Kakerlake im Treppenhaus - Nachbarn wirkungsvoll um Sauberkeit bitten

Kakerlaken fühlen sich im Schmutz wohl. Kakerlaken fühlen sich im Schmutz wohl.
In Schmutz und Dreck fühlen sich Kakerlaken besonders wohl. Doch mangelnde Sauberkeit ist im Allgemeinen nicht die Ursache eines Kakerlaken-Befalls - machen Sie das Ihren Nachbarn klar.
Dr. Hannelore Dittmar-Ilgen
14.04.2011 Dr. Hannelore Dittmar-Ilgen

Kakerlaken im Haus - so gehen Sie vor

  • Kakerlaken ist einfach eklig, egal wo sie auftauchen. Wenn Sie diese nachtaktiven Krabbler entdecken, sollten Sie schnell handeln, denn durch die Küchenschaben, wie sie auch genannt werden, können Krankheiten übertragen werden. Tagsüber verstecken sich die Tiere in kleinsten Ritzen und Verkleidungen und nachts treiben sie ihr Unwesen im Mülleimer oder offen herumliegenden Lebensmitteln. Und: Sie vermehren sich äußerst rasch.
  • Allerdings ist in den meisten Fällen nicht mangelnde Sauberkeit der Anlass für den Kakerlaken-Befall, auch wenn sich die Tiere im (feuchten) Schmutz sehr wohl zu fühlen scheinen.
  • Viel wahrscheinlicher ist es, dass die Insekten oder deren Eier mit etwas ins Haus geschleppt wurden, zum Beispiel mit unverpackten Lebensmitteln, Kisten, Paletten oder anderen gebrauchten Waren.
  • Zunächst sollten Sie Ihre Nachbarn über den Befall informieren, besonders wenn Sie die Krabbler in den Allgemeinräumen wie zum Beispiel dem Treppenhaus gesichtet haben. Machen Sie aber klar, dass es nicht unbedingt mangelnde Sauberkeit ist, die zum Befall führen kann (siehe oben).
  • Aber: Wenn Sie schon den Kakerlaken den Kampf ansagen, dann könnten die Nachbarn ja mal putzen... Machen Sie klar, dass man einem erneuten Befall vorsorgen kann, indem man eine Atmosphäre schafft, in der sich Kakerlaken einfach nicht wohl fühlen. 
  • Zudem müssen Lebensmittel weggeräumt werden, auch kleinste Reste auf der Treppe oder im Hof.
  • Kaufen Sie Futterdosen, von denen die Tiere naschen. Verteilen Sie das Schädlingsbekämpfungsmittel im Treppenhaus bzw. dort, wo Sie die Kakerlaken gesichtet haben.
  • Zudem füttern die Kakerlaken ihre Brut mit dem Futter und - da sie Kannibalen sind - werden zudem verendete Artgenossen fressen.
  • Sollten Sie auf diese Weise nicht Herr über das Problem werden, können Sie professionelle Hilfe in Form eines Kammerjägers (Branchenbuch oder Internet) anfordern. Diesen Einsatz sollten Sie aber gegebenenfalls mit Ihrem Vermieter absprechen, wenn Sie nicht selbst der Hausbesitzer sind.
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