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Jiddische Schimpfwörter - so fluchen Sie wortgewandt

In kaum einer Sprache wird so kreativ und wortgewandt geflucht wie im Jiddischen. Jiddische Schimpfwörter sind zugleich so herrlich sarkastisch, beißend, treffend und lustig, dass es einem glatt die Sprache verschlägt.

Im Jiddischen findet man die besten Schimpfwörter.
Im Jiddischen findet man die besten Schimpfwörter.

Einige Beispiele für jiddische Schimpfwörter

Jiddische Schimpfwörter finden sich für jede Gelegenheit. Eine kleine Auswahl wird Ihnen behilflich sein, die passenden Flüche für Ihre Zwecke zu finden.

  • Ein Schimpfwort aus dem Jiddischen, das auch in Deutschland jeder kennt, lautet "Ganove". Anders als die deutsche Übersetzung "Dieb", klingt hier auch oft noch etwas Liebenswertes oder Schelmisches mit.
  • Zu den jiddischen Schimpfwörtern, die Frauen gegenüber verwendet werden, zählt allen voran der Ausdruck "Schickse", der wörtlich so viel wie "Christenmädchen" bedeutet, aber in der Regel im Sinne von "Flittchen" gebraucht wurde.
  • Wenn Sie jemanden auf Jiddisch als Besserwisser oder als hochnäsig bezeichnen wollen, ist dagegen das Schimpfwort "Schmock" am besten geeignet. 
  • Ein jiddisches Wort, welches im Deutschen als Schimpfwort verwendet wird, obwohl es eigentlich wertfrei gebraucht wurde, ist "Mischpoke", was so viel wie "Bande" oder "Familie" bedeutet.
  • Weitere bekannte jiddische Schimpfwörter für die verschiedensten Situationen lauten "Schlamassel", "Meschugge", "Stuss", "Schlemihl", "Beiz" und "Ganef".

Jiddische Flüche sind kreativ, sarkastisch und wortgewandt

Während die oben genannten Beispiele bereits den Reichtum an Schimpfwörtern im Jiddischen verdeutlichen sollten, kommt die eigentliche Wortgewandtheit erst in den kreativen und sarkastischen Flüchen zum Ausdruck.

  • Jiddische Flüche zeichnen sich etwa oft dadurch aus, dass immer noch eins draufgesetzt wird. So sollen zum Beispiel einem Hund, in dessen Haufen man getreten ist, alle Zähne bis auf einen ausfallen, damit er noch Zahnschmerzen haben kann.
  • Eine andere Möglichkeit besteht darin, zuerst einen guten Wunsch zu äußern, um den eigentlichen Fluch als noch beißender erscheinen zu lassen: "Du mögest eine Tonne Gold erben. Aber es soll dennoch nicht reichen, um deine Arztkosten zu bezahlen".
  • Auch indirekte Flüche sind im Jiddischen sehr beliebt. Statt jemandem den Tod zu wünschen, soll etwa ein anderer Toter den Angesprochenen auf dem Friedhof zum Nachbarn haben.

Wenn Sie diese Art von jiddischen Flüchen mit den oben genannten Schimpfwörtern kombinieren, werden Sie auf so eindrucksvolle und wortgewandte Weise fluchen können, dass Sie kaum noch mit einem Konter Ihres Gegenübers rechnen müssen.

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