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Johanniskraut trocknen - so wird's gemacht

Johanniskraut trocknen - so wird's gemacht1:01
Video von Samuel Klemke1:01

Das Johanniskraut, eine mehrjährige Staude, ist ein wertvolles, dekoratives und zugleich anspruchsloses Kraut. Die Qualität des Krautes bestimmt sich nach der Bodenbeschaffenheit, den klimatischen Bedingungen und dem jeweiligen Standort. Je besser die Bedingungen, desto hoher der Wirkstoffgehalt. Johanniskraut kann man trocknen und zu Tees oder die frischen Kräuter zu Ölen weiterverarbeiten. Zudem findet es in der Medikamentenherstellung Verwendung. Dieses Kraut hat eine wundheilende, schmerzlindernde und kreislauffördernde Wirkung.

Hinweise zum Johanniskraut

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  • Um sicher zu gehen, dass man das echte Johanniskraut im Garten hat, hält man die Blätter gegen das Licht. Bei dem echten Kraut sollten durchscheinende Stellen, bzw. kleine Löcher und dunkle Punkte (die Sekretbehälter für das Öl) zu erkennen sein. Ein weiteres Merkmal ist der zweikantige Stängel. Eine ganz sichere Methode ist, dass man eine voll aufgegange Blüte mit den Fingern zerdrückt. Dabei sollte ein roter Saft austreten. Im Handel werden meist nur Ziergattungen für den Garten angeboten. Deshalb sollte man sich an eine Spezialgärtnerei für Kräuter wenden oder aus einem Bestand in der freien Natur Samen einsammeln.
  • Das Johanniskraut bevorzugt, wie auch die meisten anderen Kräuter, einen sonnigen Standort in einem mageren humosen Boden. Man findet es an Weg- und Waldrändern, auf Wiesen oder Kahlschlägen. In der Zeit der Sommersonnenwende, also um den 24. Juni, öffnet das Johanniskraut seine Blüten. Zu dieser Zeit verfügt es über den größten Wirkstoffgehalt. Die Blütezeit hält bis in den September an. Im Frühjahr sollte es stark zurück geschnitten werden.
  • Wer öfters auf frische Kräuter zurückgreifen möchte, kann sich leicht in seiner Freizeit einen kleinen Kräutergarten anlegen.Will man Johanniskraut aus Samen selber ziehen, sollte man im zeitigen Frühjahr damit beginnen, da es sich hierbei um Kaltkeimer handelt. Nach ca. 14 – 20 Tagen keimen die Samen. Mit einer Größe von ca. 3-5 cm werden die Pflänzchen zu jeweils drei Stück in kleine Töpfe mit normaler Blumenerde verpflanzt und den ganzen Sommer an ein sonniges Plätzchen gestellt. Die Erde darf nicht austrocknen. Ins Freiland werden sie dann im Herbst umgepflanzt.
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Ernten und Trocknen des Krautes

  • Die Zeit der Ernte beginnt, wenn sich die meisten Blüten vollständig geöffnet haben. Dies fällt in die Zeit um den 24. Juni, dem sogenannte Johannistag. Geerntet wird bei trockenem, sonnigen Wetter, am besten vormittags.
  • Bei der Ernte wird das obere Drittel der blühenden Pflanze abgeschnitten. Diese werden zu kleinen Sträußen von ca. 3-4 Pflänzchen zusammengebunden und kopfüber an einem trockenen und luftigen Ort getrocknet. Dies kann im Freien aber auch auf einem gut durchlüfteten Dachboden erfolgen.
  • Wenn die Kräuter sich zwischen den Fingern zerbröseln lassen, sind sie getrocknet. Nun sollten sie in dunklen Behältnissen, z.B. Einweggläsern oder Papiertüten abgefüllt und an einem dunklen Ort aufbewahrt werden. Auf keinen Fall Folientüten, da sie anfangen würden zu schwitzen und dann faulen könnten. Nach Möglichkeit sollte man jedes Jahr wieder neue Kräuter trocknen, da sie bei zu langer Lagerung stark an Wirkung verlieren.
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Überlegungen vorm Trocknen und Verwenden von Johanniskraut

  • Der ph-Wert des Bodens sollte neutral oder leicht basisch sein, da das Johanniskraut bei saurem Boden das für den Menschen giftige Cadmium aufnimmt und ein solcher Standort daher ungeeignet ist.
  • Durch die Einnahme von Johanniskrautzubereitungen kann die Haut vorübergehend eine verstärkte Lichtempfindlichkeit aufweisen. Deshalb ist nach der Einnahme ein Sonnenschutz Pflicht und die pralle Sonne sollte, vor allem von hellhäutigen Personen unbedingt gemieden werden.
  • Sowohl in einer Schwangerschaft als auch bei Frauen, die schwanger werden wollen, sollte auf dieses Kraut in jeglicher Form verzichtet werden.
  • Vor einer Einnahme von Johanniskraut, vor allem bei gleichzeitiger Einnahme von anderen Medikamenten sollte unbedingt ein Arzt oder Apotheker hinzugezogen werden, da gefährliche Wechselwirkungen auftreten können.
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