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Kann man Diesel anschieben? - So bringen Sie ihn wieder zum Laufen

Es sollte nicht passieren, dass die Batterie total entladen ist. Dann haben Sie nämlich keine andere Chance, als anschieben oder ziehen zu lassen, wenn kein Helfer Strom liefert. Aber kann man denn das bei einem Diesel?

Batteriepflege schützt vor bösen Überraschungen.
Batteriepflege schützt vor bösen Überraschungen.

Was Sie benötigen:

  • Helfer

Kann man einen modernen Diesel anschieben?

  • Bei älteren Motoren oder wirklichen Oldie-Diesel-Motoren, die noch von Hand vorgeglüht werden mussten, ist Anschieben kein Problem. Diese Technik kam ohne Partikelfilter oder Automatik-Getriebe aus. Moderne Diesel sind da empfindlicher, haben aber auch ein besseres Startverhalten. Ob Ihr Motor eine solche Tortur schadlos überstehen kann, sollten Sie vorher klären.
  • Ist nur der Anlasser defekt und steht noch ausreichend Strom für die Glühanlage zur Verfügung, werden Sie mit wenig Mühe Ihren Motor wieder zum Laufen bringen. Schwierig wird die Sache, wenn gar keine Energie mehr vorhanden ist. Dann ist auf jeden Fall zu empfehlen, dass Sie sich Unterstützung mittels eines Helfers mit Starthilfekabel holen. Mit einem Automatikgetriebe haben Sie sicher nur diese eine Möglichkeit.
  • Besonders bei sehr tiefen Temperaturen erreicht ein Diesel schwer die erforderlichen Zündtemperaturen, wenn ihm keine Glühkerzen helfen. Dann kann es sein, dass Sie eine Strecke von mehreren 100 m benötigen, bevor der Motor anspringt. Der dabei eingespritzte, unverbrannte Kraftstoff kann teilweise in das Abgassystem gelangen. Erkundigen Sie sich in der Werkstatt, welche Folgen das für Ihr Fahrzeug hat.

So können Sie einen Diesel anschieben

  • Hat Ihr Fahrzeug eine manuelle Vorglüheinrichtung, schalten Sie diese immer ein, bevor das Anschieben beginnt. Bei Kälte machen Sie das mehrere Male, wenn der Motor nach einigen Metern nicht läuft. Neuere Diesel springen auch ohne Vorglühen relativ gut an. Geben Sie während des Schiebens kein Vollgas, um die Einspritzmenge nicht unnötig zu erhöhen.
  • Stirbt der Motor nach wenigen Takten wieder ab, ist das kein Zeichen für einen Defekt. Wiederholen Sie die Prozedur einfach, ein Erfolg ist dann sicher. Legen Sie keinen zu kleinen Gang ein, ein Diesel setzt dem Kolben bei jeder Umdrehung einen großen Widerstand entgegen. Die Anschieber haben es dann schwer, das Fahrzeug zu bewegen.
  • Geht es bergab, kann man den 2. Gang wählen, bei anderen Verhältnissen ist evtl. der 3. Gang besser. Höhere Gänge scheiden aus, weil dann die Drehzahl zu niedrig bleibt und der 1. Gang scheidet auch aus, weil man damit viel zu schwer zu schieben hätte.
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