Alle Kategorien
Suche

Kassenarten im Gesundheitswesen

Die Gesetzliche Krankenversicherung besteht aus einer Gruppe gesetzlicher Krankenkassen. Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenen Kassenarten. Diese Kassen müssen sich bei ihrer Tätigkeit nach den Vorgaben des Sozialgesetzbuches richten.

Kassenpatienten zahlen bei jeder Krankenkasse den gleichen Beitragssatz.
Kassenpatienten zahlen bei jeder Krankenkasse den gleichen Beitragssatz.

Die Gesetzliche Krankenversicherung ist in Kassenarten gegliedert. Ihre ursprüngliche Bedeutung hat dieses System allerdings verloren. Denn Krankenkassen können unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer Kassenart fusionieren.

Kassenarten - Ersatzkassen mit den meisten Versicherten

Lange Jahre gibt es für gesetzlich Krankenversicherte keine Wahlfreiheit bezüglich einer Krankenkasse. Örtliche und persönliche Kriterien entscheiden, welchen Kassenarten sie zugeordnet werden.

  • Zum System der Kassenarten gehören AOK (Allgemeine Ortskrankenkassen), BKK (Betriebskrankenkassen), IKK (Innungskrankenkassen) und Ersatzkassen. Dazu zählen auch die Träger der Krankenversicherung, zum einen für Land- und Forstwirte die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau und zum anderen für Beschäftigte im Bergbau die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See.
  • Etwa 70 Millionen Einwohner Deutschlands sind Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung, 9 Millionen in der privaten Krankenversicherung. Die sechs Ersatzkassen haben gemeinsam rund 26 Millionen Mitglieder und einen Marktanteil von über 37 Prozent. Damit bilden sie die größte Kassenart. Es folgen die AOK mit rund 35 Prozent Marktanteil (07/2013).

Freie Kassenwahl bestimmt künftig Zuständigkeit

Der Zuständigkeitsbereich jeder Krankenkasse ist in ihrer Satzung geregelt. Der Gesetzgeber erlaubt eine bundesweite Aufnahme und Betreuung von pflichtversicherten und freiwilligen Mitgliedern.

  • Ortskrankenkassen sind für ein oder mehrere Bundesländer zuständig. Die Zuständigkeit von Betriebskrankenkassen erstreckt sich auf einen oder mehrere Betriebe bestimmter Arbeitgeber.
  • Für Handwerksbetriebe, die einer Innung angehören, sind Innungskrankenkassen errichtet. Betriebs- oder Innungskrankenkassen haben die Möglichkeit, ihre Zuständigkeit entsprechend ihrer Satzung auszudehnen. Daher werden alle Bundesländer einbezogen, in denen zugehörige Betriebe ihren Sitz haben.
  • Ersatzkassen sowie die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau und die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See sind im gesamten Bundesgebiet zuständig.
  • Mittlerweile kann jeder selbst seine Gesetzliche Krankenkasse bestimmen. Er muss nicht mehr direkt einer bestimmten Berufsgruppe angehören oder in einer Region arbeiten und leben.

Im Allgemeinen haben die großen Ersatz- und Ortskrankenkassen ihren Mitgliedern bei gleichen Beiträgen etwas bessere Serviceleistungen zu bieten. Ein Vorteil ist sicherlich ein deutschlandweites Filialnetz. Das Leistungspaket kann trotz gleicher Beiträge sehr unterschiedlich ausfallen.

Teilen: