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Kalkschutzanlage - das wird darunter verstanden

Wasser ist nicht gleich Wasser. Die unterschiedlichen Eigenschaften dieser lebenswichtigen Ressource bestehen hauptsächlich im Grad der im Wasser gelösten mineralischen Bestandteile sowie des Säuregrades des Wassers. Diese Eigenschaften der Wasserqualität hängen hauptsächlich von der regionalen Herkunft des kühlen Nass ab. Je höher der im Wasser mineralisch gelöste Anteil von Kalk ist, desto schädigender ist dies für unser häusliches Wasserleitungssystem sowie für einige Bereiche unserer Haustechnik. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom Härtegrad (dh) des Wassers. Dies kann dann auch recht teuer werden. Doch gibt es Kalkschutzanlagen, welche einen solchen Verlauf effektiv bekämpfen.

Kalkschäden durch zu hartes Wasser.
Kalkschäden durch zu hartes Wasser. © Günter_Havlena / Pixelio

Kalkschutzanlage - welche Vorteile bringt diese?

  • Kalkhaltiges Wasser hat auf die Gesundheit des Menschen zwar keine schädigende Wirkung. Ganz im Gegenteil stärkt der im Wasser gelöste Kalk (Kalzium) den Knochenbau des menschlichen Skeletts.
  • Als Nachteil ist hingegen anzusehen, dass der Geschmack von aromatisierten Heißgetränken durch kalkhaltiges Wasser gedämpft wird. Darüber hinaus benötigen Sie beim Waschen der Wäsche einen größeren Anteil von Waschmittel und Waschmittelzusätzen.
  • Das kalkbelastete Wasser hinterlässt mineralische Kalkablagerungen, welche sich an den Stellen festsetzen, die dem Durchfluss von kalkhaltigem Leitungswasser besonders intensiv ausgesetzt sind. Zu einem besonderen Problem entwickelt sich das Ganze dann, wenn das kalkhaltige Leitungswasser zudem noch erhitzt wird. Dies verstärkt die damit im Zusammenhang stehenden Kalkablagerungen um ein Vielfaches.
  • Dieses Phänomen kennen wir bereits schon von Kaffeemaschinen und Wasserkochern, welche in einem Haushalt ohne Kalkschutzanlage betrieben werden. Nach einiger Zeit müssen diese Geräte schließlich entkalkt werden, um deren Funktionsfähigkeit sicherzustellen. Betreibt man beispielsweise ein Dampfbügeleisen mit kalkhaltigem Leitungswasser, so hat man an dem Gerät sicher nicht allzu lange Freude, denn dies fällt dann ziemlich schnell der totalen Verkalkung zum Opfer. Wie schnell dieser Prozess fortschreitet, hängt in diesem Zusammenhang sehr stark vom Kalkanteil des betreffenden Nutzwassers ab.
  • Ähnlich wie bei den zuvor bereits genannten Geräten ergeht es so auch allen anderen technischen Gerätschaften, welche mit der Erhitzung von kalkhaltigem Leitungswasser in Verbindung stehen. Dabei handelt es sich allem voran um das Heizungssystem vieler Häuser und hier speziell das heißwasserführende Leitungssystem sowie die Heißwasser-Speichersysteme. Je höher der Kalkgehalt des Leitungswassers ist, desto schneller kommt es zum Schaden durch extreme Verkalkung, welche den Wärmeaustausch zwischen Wärmetauscher und Wasser einschränkt oder ganz und gar verhindert.
  • Dies bedeutet, dass bereits im Verlauf der Entstehung durch die Verkalkung der Wärmebrücken (Wärmetauscher usw.) ein enormer Energieverlust erfolgt. Dieser hat schließlich zur Folge, dass mehr Heizenergie aufgebracht werden muss, um genügend Wärme durch die massive Kalkschicht hindurchzubringen. Alleine hierdurch entstehen zusätzliche Kosten, welche schließlich ihren finalen Höhepunkt im schadhaften Ausfall des betreffenden Gerätes nehmen.

 Die Kalkschutzanlage und ihre Installation

  • Mit dem Einbau einer Kalkschutzanlage lösen sich auf einen Schlag viele Probleme. Hierbei handelt es sich um ein Gerät, welches in der Lage ist, mit einem minimalen Stromverbrauch dem Kalk im Wasser die Grundlage zu entziehen sich an Leitungen und Wärmetauschern festzusetzen.
  • Damit ist eine Verkalkung fortan Schnee von gestern. Der Kalk wird durch die Kalkschutzanlage in einen sandähnlichen Zustand versetzt und kann so ganz bequem als Schlemme entsorgt werden. Sie sparen so Energie- und Reparaturkosten. Darüber hinaus kommen Sie so in den Genuss der weiteren sowie eingangs bereits erwähnten Annehmlichkeiten.
  • Bei der Installation der Kalkschutzanlage muss darauf geachtet werden, dass das Gerät in das Hauptwasserrohr eingeführt und dort mittels mitgelieferter Haltevorrichtung eingeklinkt wird. Der Einbau der Kalkschutzanlage sollte direkt am häuslichen Hauptwassereingang erfolgen.
  • In dieser Position, noch vor der ersten Verteilerstelle des Leitungswassers, wird schließlich sichergestellt, dass nun im ganzen Haus entkalktes (weiches Wasser) zur Verfügung steht. Mit dieser Technik ist ein Einsatz von Chemikalien und anderen Filtersystemen von nun an unnötig.

Der Einsatz einer Kalkschutzanlage ist überall dort sinnvoll, wo sogenanntes „hartes Leitungswasser“ in das örtliche Leitungsnetz eingespeist wird. Die verhältnismäßig überschaubaren Kosten und der geringe Aufwand beim Nachrüsten führen dem gegenüber einen extrem großen Nutzen mit sich.

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