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Ist V2A magnetisch? Wissenswertes über den Stahl

Mit V2A wird gemeinhin ein rostfreier Stahl bezeichnet. Er findet in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung. Seine Eigenschaften sollten ihn auch in der Zukunft unentbehrlich machen, ob nun magnetisch oder nicht.

V2A ist im Leben allgegenwärtig.
V2A ist im Leben allgegenwärtig. © Dieter_Schütz / Pixelio

V2A ist eigentlich die falsche Bezeichnung

  • Mit der fortschreitenden Industrialisierung wurde es möglich, dass an den Eigenschaften von Stahlsorten experimentiert wurde. Es gab 1919 in England ein Patent für nicht rostenden Stahl, und auch in Deutschland erhielt die Firma Krupp im Jahre 1912 ein Patent für ein ähnliches Produkt.
  • Die Bezeichnung "V2A", ebenso wie "V4A", entstand einfach aus der Versuchsanordnung im Stahlwerk. VA bedeutete ursprünglich "Versuchsschmelze Austenit", die Zahl dazwischen bezeichnet die Konzentration von Zuschlagmetallen. 
  • Heute wird dieser Name noch umgangssprachlich für die Sorte X5CrNi 18-10 verwendet. Schauen Sie einmal auf den Boden Ihrer Edelstahl-Kochtöpfe. Dort finden Sie mit großer Sicherheit die Gravur 18/10, zumindest auf deutscher Ware. Dann wissen Sie jetzt: Das ist V2A-Stahl.

Magnetisch oder nicht?

  • Wer es einmal ausprobiert hat, weiß es schon: V2A ist nicht magnetisch und auch nicht für alle Anwendungsgebiete geeignet. Wenn es um besonders korrosionsfeste Materialien geht, wird anderen Legierungen der Vorzug gegeben. Dazu gehört zum Beispiel auch V4A, ein Edelstahl, dem 2 % Molybdän zugesetzt wurden. Dadurch erhöht sich seine Widerstandskraft gegen aggressive Einflüsse wie etwa Salzwasser.
  • V2A hat keinen guten Ruf in der Zerspanungstechnik. Es ist sehr zäh, deshalb setzt es der mechanischen Bearbeitung durch Bohren oder Fräsen gewisse Grenzen. Die elektrische Leitfähigkeit und die Wärmeleitfähigkeit sind eher bescheiden, dafür besitzt V2A einen überproportional hohen Ausdehnungskoeffizienten bei Wärmeeinwirkung.
  • V2A kann nur unter bestimmten Bedingungen gehärtet werden, ebenso kann es in speziellen Legierungen auch magnetisch gemacht werden. Elektrisch schweißen dagegen ist mit Schutzgasgeräten gut machbar.
  • Wenn Sie die Absicht haben, sich etwas aus V2A zu bauen, sollten Sie einen Profi mit der Arbeit beauftragen. Sie ersparen sich viel Zeit, stumpfe Werkzeuge, Ärger und unbefriedigende Ergebnisse. An der Dauerhaftigkeit des Werks gibt es aber keinerlei Zweifel. 
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