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Kann ich mir eine Eigentumswohnung leisten? - Entscheidungsanleitung

Die Antwort auf die Frage "Kann ich mir eine Eigentumswohnung leisten?" hängt von drei Faktoren ab. Der Kaufpreis, die vorhandenen Eigenmittel und die zu finanzierenden Restsumme bestimmen die monatlichen Belastungen.

Kalkulieren Sie den Immobilienerwerb gründlich.
Kalkulieren Sie den Immobilienerwerb gründlich.

Manchmal sind Eigentumswohnungen preiswerter als Mietwohnungen

  • Immobilien als Anlagen in Substanzwerte haben schon immer Gewicht. Eine entschuldete selbstgenutzte Immobilie als Altersversorgung ist nicht zu verachten.
  • Anhand Ihrer vorhandenen Eigenmittel können Sie schon einmal eine grobe Kalkulation vornehmen, wie hoch der Kaufpreis einer Eigentumswohnung maximal sein darf. Für eine solide Finanzierung beträgt das Eigenkapital mindestens zehn Prozent, mindestens! Vergessen Sie nicht, dass Erwerbsnebenkosten anfallen. Diese variieren von Bundesland zu Bundesland, da die Maklercourtage nicht überall vom Käufer alleine getragen wird und auch keine einheitliche Obergrenze hat. 
  • Als Eigenkapital gelten auch Bausparverträge und bestehende Lebensversicherungen. Die Lebensversicherungen werden zwar nicht in die Finanzierung der Eigentumswohnung eingebracht, sind aber pfändbare Sicherheiten für die Bank.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber über ein zinsgünstiges Arbeitgeber-Darlehen. Für die Bank ist es ein Eigenkapitalersatz, für Ihren Arbeitgeber ein Signal, dass Sie nicht planen das Unternehmen zu verlassen. 

Bei niedrigen Zinsen eigene Immobilie leisten

  • Nachdem Sie Ihr Eigenkapital ermittelt haben und ungefähr wissen, was Ihre ideale Eigentumswohnung kosten darf, ermitteln Sie die monatliche Belastung für Zinsen und Tilgung. Ein Hypothekenvergleichsrechner zeigt Ihnen mit wenigen Eingaben, welches Angebot das Beste ist. Eine Übersicht über aktuelle Zinsen finden Sie beispielsweise bei Baufinanzierungsvergleich24.
  • Berücksichtigen Sie beim Kauf auch, dass Sie eventuell eine neue Küche benötigen. Hier ist schnell eine fünfstellige Summe erreicht.
  • Für die Entscheidung sollten Sie auch einen Blick in die Hausgeldabrechnung werfen. Das Hausgeld entspricht den Mietnebenkosten. Wenn Hausgeld und Zinsaufwand in etwa der Warmmiete Ihrer Wohnung entsprechen und ein solides Eigenkapital eingebracht werden kann, steht dem Erwerb einer Eigentumswohnung nichts mehr im Wege.
  • Wichtig ist vor der Entscheidung ein Blick in die letzten Protokolle der Eigentümerversammlungen. Daraus geht hervor, ob in nächster Zeit größere bauliche Veränderungen geplant sind, die einer Sonderumlage bedürfen. Diese Protokolle erhalten Sie vom Verkäufer Ihrer Wunschimmobilie. 
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