigung von unten mit zwei Stuhlwinkeln.
  8. Wenn es möglich ist, schrauben Sie die Bodenplatte am Fußboden fest. Verbinden Sie den Baum mit Lochband mit der Decke. Dieses können sie mit einer dicken Schicht Sisalschnur tarnen. Wenn es der Standort zulässt, sollten Sie außerdem die obere Liegefläche mit einem Winkel an der Wand anbringen.
  9. Beziehen Sie die restlichen Flächen mit Teppichboden. Basteln Sie aus Resten der Schnur Spielzeuge für die Katze. Hängen sie Federbüschel und kleine Bälle als Anreiz für Ihre Samtpfoten an den Baum.

Der ideale Platz für den Baum

  • Viele Katzenbesitzer beklagen sich, weil die Katzen den Baum nicht nutzen, sondern weiter an Möbeln oder Wänden kratzen. Der Baum wird am besten akzeptiert, wenn Sie ihn dort aufstellen, wo die Katze normalerweise kratzt. Die Tiere entschieden selber, wo sie ihr Revier markieren. Daher sollte der Baum nahe bei einem bevorzugten Kratzplatz stehen. Eventuell müssen Sie dort zusätzlich ein Kratzbrett anbringen, damit die Katze die Tapete verschont.
  • Außerdem lieben die Tiere Abwechslung. Die Stämme und Liegeflächen können aus Naturholz, Spanplatten oder Muliplex bestehen. Wichtig ist eine abwechslungsreiche Gestaltung der Oberflächen. Ideal sind Liegeflächen die mit verschiedenen Arten von Teppichboden belegt sind. Stämme, die Sie mit Sisalseil umwickeln und ein Stück Naturstamm sind ideal. Ein Naturkratzbaum mit "Komfort", also weichen Liegeflächen ist den Tieren am liebsten.
  • Dekorieren Sie den Baum von Zeit zu Zeit mit neuen Spielzeugen und neuen Teppichen um. Das bringt Abwechslung in Ihre Wohnung und gefällt den Katzen.

Der beschriebene Katzenkratzbaum lässt sich leicht selber bauen und schmückt sogar Ihre Wohnung, wenn Sie die Teppichbödenbeläge Ihren Möbeln anpassen. Die Mischung aus Naturholz und Sisal gibt ihm eine wohnliche und rustikale Note.

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