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  • Periodensystem

Aufbau einer Ionengleichung

  • Eine Ionengleichung ist eine vereinfache Variante einer chemischen Reaktionsgleichung.
  • Genau wie bei einer Reaktionsgleichung stehen links die Edukte, also die Ausgangsstoffe einer Reaktion, und rechts die Produkte der Reaktion.
  • Im Gegensatz zu einer chemischen Reaktionsgleichung werden allerdings nicht alle beteiligten Stoffe genannt, sondern nur die Eduktbestandteile, die im Produkt auftauchen.
  • Die Eduktbestandteile werden als Ionen oder Atome dargestellt. Die Bindungspartner werden gänzlich weggelassen, wenn Sie nicht im gewünschten Produkt auftauchen.
  • Somit hat eine chemische Reaktion im Regelfall zwei oder mehr verschiedene Ionengleichungen. Im Gegensatz dazu wird eine chemische Reaktion nur durch eine Reaktionsgleichung wiedergegeben.
  • Der große Vorteil von Ionengleichungen besteht darin, dass Schwierigkeiten bei der Stöchiometriebestimmung wegfallen.
  • Eine sehr vereinfachte Verallgemeinerung einer Ionengleichung führt zur folgenden Darstellung:
    x A- + y B+ → AxBy.

Beispiele für Ionengleichungen

  • Beispiel 1.: Der Chloridnachweis im Kochsalz erfolgt durch Eine, mit Salpetersäure angesäuerte wässrige Lösung, der Silbernitrat hinzugegeben wird. Bei dieser Reaktion entsteht Silberchlorid, welches aus der Lösung ausfällt. Die Reaktionsgleichung würde wie folgt aussehen:
    NaCl + AgNO3 → Na+ + NO3- + AgCl
    Für den Nachweis ist allerdings nur das entstehende AgCl von Interesse. Somit werden auch nur die Silber- und Chloridionen in der Ionengleichung verwendet. Diese sieht dann wie folgt aus:
    Cl- + Ag+  → AgCl.
  • Beispiel 2.: In Labor kann Salzsäure mit Schwefelsäure und Kochsalz hergestellt werden. Die Reaktionsgleichung für diesen Versuch sieht wie folgt aus:
    NaCl + H2SO4 → NaHSO4 + HCl
    Wenn nur die Herstellung der Salzsäure interessiert, können Sie für die Ionengleichung die anderen Bindungspartner vernachlässigen. Die Gleichung vereinfacht sich also zu Folgendem:
    Cl- + H+ → HCl .