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Kaktus umtopfen

Kaktus umtopfen - so gelingt es2:17
Video von Lars Schmidt2:17

Einen Kaktus umtopfen - ein spitzes Problem? Das stachelige Gewächs lässt sich mit den richtigen "Werkzeugen" problemlos umpflanzen.

Richtigen Zeitpunkt zum Umtopfen wählen

Wenn Sie Ihrem Kaktus von Zeit zu Zeit einen größeren Topf und neue Erde geben, dankt er es Ihnen mit einem gesunden Wachstum und vielleicht mit einer schönen Blüte. Auch neu gekaufte Pflanzen sitzen oftmals in viel zu engen Gefäßen und verbrauchten Substraten.

Je nachdem, wie alt Ihr Kaktus ist und wie sein Wachstum verläuft, sollten Sie ihn alle ein bis drei Jahre umtopfen. Die optimale Zeit für alle Kakteenarten ist in den Monaten März bis Mai, also nach dem Winter. Meistens ist dann der alte Topf zu klein geworden und die Pflanze wird bei Ihrer weiteren Entwicklung einschränkt.

Geeignetes Substrat für Kakteen herstellen

In seiner Heimat wächst der Kaktus unter besonderen Bedingungen und auch in einem speziellen Boden.

  • Setzen Sie den Kaktus nicht einfach in normale Blumenerde.
  • Kaufen Sie in einem Gartenfachmarkt spezielle Kakteenerde. In dieser fühlen sich auch Sukkulenten wohl.
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    © Dr. Hannelore Dittmar-Ilgen
  • Ein eigenes Substrat mischen Sie aus trockenem Humus, Lehm, Sand und Torf.
  • Humus ist der Hauptbestandteil der Mischung.
  • Der Sand sollte grobkörnig sein.
  • Wählen Sie zum Beispiel Quarzsand, der nicht staubt.
  • Auch etwas Blähton kann unter die Kaktuserde.
  • Der Aufwand lohnt sich jedoch nur, wenn eine größere Menge umgetopft werden soll.

Passenden Topf für das Gewächs aussuchen

  • Tontöpfe sind atmungsaktiv und schwer, also für hohe oder schwere Kakteen geeignet.
  • Ein Kunststofftopf ist wasserundurchlässig, sie müssen sehr selten gießen.
  • Der neue Topf sollte ein Drittel größer bis doppelt so groß sein wie der bisherige, damit Ihre Pflanze ausreichend Platz hat.
  • Bei hohen beziehungsweise schweren Kakteen sollten Sie auf jeden Fall einen schweren Topf wählen.
  • Dekorativ arrangieren Sie Ihre Kakteen, wenn Sie diese gruppenweise in Schalen oder rechteckige Pflanzgefäße setzen.
  • Hierbei haben Sie auch die Möglichkeit, weitere Elemente wie zum Beispiel Steine als Dekoration unterzubringen.

So topfen Sie den Kaktus um

Achten Sie vor dem Umtopfen darauf, dass die Erde durchgetrocknet ist. So lässt sich das Gewächs problemlos aus dem Topf lösen. Wurzelverletzungen sind anfällig für Krankheitserreger.

  1. Das richtige "Werkzeug" wählen. Egal, ob große oder kleine Stacheln: Umwickeln Sie den Kaktuskörper vor dem Umzug wahlweise mit Schaumstoff, dicken Lagen von Zeitung, Stoff oder Küchenpapier. Im Handel gibt es spezielle Zangen für Kakteen zu kaufen, eine Grillzange tut es jedoch auch, wenn Sie diese vorsichtig handhaben.
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    © Dr. Hannelore Dittmar-Ilgen
  2. Hände schützen. Trotz aller Vorsorge sollten Sie auch Ihre Hände mit robusten Bauhandschuhen schützen. Alternativ wählen Sie Rose- oder feste Lederhandschuhe aus.
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    © Dr. Hannelore Dittmar-Ilgen
  3. Umpflanzen vorbereiten. Heben Sie den Kaktus vorsichtig aus dem Topf und lösen Sie die alte Erde aus dem Wurzelballen. Ein Holzspieß kann dabei gute Dienste leisten.
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    © Dr. Hannelore Dittmar-Ilgen
  4. Drainage herstellen. Füllen Sie in den unteren Teil des neuen Topfes zuerst eine Drainageschicht. Diese kann aus zerbrochenen Tonscherben (alter Blumentopf), Kies oder auch kleinen Blähtonteilen bestehen. Die Schicht verhindert Staunässe. 
  5. Kaktus in Substrat umtopfen. Die zweite Schicht besteht aus dem Kakteensubstrat, in das Sie Ihr Stachelgewächs setzen. Halten Sie den Kaktus mit der einen Hand fest und füllen Sie mit der anderen die restliche Erde um ihn herum.
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    © Dr. Hannelore Dittmar-Ilgen
  6. Erde verfestigen. Danach drücken Sie die Kakteenerde leicht fest, damit der Setzling nicht wackelt. Klopfen Sie den Topf einige Male auf die Arbeitsfläche, damit sich verbliebene Hohlräume füllen.
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    © Dr. Hannelore Dittmar-Ilgen

Stellen Sie den Kaktus nach dem Umtopfen trocken, aber setzen Sie ihn nicht übermäßiger Sonne aus. Warten Sie ein bis zwei Wochen mit dem Gießen. Dann können mögliche Verletzungen an den Wurzeln heilen und sich neue bilden, die das Wasser aufnehmen. Außerdem brauchen manche Sorten Zeit, bis sich die Blütenknospen entwickelt haben.

Leichter als gedacht: Was ein stacheliges Problem sein kann, ist mit dem richtigen Schutz einfach zu lösen. Denken Sie beim Umtopfen vor allem an die richtige Kakteenerde.

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