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Jemanden trösten - so zeigen Sie Ihr Mitgefühl

Die Fähigkeit, jemanden trösten zu können, ist sehr wichtig. Aber wie macht man das, ohne aufdringlich zu sein? So zeigen Sie Ihr Mitgefühl:

Trösten Sie, indem Sie bei jemanden bleiben.
Trösten Sie, indem Sie bei jemanden bleiben.

So trösten Sie jemanden

Vorbild für gutes Trösten ist immer wieder der alte Hiob aus der Bibel: Als es ihm fürchterlich schlecht ging und er nicht weiter wusste, kamen seine Freunde zu ihm. Sie redeten nicht viel mit ihm. Sie erteilten ihm keine guten Ratschläge. Erst recht nicht mit der Auflage, sie auch sofort umzusetzen. Sie putzten noch nicht einmal seine Wohnung oder räumten seine Spülmaschine aus. Und sie nahmen ihn auch nicht in die nächste Kneipe mit, um ihn abzulenken. Sie taten etwas ungeheuer Kostbares: Sie saßen einfach nur da, tagelang.

  • Wenn Sie jemanden trösten wollen, sollten Sie sich an Hiobs Freunde halten. So zeigen Sie am besten Ihr Mitgefühl.
  • Sie setzen sich einfach neben jemanden. Oder stellen sich neben ihn. Vielleicht umarmen Sie ihn, aber vielleicht will das derjenige nicht. Achten Sie auf Ihr Gefühl, nicht Ihre Ängste.
  • Wenn der Traurige nicht in Ihrer Nähe ist, rufen Sie ihn regelmäßig einmal in der Woche an. Vielleicht will er auch besucht werden.
  • Trauer ist ansteckend. Das darf es sein. Sie dürfen aber auch glücklich und zufrieden sein. Sie müssen das nicht verbergen. Nur herausstellen sollten Sie das auch nicht.
  • Es ist schwierig, nichts zu tun als da zu sein. Gerade deshalb ist es so wichtig, etwas so Kostbares.
  • Wenn Sie jemanden trösten wollen, lassen Sie jemanden seinen Schmerz, seine Trauer, seine Verwirrung. Aber Sie halten es in seiner Nähe aus. Und damit zeigen Sie, dass der Schmerz an sich aushaltbar ist.
  • Trauer fügt sich nicht in unsere schnelllebige Gesellschaft. Ein Jahr der Trauer ist legitim. Erst wenn jemand selbstschädigendes Verhalten zeigt, holen Sie Hilfe.
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