Internetgeschäfte prüfen - nicht irgendwo kaufen

  • Wie offline, so auch online: Sehen Sie sich genau an, wo Sie etwas kaufen. Schließlich ist Händler nicht gleich Händler und egal, wie gut der Gesetzgeber es mit den Verbrauchern meint: Letzten Endes ist der Händler nur zur Einräumung des Rücktrittsrechts verpflichtet - wie viel Umstand das Ganze für Sie macht, variiert aber sehr stark.
  • Dabei weiß jeder, der dem Internethändler mit dem großen A schon einmal etwas zurückgeschickt hat, wie komfortabel das funktionieren kann.
  • Seriöse Internetgeschäfte erkennen Sie an einer professionellen Website, auf der Sie als Kunde alle gewünschten Informationen - wie Impressum und AGB - auf Anhieb finden. Wenn möglich, bestellen Sie auf Rechnung oder lassen Sie den Rechnungsbetrag von Ihrem Bankkonto abbuchen. Eine solche Abbuchung können Sie nämlich, anders als bei Überweisungen, wieder zurückbuchen lassen, sollte es Ärger mit dem Verkäufer geben.

Vom Rücktrittsrecht Gebrauch machen

  • Nachdem Sie Ihre Ware erhalten haben, stellen Sie fest, dass diese nicht Ihren Anforderungen entspricht. Hier ist der Händler verpflichtet, Ihnen für die Ware, die natürlich nur im üblichen Maße durch Sie geprüft sein darf, ein vierzehntägiges Rücktrittsrecht einzuräumen. Dieses dient dem Ausgleich des Umstandes, dass Sie die Ware ja nicht (wie im Kaufhaus) vor dem Kauf sehen, ausprobieren oder einer genauen Prüfung unterziehen konnten.
  • Wenden Sie sich zur Geltendmachung Ihres Rücktrittsrechts an den Internethändler. Viele Händler bieten eine Rücksendeabwicklung direkt auf der Website, andere geben eine Rufnummer an, unter der Sie die Rücksendung anmelden können.
  • Bei einem Warenwert von über 40 Euro und Waren, die wegen eines anderen Grundes als "gefällt mir nicht" zurückgesendet werden, haben die Internetgeschäfte die Portokosten zu tragen. Meistens wird man Ihnen hierzu ein vorfrankiertes Rücksendeetikett zur Verfügung stellen. Die Übernahme der Versandkosten darüber hinaus ist lediglich eine Kulanzleistung des Verkäufers, zu der er nicht verpflichtet ist.
  • Zur Wahrung Ihres Rücktrittsrechts genügt die fristgerechte Absendung der Ware binnen des vierzehntägigen Rücktrittszeitraumes. Es versteht sich von selbst, dass Sie die Ware dabei so verpacken sollten, dass diese keinen Transportschaden nehmen kann.
  • Nach Eingang der Rücksendung beim Händler wird dieser die Ware auf Vollständigkeit prüfen und Ihnen dann eventuell gezahltes Geld zurückerstatten. Für den Fall der Fälle sollten Sie auf jeden Fall den Einlieferungsbeleg der Rücksendung aufheben, um sicherzugehen (und nachweisen zu können) dass die Sendung auch beim Empfänger angekommen ist.