Wenn Sie japanische Gärten gestalten wollen, müssen Sie ein paar typisch japanische Regeln für den Garten beachten. Dann sieht es bei Ihnen im Garten ganz schnell asiatisch aus.
- 13.07.2011 Esther Kaufmann
Japanische Gärten gelten als hohe Kunst unter europäischen Gartenliebhabern und vermitteln typisch asiatische Ruhe. Da sich japanische Gärten durchaus von Deutschen unterscheiden, ist es wichtig, die Besonderheiten zu kennen.
Japanische Gärten selbst anlegen
- Große Steine gelten traditionell als Wohnort von Göttern und sollten daher in jedem japanischen Garten als Gestaltungselemente vorkommen. Auch Kies ist ein sehr beliebtes Merkmal, das die Japaner für Ihre Gärten häufig für Wege, Beete mit eingeharkten Formen oder Wasserläufe verwenden.
- Brücken sind ebenfalls ein wesentliches Merkmal, das in kleiner Form jeder japanische Garten braucht. Sie können auch eine Miniaturbrücke als Alibi nur für die Optik bauen.
- Vogeltränken und Bänke aus Stein sollten Sie ebenfalls zur typischen Dekoration aufbauen. Auch hier tut es zur Not natürlich ein Stein-Imitat.
- Beliebt sind auch Pavillons als Orte des Rückzugs, die sie möglichst ebenfalls integrieren sollten.
- Bewässerte Bambusrohre werden häufig für die Akustik verwendet und sind mit einem Brunnen etc. leicht herzustellen.
- Bambus ist eine häufig verwendete Pflanze, aber überraschenderweise gehört auch ein Ahorn in einen japanischen Garten. Der Bonsai gehört als optische Zierde dazu. Kamelien und Lilien sollten Sie ebenfalls verwenden.
Das asiatische Flair gestalten
- Japanische Gärten eigenen sich prinzipiell für jede Gartengröße, solange Sie die wichtigen Prinzipien entsprechend anpassen.
- Wenn Sie einen japanischen Garten gestalten möchten, bedenken Sie, dass die Japaner viel mehr Wert auf Formen legen als auf Farben. Diese Prioritäten sind im Vergleich zu uns fast umgekehrt.
- Auch ist hier weniger mehr und Sie sollten darauf achten, sich bei einem japanischen Garten bewusst zu beschränken. Schlichtheit und einfache Klarheit sind wichtige, stilistische Prinzipien.
- Beginnen Sie am besten mit der Erde, auf der Sie Steine bewusst setzen. Wichtig ist es, dass Sie immer eine ungerade Zahl zusammen platzieren. Die Steine dürfen gerne bemoost sein. Ansonsten werden Gras und Unkraut aber streng gejätet.
- Das Wasser folgt erst sekundär und wird in diese Landschaft eingebaut. Auch Pflanzen werden eher am Rande noch integriert.
- Achten Sie bei allen Pflanzen darauf, dass Sie winterhart und für unser Klima geeignet sind. Benutzen Sie sonst gefügiger Weise kleine Gewächshäuser für besonders exotische und empfindliche asiatische Pflanzen.