Karpfenarten - so gelingt die Besetzung Ihres Gartenteiches mit Fischen

Schön, aber teuer: Koi-Karpfen Schön, aber teuer: Koi-Karpfen
Nicht alle Karpfenarten sind für den Gartenteich geeignet, bei manchen ist der Pflegeaufwand hoch. Oft ist es besser, sich für andere Fische zu entscheiden
Erika Rieger
02.02.2012 Erika Rieger
Themen der Anleitung Fische Garten Gartenteich Karpfenarten
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Möchten Sie in Ihrem Gartenteich Karpfen ansiedeln, sollten Sie bedenken, dass alle Karpfenarten den Teichboden auf der Suche nach Nahrung stark aufwühlen. Das Teichwasser ist dadurch selten klar, sondern immer etwas trübe. Hinzu kommt, dass die meisten Karpfenarten mit der Zeit zu groß werden und nach zwei bis drei Jahren entweder geschlachtet oder in ein anderes Gewässer umgesetzt werden müssen. Einige wenige Karpfenarten sind aber auch für eine langfristige Besetzung in einem Gartenteich geeignet. Dafür sollte der Teich jedoch groß und tief genug sein.

Karpfenarten für den Gartenteich

  • Koi- oder Farbkarpfen sind in der Anschaffung nicht ganz billig. Der Preis hängt von der Färbung und Züchter ab, Sie können Tiere ab 30 Euro erwerben, Liebhaber geben auch vierstellige Summen für einen Koi aus. Der Teich sollte nicht nur genug Fläche haben, sondern auch eine Mindesttiefe von einem Meter, besser 1,50 Meter.
  • Der Teich sollte eine reiche Bepflanzung aufweisen, damit der Koi genug Nahrung findet. Darüber hinaus wird er mit im Handel erhältlichen Fischfutter gefüttert. Um einer extremen Wassertrübung vorzubeugen, sollten Sie den Teichboden und auch die Pflanzkörbe mit einer Lage Kies versehen. Kois werden nicht einzeln gehalten, sondern in der Gruppe. Sollten Sie sich für Kois entscheiden, sollten es mindestens drei bis fünf Fische sein
  • Elritzen gehören ebenfalls zu den Karpfenfischen. Aufgrund ihrer geringen Größe können Sie auch im Gartenteich gehalten werden. Die kleinen Karpfen erreichen eine maximale Länge von zehn Zentimetern. Sie sollten als Schwarmfisch in Gruppen von mindestens sieben bis zehn Fischen gehalten werden. Elritzen vertilgen Lebendfutter, zum Beispiel Insekten von der Wasseroberfläche, akzeptieren aber auch Fischfutter. Wichtig ist, dass Ihr Teich gut belüftet ist, weil die Fische viel Sauerstoff benötigen.

Alternativen zu Karpfen

Außer Karpfen bieten sich eine Reihe weiterer Fischarten für den Gartenteich an. Dazu gehören:

  • Goldfische werden in kleinen Gruppen gehalten, die Wassertiefe sollten mindestens einen Meter betragen, besser mehr. Die Fische vertragen sich mit anderen Fischarten, sodass Sie sich nicht auf eine Art beschränken müssen.
  • Bitterlinge sind recht anspruchslose Schwarmfische, die bis zu zehn Zentimeter lang werden. Möchten Sie Bitterlinge in Ihrem Teich ansiedeln, müssen Sie auch Teichmuscheln dazu setzen, da die Weibchen ihre Eier darin ablegen und diese dort von den Männchen befruchtet werden
  • Moderlieschen sind ebenfalls Schwarmfische, die sich überwiegend am Grund des Teichs aufhalten und sich dort von Algen, Larven und Mücken ernähren. Moderlieschen sind für einen dichten Pflanzenbestand, viele Steine und natürlich genug Artgenossen dankbar.

Wichtig für die Haltung von Fischen im Teich ist die richtige Wassertiefe, genug Pflanzen und eine leistungsstarke Teichpumpe, die das Wasser mit genug Sauerstoff versorgt. Karpfenarten sind etwas pflegeaufwendiger, der Kauf sollte also gut überlegt sein.

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