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Kastenwagen ausbauen zum Wohnmobil - darauf sollten Sie achten

Wer einen Kastenwagen zum Wohnmobil ausbauen möchte, sollte einiges bei der Planung beachten. Versuchen Sie von Anfang an, Fehler zu vermeiden. Die folgenden Ratschläge helfen Ihnen dabei sicher weiter.

Bauen Sie den Kastenwagen mit System aus.
Bauen Sie den Kastenwagen mit System aus. © Gabi_Schoenemann / Pixelio

Planung des Ausbaus vom Kastenwagen

  • Überlegen Sie im Vorfeld genau, wie viel Komfort Sie wollen und mit welchen Risiken dieser verbunden sein könnte, denn bspw. Durchbrüche in der Karosserie des Kastenwagens für Kamine, Fenster, Luken und Schläuche beinhalten immer das Risiko, dass es später zu Rostschäden kommen kann. Auch dürfen Sie nicht einfach Teile der Karosserie entfernen. Skizzieren Sie Ihre Pläne und sprechen Sie mit einer Fachwerkstatt und eventuell dem TÜV, ob es Probleme bezüglich der Stabilität und einer späteren Abnahme Ihres umgebauten Kastenwagens kommen kann.
  • Je weniger Komfort Sie wünschen, umso einfacher und risikoloser ist das Ausbauen. Wenn Sie Ihre Ansprüche auf "Zeltniveau" herabsetzen, kommen Sie ganz ohne Durchbrüche aus. Gekocht wird auf der Wiese und fließendes Wasser gibt es nur aus dem Kanister. Mit mehr Aufwand beim Ausbauen können Sie aber auch eine funktionierende Küche, Dusche und Toilette in den Kastenwagen einbauen.
  • Für einen halbwegs komfortablen Ausbau brauchen Sie Ausschnitte in der Karosserie für Dachluken/Fenster, eine CEE-Eingangs-Steckdose, den Abgaskamin, eine Lüftungsöffnung für den Gaskasten, Öffnungen für den Befüllungsstutzen des Frischwasser-Einbautanks, eine für die Entleerungsleitung vom Frischwasser-Einbautank. Außerdem müssen Sie im Boden einen Durchlass für die Abwasserschläuche zum Unterflurtank einplanen..
  • Weitere Öffnungen können sich für Solaranschlusskabel, eine Bedienungsöffnung für die Kassettentoilette und einen Ablaufstutzen für das Sicherheitsventil vom Heißwasserboiler ergeben.
  • Selbst für "Zeltniveau" brauchen Sie einen geraden Boden. Legen Sie den gesamten Boden mit ca. 1 cm dicken Isomatten aus. Darauf kommt eine Multiplexplatte. Wenn Sie einen Vollausbau planen, sollten Sie die Bodenplatte ausreichend dimensionieren, damit Sie daran Möbel anschrauben können. Rechnen Sie mit ca. 10 cm Verlust in der Raumhöhe durch die Isolierung.
  • Denken Sie auch an eine gute Isolierung der Seitenwände und des Daches. Hier für sind Polyethylenschaum-Platten besser geeignet als Mineralwolle, weil das ständige Rütteln während der Fahrt dazu führen kann, dass sich die Wolle absetzt. Über die Isolierung setzen Sie am besten Sperrholzplatten, die Sie in Bereichen, in denen Möbel angeschraubt werden verstärken sollten. Rechnen Sie in der Breite mit einem Verlust von ca. 6 -10 cm.
  • Denken Sie bei der Planung der Möbel daran, dass der notwendige Aufbau des Bodens und der Wände den Innenraum verkleinert. Zeichen Sie nun einen Plan, wo welche Möbel, Tank, Schläuche etc. eingebaut werden sollen. Fragen Sie im Zweifel beim Fachmann.

Den Campingwagen ausbauen

  • Sie brauchen hochwertige Werkzeuge, um die notwenigen Schnitte in der Karosserie des Kastenwagens zu machen. Mit der Stichsäge wird es eine ziemliche Quälerei, auch besteht immer die Gefahr, dass ein falscher Schnitt große Probleme nach sich zieht. Lassen Sie größere Luken oder Fenster in einem Fachbetrieb einbauen. Kleinere Löcher für Schläuche können Sie selber machen.
  • Verlegen Sie dann die notwendigen Leitungen. Halten Sie sich dabei an die Sicherheitsvorschriften. Fragen Sie beim Fachmann, wenn Sie etwas nicht wissen oder hinbekommen. Improvisieren Sie auf keinen Fall mit der Gasleitung. Sicherheit geht vor, auch wenn Sie den Wagen selber ausbauen.
  • Bringen Sie dann die Isolierungen an, den Holzboden und die Wände. 
  • Messen Sie nun noch einmal alles aus, bevor Sie die Möbel im Detail planen und bauen.

Wenn Sie dann die Tanks anschließen, sind Sie mit dem Ausbauen des Kastenwagens fertig.

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