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Japanische Glücksbringer - Überblick und Hintergrund zu der Verwendung

Wir kennen den Glückspfennig, Marienkäfer oder das vierblättrige Kleeblatt als Glückssymbole. Aber wie sieht es zum Beispiel in Japan aus? Was zählt zu den japanischen Glücksbringern, die Erfolg, Liebe, Gesundheit und Reichtum versprechen?

An jedem Tempel in Japan können Sie Glücksbringer kaufen.
An jedem Tempel in Japan können Sie Glücksbringer kaufen. © Bildpixel / Pixelio

Die Winkekatze - ein beliebter japanischer Glücksbringer

  • Das berühmteste Glückssymbol aus Japan ist wohl die Winkekatze mit rotem Halsband und goldenem Glöckchen, die auch Maneki-neko genannt wird.
  • Sicherlich haben Sie eine solche Katze mit erhobener Pfote schon einmal in japanischen Restaurants oder Geschäften gesehen.
  • In Japan gelten Katzen als mächtige Tiere mit magischen Kräften und so soll die Maneki-neko Glück und Wohlstand anlocken. 
  • Dabei kann die Katze entweder mit der rechten oder der linken Pfote winken. Wenn sie mit rechts winkt, soll sie Glück und Wohlstand bringen. Winkt sie mit links, bringt sie Kunden und Besucher. 
  • Auch die Farben der Winkekatze verraten, zu welchem Zweck sie dienen soll. Ist die Katze rot, so schützt sie vor Krankheiten. Ist sie schwarz, soll sie Böses fernhalten. Eine weiße Katze steht für Reinheit und Unschuld und eine Goldene soll Reichtum anziehen.

O-Mamori bringen Glück in jede Lebenssituation

  • Sehr berühmt sind in Japan auch kleine bestickte Stoffbeutelchen, welche "O-Mamori" genannt werden. Dieser Begriff steht für "Beschützer" oder "Talisman".
  • Die japanischen Glücksbringer sind zum Mittragen gedacht und es gibt sie für jede erdenkliche Lebenssituation. Einige sollen zum Beispiel Glück in der Liebe oder Erfolg im Beruf bringen und Andere sollen beim Bestehen einer Prüfung helfen oder Gesundheit bringen.
  • Im Inneren der Beutelchen befinden sich Papierstreifen mit schützenden Schriftzeichen. Allerdings dürfen die kleinen Beutel nicht geöffnet werden, da sich der Wunsch sonst nicht erfüllt.
  • Nach einem Jahr sollen die O-Mamori ihre Wirkung verlieren und müssen deshalb verbrannt werden.

O-Mikuji sagen die Zukunft voraus

  • O-Mikuji sind Glückslose mit Wahrsagungen, welche auf verschiedene Lebensbereiche angewendet werden können.
  • Dabei können sie entweder Gutes oder Schlechtes voraussagen.
  • Steht auf dem Los etwas Negatives, so soll man es an eine Kiefer nahe des Tempels oder Schreins knoten. Dies soll symbolisieren, dass man das Unglück an diesen Baum hängt und nicht mehr mit sich führt.
  • Sagt ein Los etwas Gutes voraus, so darf man es behalten und mit sich tragen.

Der Daruma hilft bei der Erfüllung der Wünsche

  • Sehr beliebt ist in Japan außerdem die Figur "Daruma", welche den Kopf des buddhistischen Mönchs Bodhidharma darstellt.
  • Laut einer Sage soll der Mönch neun Jahre lang vor einer Felswand meditiert haben. Als er während dieser Meditation versehentlich einschlief, soll er sich aus Wut über seine Disziplinlosigkeit die Augenlieder abgeschnitten haben.
  • Die Figur steht für Willensstärke und Disziplin und soll bei der Wunscherfüllung helfen.
  • Am Anfang eines neuen Jahres kann man den Daruma kaufen.
  • Zunächst hat die Figur noch weiße Augen. Damit sich ein Wunsch erfüllt, soll man selbst ein Auge malen und sich dabei auf einen Wunsch konzentrieren. Frauen malen dabei das rechte Auge und Männer das linke Auge. 
  • Danach wird der Daruma an einem gut sichtbaren Ort aufgestellt und soll als Motivation für die Wunscherfüllung dienen.
  • Sobald sich der Wunsch erfüllt, kann man das zweite Auge malen und den Daruma am Ende des Jahres bei einem Tempel verbrennen. 

Die japanischen Glücksbringer können Sie in Japan an allen Schreinen, Tempeln oder in Souvenirläden erwerben. Auch im Internet finden Sie einige Online-Shops, die diese Glücksbringer anbieten. Die Talismane können Sie dann entweder zu Hause aufstellen oder bei sich tragen.

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