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Ionengitter - eine Erklärung aus der Chemie

Ionengitter - eine Erklärung aus der Chemie1:37
Video von Samuel Klemke1:37

Ein Ionengitter ist eine spezielle Bindungart in der Chemie, die vor allem für Salze gilt. Dabei wird die Bindung durch die unterschiedliche Ladung der Teilchen erreicht.

Was Sie benötigen:

  • Grundverständnis "Chemie"
  • sowie Zeit und Interesse

Ionengitter - was ist das?

  • Bei Bindungen streben Atome danach, ein sog. Elektronenoktett, auch Edelgaskonfiguration genannt, anzustreben. 
  • Viele chemische Verbindungen sind dabei durch Elektronenübergänge gekennzeichnet, sprich ein oder mehrere Elektronen werden von einem Reaktionspartner an den anderen abgegeben.
  • Prinzipiell entsteht dabei eine sog. Ionenbindung, denn die bei einer Reaktion mit Elektronenübergang entstehenden Kationen (positiv geladene Ionen) und Anionen (negativ geladene Ionen) ziehen sich gegenseitig an.
  • Die chemische Bindung entsteht hierbei durch die elektrostatische Anziehung der beiden Ionenarten.
  • Aufgrund ihrer Größe und ihrer Ladung bilden die Ionen in der Art, wie sie sich gruppieren, ganz charakteristische, räumlich streng regelmäßige Ionenverbände aus. Diese bezeichnet man als Ionengitter. Man spricht auch von kristalliner Struktur.
  • In diesem Ionengitter ordnen sich die Ionen stets so an, dass sich die positiven und negativen Ladungen insgesamt neutralisieren. 
  • Bei der Entstehung des Ionengitters wird Energie freigesetzt, die beim Auflösen wieder zugeführt werden muss. 
  • Allerdings: Nicht jede chemische Bindung beruht auf der Anziehung von Ionen und ist daher eine Ionenbindung!

Salze - die prominenten Beispiele für Ionengitter

  • Ionengitter werden meist aus (positiv geladenen) Metallionen und (negativ geladenen) Nichtmetallionen gebildet.
  • Bekannte Beispiele sind Salze, die in einer unüberschaubaren Zahl als Ionengitter gebildet werden. Die am Aufbau des Salzes beteiligten Ionen werden dabei so kombiniert, dass sich die Ladungen aufheben (und zusätzlich nach Möglichkeit die Oktettregel eingehalten wird).
  • So ist beispielsweise NaCl, das Kochsalz, als Ionengitter aufgebaut, in dem das Alkalimetall Natrium als Na+ und das Chlor als Cl- im Ionengitter vorliegen. Entsprechend binden auch alle weiteren Mitglieder der ersten Alkaligruppe mit Halogenen zu Salzen. 
  • Auch die zweite Hauptgruppe, die Erdalkalimetalle, bilden durch Elektronenabgabe ein Ionengitter. So ist beispielsweise Kalziumoxid (CaO) als Ionengitter aufgebaut, bei dem das Kalzium als zweifach positiv geladenes Ion (Ca2+) und der Sauerstoff als zweifach negativ geladenes Ion (O2-) für Bindung sorgt.

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