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Internetbetrug - Opfertipps

Haben Sie im Internet etwas gekauft und sind dabei in eine Abofalle geraten? Sind Sie Phishingopfer geworden oder hat jemand Ihre Identität genutzt, um etwas zu kaufen? Es gibt viele Möglichkeiten für einen Internetbetrug. Die meisten Opfer bemerken die Folgen erst viel zu spät. So können Sie sich ganz einfach gegen die Konsequenzen wehren.

Wehren Sie sich gegen den Internetbetrug!
Wehren Sie sich gegen den Internetbetrug!

Was Sie benötigen:

  • Geduld
  • Ausdauer
  • Evtl. einen Anwalt

Sind Sie Opfer eines Internetbetrugs geworden? Lassen Sie sich nicht von ungerechtfertigten Mahnungen einschüchtern. Sie können sich mit Hilfe dieser Anleitung dagegen wehren. Wichtig ist nur, dass Sie Durchhaltevermögen beweisen.

So verhalten Sie sich nach dem Internetbetrug

  1. Reagieren Sie nicht auf Mahnungen, die nicht gerechtfertigt sind. Überprüfen Sie jede Forderung daraufhin, ob ein Rechtsgrund besteht. Ein Rechtsgrund besteht nur, wenn ein Vertrag wirksam zustande gekommen ist. Das ist ganz oft nicht der Fall, gerade wenn man Sie in eine Abofalle oder mit versteckten unwirksamen Klauseln in den AGBs reingelegt hat.
  2. Sichern Sie Beweise. Machen Sie hierzu Screenshots, drucken Bestell- oder Auftragsbestätigungen aus und bewahren alle Unterlagen gut auf.
  3. Reagieren Sie nicht auf aggressive Zahlungsanweisungen, auch nicht wenn Ihnen mit einem Schufa-Eintrag, einem Inkassobüro oder einem Gerichtsverfahren gedroht wird. Bewahren Sie sämtliche Aufforderungen, Mahnungen, usw. sorgfältig auf.  
  4. Falls man Sie widerholt anschreibt, antworten Sie einmal postalisch und stellen klar, dass kein Rechtsgrund vorliegt und Sie der ungerechtfertigten Forderung nicht nachkommen werden.
  5. Sobald Sie Mahnbescheide oder Klagen vom Gericht erhalten, wenden Sie sich an Ihren Anwalt. Oft sind Internetbetrugsfälle für einen Anwalt sehr schnell und kostengünstig abzuwickeln.
  6. Falls ein Vertrag zustande gekommen sein sollte, können Sie ihn immer noch anfechten. Oft liegt in den Internetbetrugsfällen eine arglistige Täuschung vor. Das ist dann der Fall, wenn Sie Ihre Willenserklärung aufgrund der Täuschung eines anderen abgegeben haben. Das können Sie dann sogar binnen einen Jahres nach Entdecken der Täuschung anfechten. Hier ist aber genau zu differenzieren, weitaus häufiger ist es der Fall, dass nicht einmal übereinstimmende Willenserklärungen, d. h. gar kein Vertrag vorliegt.
  7. Prüfen Sie, ob Sie ein Recht haben, den erhaltenen Artikel zurückzugeben bzw. den Vertrag zu widerrufen. Bei Fernabsatzverträgen muss Sie der Unternehmer darüber informieren. Sie können dann erhaltene Sachen, ohne Angabe von Gründen, innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt, zurückgeben.
  8. Gehen Sie gegen den Anwalt des Abofallenunternehmens vor. Laut einem aktuellen Urteil vom Amtsgericht Karlsruhe wurde eine Rechtsanwältin verurteilt, die Abofallenunternehmen bei der Durchsetzung der Forderung unterstützte. Sie hat sich wegen Beihilfe zum versuchten Betrug strafbar gemacht und musste der gegnerischen Partei die Anwaltskosten und Schadenersatz ersetzen.  
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