Alle Kategorien
Suche

Kakerlake in Deutschland - Wissenswertes über heimische Arten

Von den verschiedenen Arten der Kakerlake, von denen es etwa 15 in Deutschland gibt, sind vor allem die, die im Freien ihren Lebensraum haben, für den Menschen ungefährlich. Probleme bereiten eher diese Kakerlaken, die sich in Wohnungen einnisten und dort sehr schnell vermehren.

Die Kakerlake bevorzugt eine feuchtwarme Umgebung.
Die Kakerlake bevorzugt eine feuchtwarme Umgebung.

Was Sie benötigen:

  • Klebefallen
  • Backpulver
  • Zucker

In Deutschland lebende Arten der Schabe

  • Neben den in der Natur lebenden Kakerlaken gibt es in Deutschland auch drei Arten, die beim Menschen Krankheiten auslösen können. Das sind die Orientalische (Gemeine Küchenschabe), die Deutsche und die Amerikanische Schabe. Diese drei in Deutschland heimischen Arten unterscheiden sich besonders in ihrer Größe, wobei die Deutsche Schabe mit einer Größe von bis zu 15 mm die kleinste und die Amerikanische mit einer Größe von bis zu 44 mm die größte der drei Arten ist. Die Orientalische Schabe bringt es immerhin auf bis zu 30 mm.
  • Die Kakerlake fühlt sich vor allem dort wohl, wo es feuchtwarm ist, wie beispielsweise in der Sauna, im Schwimmbad, im Badezimmer und vor allem in der Küche. In der Küche halten sie sich bevorzugt in unmittelbarer Nähe von Geräten auf, die Wärme abgeben. Das kann z. B. unter einem Kühl- oder Gefrierschrank sein, einem Herd oder in der Nähe einer Heizung.
  • Allerdings macht die Kakerlake auch vor Möbeln, Fußleisten oder Wand- und Deckenkanten nicht halt. Hier können sie sich in allen möglichen Fugen, Ritzen oder in Führungsschienen von Schubladen verbergen. Lockere Tapeten oder Putz sowie Türen und Fenster bieten ebenso Unterschlupfmöglichkeiten.

So erkennen Sie einen Befall durch die Kakerlake

Nicht nur die in Deutschland vorkommenden Arten, sondern alle Kakerlaken sind nachts aktiv, weshalb ein Befall häufig auch erst relativ spät entdeckt wird. Es gibt aber einige Hinweise, die auf Kakerlaken hindeuten.

  • Häufig wird man erst auf Kakerlaken aufmerksam, wenn man entweder tote Exemplare entdeckt oder wenn man beispielsweise frühmorgens das Licht einschaltet und eine oder mehrere Kakerlaken huschen über den Boden ins nächstgelegene Versteck. Wenn Sie auch tagsüber einzelne Kakerlaken entdecken, kann das ein Zeichen dafür sein, dass der Befall bereits relativ stark ist.
  • Ein weiteres Anzeichen für einen Befall können Eipäckchen oder durchscheinende, abgestreifte Hauthüllen der Tiere sein oder deren Kotspuren. Das alles ist in der Regel in der Nähe ihrer Nester zu finden. Die Kotspuren zeigen sich in kleinen Pünktchen, die so ähnlich wie Kaffeepulver aussehen und meist in Form einer länglichen Spur verlaufen.
  • Da die Kakerlake bestimmte Duftstoffe absondert, verbreitet sie einen äußerst unangenehmen bis widerlichen Geruch, der intensiver wird, je stärker der Befall ist.
  • Ein ebenso unangenehmes Erkennungsmerkmal für einen Kakerlakenbefall sind Fraßschäden an Lebensmittelverpackungen. Wegen ihrer kräftigen Mundwerkzeuge sind Pappe, Papier und sogar Kunststoffe kein Problem für diese Tiere. Besonders beliebt sind Lebensmittel, die eine weiche Konsistenz haben und bereits beginnen, zu faulen - wie beispielsweise Obst.

Das können Sie gegen die in Deutschland lebende Kakerlake tun

  • Um einem Befall mit Kakerlaken vorzubeugen, sollten Sie Lebensmittel möglichst immer in verschließbaren Behältnissen wie z. B. Gläsern aufbewahren. Entfernen Sie Rückstände von Lebensmitteln immer sofort, besonders unterm Kühlschrank und unterm Küchenherd. Auch benutztes Geschirr sollten Sie nicht lange stehen lassen, sondern immer nach Gebrauch reinigen.
  • Bewahren Sie Abfälle nicht tagelang in Ihrer Wohnung auf, sondern entsorgen Sie diese täglich in Ihrer Mülltonne. Das Gleiche gilt auch für verschmutzt Babywindeln. Schmutzwäsche sollte möglichst nicht offen herumliegen, sondern beispielsweise in einem verschließbaren Wäschekorb aufbewahrt werden.
  • Lassen Sie möglichst keine Tierfutterreste in Futternäpfen von Ihren Haustieren stehen und decken Sie ein vorhandenes Katzenklo über Nacht ab.
  • Sie sollten Kakerlaken auf keinen Fall zertreten. Das könnte dazu führen, dass möglicherweise Larven der Kakerlake unter Ihren Schuhen kleben bleiben, die Sie dann so in der gesamten Wohnung verteilen.
  • Bei einem sehr geringen Befall könnten Sie Kakerlaken möglicherweise mit entsprechenden Klebefallen bekämpfen. Diese im Handel erhältlichen Klebefallen stellen Sie am besten dort auf, wo diese Tiere vermehrt auftauchen. Die Wirksamkeit dieser Fallen hält bis zu 4 Wochen an. Für Mensch und Tier sind sie ungefährlich.
  • Hilfreich soll auch eine Mischung aus den beiden Hausmitteln Backpulver und Zucker sein, die in keinem Haushalt in Deutschland fehlen sollten. Beides mischen Sie etwa zu gleichen Teilen und stellen die Mischung auf einer möglichst flachen Unterlage auf den Fußboden. Die Kakerlaken sollen dann das Backpulver-Zuckergemisch fressen und angeblich daran verenden. Einen Versuch ist es sicher wert.

Bei der Bekämpfung von Kakerlaken sollten Sie sich vorsichtshalber Hilfe bei einem Schädlingsbekämpfer holen, vor allem dann, wenn Sie nicht einschätzen können, wie stark der Befall bereits ist. In Deutschland gibt es beispielsweise den Deutschen Schädlingskämpferverband, an den Sie sich wenden können.

Teilen: