Katzenbaum selber bauen

Ein selbstgebauter Katzenbaum erfüllt Katzenträume und Heimwerkerwünsche. Ein selbstgebauter Katzenbaum erfüllt Katzenträume und Heimwerkerwünsche.
Das Kratzen an einem Katzenbaum ist für Ihre Stubentiger so wichtig wie eine gesunde Ernährung und Freilauf. Abgesehen von der Krallenpflege stärkt es das Wohlbefinden und hilft Stress abzubauen. Ein Katzenbaum ist ein Muss, wenn Sie verhindern wollen, dass Ihre Möbel als Ersatz für die Kratzgelüste Ihrer Katzen herhalten müssen. Wenn Sie keinen kaufen möchten, lässt sich ein Katzenbaum auch selber bauen.
Melina Pfeffer
08.07.2010 Melina Pfeffer
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • runder Holzstamm (ca. 8-10cm Ø)
  • alternativ: kleiner Baumstamm
  • massive Bodenplatte (ca. 60cm x 60cm)
  • Seil aus Sisal
  • Holzleim
  • kleine Nägel/ Tackerklammern
  • lange Schrauben
  • Fellbezug
  • quadratische Holzbretter f. Liegeplätze
  • Um einen Katzenbaum zu bauen, brauchen Sie als erstes das Kernstück. Überlegen Sie sich, wo Sie den Baum hinstellen möchten und wie groß er werden soll. Für den klassischen Katzenbaum kaufen Sie im Baumarkt einen runden Holzstamm (etwa 8-10cm Durchmesser). Alternativ können Sie auch einen kleinen, verzweigten Baumstamm hernehmen. Hier lässt es sich noch besser klettern und spielen.
  • Für den besten Kletter- und Kratzspaß sollte der Baum mit Sisalseil umwickelt werden. Es ist besonders reiß- und scheuerfest und hält deshalb sehr lange. Sisalseil bekommen Sie im Baumarkt oder auch im Internet. Achten Sie aber darauf, dass es unbehandelt ist. Die Stärke sollte nicht weniger als 6mm betragen. Wie viel Sie davon benötigen, hängt von der Größe und Stärke Ihres Katzenbaums ab. (Beispiel: für 50cm Stamm, Durchmesser 8cm, Seildicke 8mm benötigen Sie circa 15m Seil.)
  • Streichen Sie den Stamm mit Holzleim ein und wickeln Sie das Sisalseil von unten nach oben sehr eng darum. Fixieren Sie Anfang und Ende mit kleinen Nägeln. In der Mitte dürfen keinesfalls Nägel oder Tackerklammer angebracht werden, da Ihre Katzen sich beim Kratzen und Klettern daran verletzen könnten. Ein Naturstamm muss nicht unbedingt überall mit Sisal umwickelt sein. Lassen Sie beispielsweise einfach einen Ast frei. Denn auch das mögen Katzen gerne.
  • Der Sockel muss unbedingt für einen stabilen Stand sorgen. Im Zweifel sollten Sie den Katzenbaum später zusätzlich sichern. Bestreichen Sie die Bodenplatte mit Holzleim und ziehen Sie den Fellbezug darüber. An der Unterseite kann der Stoff mit Tackerklammern fixiert werden. Schrauben Sie nun den Stamm mit langen Schrauben von unten an der Bodenplatte fest. Wenn Sie einen sehr großen Katzenbaum möchten oder er stark verzweigt ist, können Sie auch einen Betonsockel gießen (z.B. in einem Pflanzgefäß).
  • Als Abschluss schrauben Sie ein Holzbrett von oben auf den Stamm und beziehen Sie es anschließend mit Fell. Ein verzweigter Stamm eignet sich auch für Zwischenbretter, die Sie in der Astgabel anbringen können. Die Liegebretter können Sie auch zur Hängematte umfunktionieren. Sägen Sie dafür einfach in eines der Bretter (min. 1cm dick) vor dem Beziehen ein großes Loch. Sehr bequem.
  • Mit ein wenig Fantasie und Geschick lassen sich allerlei Aussichtsplätze und Höhlen bauen. Beispielsweise ein Zelt aus drei Brettern mit Sisaldach oder eine runde Höhle (beziehen Sie dafür einen alten Eimer, aus dem sie den Boden ausgeschnitten haben, mit Fell) und noch vieles mehr. Auch ein Katzenbaum mit mehreren Stämmen ist natürlich möglich. Schauen Sie sich am besten einmal verschiedene Katzenbäume an oder lassen Sie sich einfach von Ihren Katzen inspirieren – denn die wissen genau was Sie wollen...
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