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Kann Sand brennen? - Experimente

Die Frage, ob Sand brennen kann, können Sie auf verschiedene Arten beantworten. Es gibt einen chemischen, einen auf Erfahrung beruhenden und einen experimentellen Ansatz. So gehen Sie mit System vor:

Blasen Sie einige Sandkörner in eine Flamme.
Blasen Sie einige Sandkörner in eine Flamme.

Was Sie benötigen:

  • Elektroden
  • Sehr hohe Ströme

Möglichkeiten herauszufinden, ob Sand brennt

  • Sand ist seit Jahrtausenden ein Löschmittel. Dabei haben die Menschen nie beobachten können, dass die Verwendung von Sand dazu geführt hätte, dass sich Feuer verschlimmert hätte, als Sand zum Löschen darauf geschüttet wurde.
  • Sand und Steine dienen auch dazu, Lagerfeuer zu umranden, damit brennendes Holz nichts in der Umgebung anzünden kann. Auch hier gibt es keine Berichte, die einen Anhaltspunkt geben, dass Sand brennen könnte.
  • Die Brennbarkeit von Stoffen steigt je feiner verteilt diese sind. So kann zum Beispiel Eisen brennen, wenn es als feine Späne oder als Wolle vorliegt. Stahlwolle können Sie mit einem Streichholz anzünden. Demnach können Sie die Brennbarkeit von Sand am einfachsten testen, indem die diesen fein verteilt in eine Flamme blasen. Sie werden dabei feststellen, dass er nicht brennt.
  • Sand ist chemisch gesehen Siliziumoxid, also könnte man sagen, dass er verbranntes Silizium ist. Etwas das schon verbrannt ist, wird in der Regel nicht mehr brennen können. Beispiel: Kohlenstoff kann brennen, Kohlendioxid ist verbrannter Kohlenstoff und brennt nicht. Auch dieser Stoff wird als Löschmittel verwendet.

So kann er doch brennen

  • Interessanterweise haben Untersuchungen zum Thema Kugelblitz dazu geführt, das Sand unter bestimmten Bedingungen brennen könnte. In der Theorie zu dem Phänomen Kugelblitz geht man davon aus, dass ein Blitzschlag, also eine hohe Spanung, dazu führt, dass das Siliziumoxid in Silizium und Sauerstoff gespalten wird. Dieses sehr heiße Silizium kann durch einen Funken leicht brennen.
  • Die brasilianischen Wissenschaftler Antônio Pavão und Gerson Paiva haben im Labor den Nachweis erbracht, dass dies möglich ist. Das Experiment ist aber im Heimlabor schwer nachzuvollziehen. Auch haben die Forscher für das Experiment keinen Sand, sondern Silizium Wafer genommen.
  • In der Theorie sieht der Versuchsaufbau so aus, dass Sie eine winzige Menge Sand durch einen künstlichen Blitz blitzartig verdampfen. Dabei sollte eine Wolke aus Siliziumgas entstehen, also das Siliziumoxid sich aufspalten. Die Forscher haben aber - wie erwähnt - reines Silizium verdampft.
  • Wenn Sie diese Wolke haben, wird diese sich an den elektrischen Funken entzünden. Aber genau genommen brennt dort kein Sand, der ja auch Siliziumoxid besteht, sondern reines Silizium.
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