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Kaninchen kastrieren lassen - das sollten Sie beachten

Um Kaninchen artgerecht zu halten, ist das Kastrieren manchmal unumgänglich. So lässt sich bei der Pärchenhaltung Nachwuchs verhindern, Männchen vertragen sich untereinander besser und auch Kaninchenweibchen verhilft diese Operation unter Umständen zu mehr Lebensqualität.

Eine Kaninchenkastration ist heutzutage Routine.
Eine Kaninchenkastration ist heutzutage Routine.

Wichtiges zum Kastrieren von Kaninchen

  • Die Kastration ist vor allem bei männlichen Kaninchen üblich, da es sonst kaum möglich ist, diese artgerecht zu halten. Kaninchen sollten niemals allein gehalten werden. Bei der Pärchenhaltung bleibt jedoch der Nachwuchs nicht aus und eine Vergesellschaftung mit anderen unkastrierten Männchen kann schwierig bis unmöglich sein.
  • Erwachsene Kaninchenmännchen können Sie jederzeit kastrieren lassen, sofern sie gesund sind. Bei Jungtieren ist eine Frühkastration ab der 8. Woche möglich. Diese hat den Vorteil, dass die männlichen Jungtiere noch nicht geschlechtsreif sind und die ganze Zeit mit Mutter und Geschwistern zusammenbleiben können, ohne dass es unerwünschten Nachwuchs gibt.
  • Inzwischen werden häufig auch die Weibchen kastriert. Das ist vor allem dann eine Überlegung wert, wenn diese aggressives Verhalten zeigen. Das kann ein Hinweis auf Schmerzen sein, die durch Eierstockzysten u. Ä. verursacht werden.
  • Wählen Sie Ihren Tierarzt sorgfältig aus. Die Kastration von Kaninchenmännchen ist heutzutage für die meisten Tierärzte ein Routineeingriff. Tierärzte im städtischen Bereich haben aber häufig mehr Erfahrung als Ärzte, die größtenteils Pferde und Rinder behandeln.

OP-Nachsorge bei erfolgter Kastration

  • Wenn Sie mit Ihrem Kaninchen nach dem Kastrieren nach Hause fahren, ist es wichtig, es warm zu halten. Durch die Narkose ist der Kreislauf noch geschwächt und es kühlt schneller aus. Ein Handtuch und eine Wärmflasche helfen dabei.
  • Zu Hause sollte ein Käfig bereitstehen, in dem das Kaninchen zunächst von seinen Artgenossen getrennt ist. Diesen legen Sie mit Zeitungspapier oder mit einem Bettbezug aus. Das verhindert ein Verkleben der Wunde durch die sonst benutzte Einstreu. Hängen Sie den Käfig zur Hälfte mit einem Handtuch oder Ähnlichem ab, damit es mehr Ruhe hat, und versorgen Sie es wie gewohnt mit Wasser, Heu und Futter.
  • Nach ca. einer Woche können Sie Ihr Kaninchen wieder auf normaler Einstreu halten, wenn es nach der Operation zu keiner Nachblutung gekommen ist.
  • Wenn es sich um eine Frühkastration gehandelt hat, kann Ihr Kaninchen nun wieder zu seinen Artgenossen. Erwachsene Männchen sollten frühestens nach zwei Wochen mit Weibchen zusammengesetzt werden. Häufig wird sogar dazu geraten, vier bis sechs Wochen abzuwarten. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass es nach zwei Wochen nicht mehr zu Nachwuchs kommt.
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