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Johannisbeere - Stecklinge richtig setzen

Die Johannisbeere können Sie mit Stecklingen vermehren. So steigern Sie den Ertrag, ohne neue Pflanzen kaufen zu müssen.

Aus dem Steckling ist eine Johannisbeere herangewachsen.
Aus dem Steckling ist eine Johannisbeere herangewachsen.

Vermehrung durch Stecklinge

Die Schwarze Johannisbeere bildet schnell neue Wurzeln aus. Sie lässt sich meist problemlos aus selbst geschnittenen Stecklingen beziehungsweise Steckhölzern, die sofort in den Boden kommen, vermehren. Die beste Jahreszeit für das Kultivieren von Stecklingen ist der Herbst nach dem Blattfall. Wenn Sie alles richtig gemacht haben, können Sie schon im übernächsten Sommer erste Früchte ernten.

  1. Stecklinge gewinnen. Schneiden Sie im Herbst einige kräftige, frische Triebe von bereits bestehenden Sträuchern oberhalb einer Knospe mit einem scharfen Messer ab.
  2. Steckhölzer vorbereiten. Zerlegen Sie die Triebe in etwa 20 bis 25 Zentimeter lange Teilstücke. Kappen Sie den noch nicht verholzten Trieb direkt oberhalb und die Zweigbasis des Wurzelwerks direkt unterhalb einer Triebspitze.
  3. Steckholz "markieren". Schneiden Sie oben gerade und unten mit einem leicht schrägen Schnitt. So können Sie die Wuchsrichtung erkennen.
  4. Furche vorbereiten. Ziehen Sie in Ihrem Garten eine V-förmige, 15 bis 20 Zentimeter tiefe Furche. Eine Seite der Furche muss dabei senkrecht abfallen. Verbessern Sie die Drainage durch eine eingestreute Sandschicht. 
  5. Stecklinge einpflanzen. Stecken Sie die Triebe so, dass sie an der senkrechten Furchenwand anstehen und zwei Knospen über der Erde liegen. Sie können die Triebe relativ eng stellen, im Abstand von etwa zehn Zentimetern.
  6. Erde auffüllen. Befüllen Sie die Furche locker mit Erdreich. Sie können zusätzlich eine fünf Zentimeter dicke Muldenschicht auftragen, damit die Stecklinge besser anwachsen.
  7. Stecklinge pflegen. Achten Sie beim Unkrautjäten mit einer Harke unbedingt auf die flach verlaufenden, empfindlichen Wurzeln. In trockenen Sommern sollten Sie die Pflanzen ausreichend mit Wasser versorgen.
  8. Sträucher auspflanzen. Bis zum nächsten Spätherbst haben die Triebe genug Wurzeln ausgebildet. Sie können diese an ihren endgültigen Platz versetzen.

Übrigens: Sie können das gewonnene Steckholz auch bündeln und so direkt in den Boden einschlagen. Auch eine Kultivierung in einem Gefäß ist möglich, das Sie mit ins Haus nehmen. Pflanzen Sie die neuen Sträucher dann im Frühjahr reihenweise in den Boden. Der Abstand beträgt auch hier zehn Zentimeter. Ein bis zwei Augen sollten herausschauen.

Johannisbeere pflegen

  • Rote, schwarze und weiße Johannisbeersträucher sind einfach zu kultivieren, sehr anpassungsfähig an Klima und Boden und ertragssicher.
  • Alle Sorten sind winterharte, langlebige und vielseitig verwendbare Sträucher.
  • Am besten gedeiht der Strauch an sonnigen bis halbschattigen Plätzen und in nährstoffreichen, nicht zu trockenen Böden.
  • Fremdbefruchtung erhöht den Ertrag.
  • Pflanzen Sie mehrere Sorten Johannisbeeren.
  • Düngen Sie im Herbst oder im Frühjahr mit Kompost oder einem organischen Volldünger.
  • Bedecken Sie den Boden um die Flachwurzler mit niedrigen Pflanzen oder mit Mulch, diese Maßnahme verringert das Gießen.
  • Lichten Sie die Pflanzen ab und zu durch einen Strauchschnitt aus, dies vergrößert die  Beeren.
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