Was Sie benötigen:
  • Arzttermin
  • Unterwäsche aus natürlichen Materialien
  • Natur-Joghurt

Gegen den Juckreiz aktiv werden

  • Gehen Sie zum Gynäkologen beziehungsweise Urologen und lassen sich untersuchen. Einige Erkrankungen kann man gut mit Hausmitteln behandeln, andere hingegen benötigen spezielle Medikamente.
  • Verzichten Sie auf Spray oder spezielle Seifen für den Intimbereich. Eine häufige Anwendung schadet dem Milieu und begünstigt somit erneuten Juckreiz. Klares Wasser reicht in den meisten Fällen völlig aus.
  • Bevorzugen Sie Unterwäsche aus natürlichen Materialien, da hier der Feuchtigkeitsaustausch besser funktioniert. Wird es zu warm in der Unterhose, ist dies ein ideales Klima für eventuell vorhandene Keime, um sich weiter zu vermehren.
  • Schränken Sie Ihren Verzehr von Zucker und zuckerhaltigen Nahrungsmitteln ein. Pilze, die Juckreiz im Intimbereich auslösen können, können sich bei vorbelasteten Personen, die viel Zucker zu sich nehmen, besonders leicht vermehren.
  • Vermeiden Sie den sogenannten Ping-Pong-Effekt. Ihr Partner sollte sich ebenfalls untersuchen und gegebenenfalls behandeln lassen. Beim Geschlechtsverkehr benutzen Sie zusätzlich ein Kondom. Wenn sich nur die direkt betroffene Person behandelt, wird der Partner bei Kontakten immer wieder angesteckt.
  • Milchsäurebakterien helfen, das Scheidenmilieu zu regulieren. In der Apotheke sind Kapseln erhältlich, die in die Scheide eingeführt werden.
  • Auch in Natur-Joghurt sind sie enthalten. Einen damit bestrichenen Tampon vaginal einführen und einige Zeit dort belassen. Allerdings ist zu bedenken, dass Tampons die Scheide austrocknen können, wenn sie zu lange dort verbleiben. Außerdem sind in Joghurts oft Zusatzstoffe enthalten, die erneut reizen und zu weiterem Juckreiz im Intimbereich führen können.
  • Verzichten Sie aus parfümierte Binden oder Slipeinlagen, da diese Stoffe eine zusätzliche Reizung darstellen können.
  • Achten Sie darauf, ob der Juckreiz nach Geschlechtsverkehr auftritt, bei dem ein Kondom benutzt wurde. Eventuell liegt eine Latex-Allergie vor.

Erkrankungen im Intimbereich

  • Juckreiz im Intimbereich sollte ärztlich abgeklärt werden, wenn er länger als drei Tage anhält oder häufig auftritt. Verschiedene Krankheiten kommen als Ursache infrage.
  • Infektionen mit Candida albicans, einem Hefepilz, sind in den meisten Fällen die Ursache für Juckreiz im Intimbereich. Auch beim Gesunden ist dieser Pilz vorhanden, ohne jedoch Symptome auszulösen. Erst wenn das Immunsystem geschwächt ist, nimmt der Pilz überhand und führt zum Juckreiz.
  • Ein unerkannter beziehungsweise unbehandelter Diabetes mellitus kann das Scheidenmilieu verändern, sodass Pilze sich hier rasch vermehren können.
  • Durch die Veränderung der hormonellen Produktion in den Wechseljahren oder in der Schwangerschaft verändert sich auch die Zusammensetzung des Milieus im Intimbereich. Je nach Ausmaß können in dieser Zeit vermehrt Pilzinfektionen auftreten.
  • Bei der Vulvitis, einer Entzündung der Scheide, kommt neben dem Juckreiz noch Schwellung, Rötung und Schmerz dazu. Je nach Auslöser hilft ein Antibiotikum oder ein Antimykotikum (Pilzmittel).
  • Auch sexuell übertragbare Krankheiten können für Juckreiz im Intimbereich verantwortlich sein. Chlamydien, Gonorrhoe, Filzläuse oder die Krätze machen sich unter anderem durch Juckreiz bemerkbar.
  • Eine unangenehme Vorstellung, aber durchaus möglich ist eine Infektion mit Madenwürmer. Die erwachsenen Tiere leben im Darm, legen aber ihre Eier am Anus ab. An der Eiablagestelle entsteht oft eine Entzündung, die mit starkem Juckreiz einhergehen kann. Dieser tritt vor allem nachts auf.
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