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Kann man Eicheln essen? - Wissenswertes zu Eicheln und ihren Früchten

Es gehört zur Lieblingsbeschäftigung von Kindern, Eicheln im Wald zu sammeln. Sehen sie nicht witzig aus mit ihren kleinen Hütchen? Aber vielleicht möchten Sie etwas mehr über die Eiche und ihre Früchte erfahren, zum Beispiel ob man die Eicheln essen kann. Lassen Sie sich inspirieren

Die Früchte der Eiche sind roh nicht genießbar.
Die Früchte der Eiche sind roh nicht genießbar.

Alles rund um die Eiche

  • Die Eiche ist ein Laubbaum und gehört zu der Familie der Buchengewächse. Ihre Blätter sind dünn, ledrig oder unregelmäßig gelappt. Sie können entweder glatt oder gezahnt sein.
  • Die Eiche gehört zu den Bäumen, die verzweigt ordentlich in die Breite wachsen. Sie erreichen unter Umständen ein stolzes Alter. Die älteste Eiche Deutschlands ist bereits 1500 Jahre alt.
  •  9% des Waldbestandes bleibt der Laubbaumgattung vorbehalten. Aber die Eichen gab es schon viel früher. Fossilien weisen darauf hin, dass diese bereits vor 12 Millionen Jahren existierten. 
  • Die Eichen wachsen unter anderem in Nordamerika, Zentralamerika, Kolumbien, Nordafrika, Mexiko und Europa.
  • Sie beherbergen viele Insektenarten und dienen als Nahrungsquelle für Raupen und Schmetterlinge.
  • Das Kernholz der Eiche verfügt über eine hohe Verrottungsbeständigkeit und findet bei Tischplatten und Böden eine  wertvolle Verwendung. Es eignet sich aber auch hervorragend für Treppen und Außentüren. Historisch gesehen, spielte die Eiche für den Schiffsbau eine sehr wichtige Rolle.

Eicheln kann man roh nicht essen

  • Die Früchte der Eiche sind höchstens 3 cm groß und haben eine ovale Form. Von ihrer Farbe her variieren sie vom hellen bis zum dunkleren Farbton. Die Früchte wachsen aus kleinen Schälchen heraus, die für Kinder wie Hütchen aussehen.
  • Im Herbst fallen die Früchte von den Bäumen und sind der gefundene Wintervorrat für Eichhörnchen und Wühlmäuse.
  • Nun kommt die Frage aller Fragen: Kann man die Eicheln essen? Zweifellos sind diese Früchte reich an Kohlenhydraten und Proteinen. Früher, wenn Knappheit an Nahrungsmitteln geherrscht hat, hat man die Eicheln zunächst geschält, gekocht und dann zerstoßen. Dann hat man sie mehrere Tage lang gewässert, um sie von Gerbstoffen zu befreien. Bis ins frühere Mittealter galten die Eicheln in Mitteleuropa als Grundnahrungsmittel. Man konnte sie also essen.  
  • Heute könnte man die Eicheln nur dann essen, wenn man sie eben ganz lange kocht und immer wieder das Kochwasser wechselt. Der Gerbstoffgehalt soll dadurch weniger werden. Es ist aber nicht bekannt, wie lange die Eicheln wirklich kochen müssen und ab welchem Zeitpunkt die Gerbstoffe nicht mehr gefährlich sind. In diesem Fall sollten Sie einen Spezialisten konsultieren. Roh darf man die Eicheln niemals essen, denn die darin enthaltenen Gerbstoffe sind giftig. Sie können Magenschleimhautentzündung, Durchfälle und Erbrechen verursachen. 
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