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Jaja, sprach der alte Oberförster - Informatives

„Jaja, sprach der alte Oberförster – Hugo war sein Name…“. Es gibt unzählige Menschen, die nach der Bedeutung und dem Ursprung dieses Spruches suchen. Herausbekommen hat sie noch niemand. Wahrscheinlich kennen Sie diesen Spruch genauso gut wie den Hasen, der auf der Sandbank Schlittschuh lief.

Der Oberförster hat im Reim Gott sei Dank kein Gewehr.
Der Oberförster hat im Reim Gott sei Dank kein Gewehr.

Der alte Oberförster - vielfältige Formen

  • Sie kennen den Hasen, der auf der Sandbank Schlittschuh lief? Dann muss Ihnen der alte Oberförster, der immer jaja sprach, auch bekannt sein. Wahrscheinlich kennen Sie dann auch unzählige Formen, die mit diesem Spruch einhergehen. Eigentlich handelt es sich hier nicht um einen Spruch oder Reim, sondern eher um eine Endlosgeschichte, die immer wieder von vorne anfängt.
  • Ursache sind wahrscheinlich regionale Unterschiede, die auf unterschiedlichen Überlieferungen zurückgehen. Über Jahre hinweg wurde der Reim mehrmals umgedichtet, verlängert und verkürzt. Er wurde der jeweiligen Zeit angepasst, sodass es zu einer ständigen Änderung kam. Der ursprüngliche Reim ist wahrscheinlich gar nicht mehr bekannt.

Jaja, sprach der… - Bedeutung

  • Der alte Oberförster sprach jaja und begann damit eine endlose Geschichte, die genauso wenig Sinn ergibt, wie andere Sinnlosreime. Sehen Sie sich jedoch den Reim genauer an, können Sie die Bedeutung selbst erkennen.
  • Hugo, der Oberförster, versucht in schwierigen Zeiten, dem Krieg, das zu schonen, was vorhanden ist. Dementsprechend geizig und jähzornig ist er. Das ist gut an der Reaktion zu erkennen, die er an den Tag legt, als seine Frau Käthe sich beim Nähen für das Winterhilfswerk in der Finger sticht. Das Blut, das heruntertropft, verdirbt den guten Teppich, den Hugo bisher geschont hat, indem er ihn nicht betreten hat, sondern sich lieber von Geweih zu Geweih schwingt. Dementsprechend heftig fällt seine Reaktion aus. So lustig der Reim auch in der heutigen Zeit klingt, so traurig ist der Hintergrund.
  • Da das Winterhilfswerk im 2. Weltkrieg - also ab 1933 - seinen Ursprung fand, ist davon auszugehen, dass die Beiden - Hugo und Käthe - im Nationalsozialismus lebten. Eine schwere Zeit für jeden.
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