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Katastrophenhelfer - Ausbildung absolvieren

Überschwemmungen, Erdbeben, Vulkanausbrüche- jährlich werden Dutzende von Gebieten der Erde von Naturkatastrophen heimgesucht, die ein Bild der vollkommenen Zerstörung und Hilflosigkeit hinterlassen. Weil die betroffenen Bevölkerungen sich meist nicht alleine aus ihrer Hilflosigkeit befreien können, werden weltweit Katastrophenhelfer ausgebildet, die zur Wiederaufbaushilfe in die betroffenen Gebiete geschickt werden können. Doch was muss ein Katastrophenhelfer eigentlich können und welche konkreten Ausbildungswege bieten sich an?

Welche Ausbildung ist nötig, um bei Überschwemmungen als Katastrophenhelfer ausgesandt zu werden?
Welche Ausbildung ist nötig, um bei Überschwemmungen als Katastrophenhelfer ausgesandt zu werden?

Von Beruf Katastrophenhelfer

  • Meist sind Katastrophenhelfer ehrenamtlich oder hauptamtlich Angestellte einer bestimmten Hilfsorganisation, die Einweisungen in den Gebieten Hochwasser-, Erdbeben und Seuchenhilfe erfahren haben. Mit der Zeit spezialisieren sich die Helfer generell auf eines der Gebiete, um am Ende wirklich effizient in konkreten Katastrophengebieten eingesetzt werden zu können. Weil ihr Einsatz eine vorausgegangene Katastrophe erfordert und sie nicht monatlich mit einer Aussendung rechnen können, arbeiten viele Helfer nur nebenberuflich in der Katastrophenhilfe und verdienen ihr Geld zum Teil in vollkommen anderen Branchen.
  • Die Tatsache, dass der Wiederaufbau eines Katastrophengebietes oft spezifisches Branchenwissen und -können erfordert, macht es sinnvoll, einen ordinären Ausbildungsberuf zu erlernen uns sich schließlich bei einer Hilfsorganisation wie der CARITAS oder der DIAKONIE als Katastrophenhelfer anzubieten. Nach einer eingehenden Katastrophenschulung kann auch ein ausgebildeter Ingenieur in der Katastrophenhilfe arbeiten - einen vorgefertigten Berufs- oder Ausbildungsweg zum Katastrophenhelfer gibt es im Grunde nicht.
  • Als Anforderungen für alle in der Katastrophenhilfe Tätige gelten vor allem fundierte Englisch- und wenn möglich Französischkenntnisse. Oft sind Kurssprache und gesprochene Sprache in den Einsatzgebieten Englisch oder Französisch, sodass Fremdsprachenmuffel einen absoluten Nachteil haben. Auch das Alter spielt in der Katastrophenhilfe eine große Rolle. Um Leistungsfähigkeit und Entscheidungsfähigkeit der Helfer sicherzustellen, stellen Hilfsorganisationen an Helfer die Altersanforderung von mindestens 25 und höchstens 65 Jahren. Daneben sollten Sie als Katastrophenhelfer auf jeden Fall psychische und physische Belastbarkeit mitbringen, um beim Anblick der Zerstörung vor Ort nicht sofort zusammenzubrechen und das Handtuch zu werfen.

Ausbildungsberufe auf dem Weg in die Katastrophenhilfe

  • Da in den einzelnen Ländern nicht einmal einheitliche Kurse zur Weiterbildung von Katastrophenhelfern angeboten werden, ist ein fester Ausbildungsweg verständlicherweise noch weniger gegeben. Der Beruf Katastrophenhelfer ist damit an sich kein Ausbildungsberuf, sodass sich eine Reihe von ordinären Ausbildungswegen anbieten, um am Ende als Helfer einsetzbar zu sein. Grundsätzlich kommen dabei speziell medizinische und technische Berufe für das Gebiet der Katastrophenhilfe infrage. Auch die Bundeswehr und die Hundeführerstaffel bereiten ihre Auszubildenden gut auf Einsätze in Katastrophengebieten vor, sodass diese meist bereits nach einer kurzen Wiederauffrischung durch die Hilfsorganisationen entsandt werden können.  
  • Weil Ärzte, Rettungssanitäter und Feuerwehrmänner eigentlich immer in Katastrophengebieten gebraucht werden, kann es sich genauso anbieten, sich in einer dieser Branchen ausbilden zu lassen. Wenn Sie die Ausbildung abgeschlossen haben, können Sie sich bei Hilfsorganisationen um einen Job bewerben und über die Möglichkeiten der Weiterbildung informieren. Als meist gesuchte technisch Ausgebildete in der Katastrophenhilfe gelten Ingenieure und Chemiker, die in erster Linie für Gebiete wie Wasserwiederaufbereitung benötigt werden. Hier können Sie sich durch Lehrgänge der UN und EU im technischen Hilfswerk ausbilden lassen, um sich danach an Hilfsorganisationen zu wenden.
  • Egal welchen Beruf Sie erlernt haben - Sie können auf jeden Fall durch Weiterbildungskurse von Hilfsorganisationen in den Katastrophenhelferberuf schnuppern und zumindest ehrenamtlich in diesem Gebiet tätig sein. Grundsätzlich ist es ohnehin der theoretische und praktische Vorbereitungskurs kurz vor einer Aussendung, der die wichtigste Voraussetzung und vor allem Prüfung für jeden zukünftigen Katastrophenhelfer ausmacht. Hier erkennen Sie schließlich, ob Sie sich überhaupt für den Helferberuf eignen und den Herausforderungen, die sie im Krisengebiet erwarten, gewachsen sind.

Letztendlich gilt es, sich als Katastrophenhelfer niemals zu überschätzen. Sie sollten auf jeden Fall auf Ihr Gefühl hören, und wenn Sie schon im Vorbereitungskurs bemerken, dass Sie dem Beruf psychisch nicht gewachsen sind, ist es ratsam, diese Erkenntnis frühzeitig anzumerken und aus dem Einsatz auszusteigen, um nicht noch mehr Schaden anzurichten als im betroffenen Gebiet eh schon gegeben ist. Fest steht, dass jeder Katastrophenhelfer wohl irgendwie ein Held ist - aber nur aus diesem Grund den Beruf ergreifen zu wollen, ist eindeutig der falsche Antrieb.  

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