Interior-Designerin - kurze Begriffserklärung

Vielleicht denken Sie gerade, dass es sich bei der "Interior-Designerin" doch nur um einen Schreibfehler handeln kann. Aber: Nein, dem ist nicht so.

  • Hier wird einfach der englische Begriff "Interior" anstatt des französischen Pendants "Interieur" verwendet. Das ist sinnvoll, da der Begriff der Designerin auch aus dem Englischen stammt.
  • Beide bedeuten in der deutschen Sprache so viel wie "Inneneinrichtung" oder auch "Innenausstattung".
  • Und der Begriff "Design" heißt auf Deutsch "Entwurf", "Gestaltung", "Aufmachung", "Darstellung".

Designerin für die Ausstattung

Sobald Sie Ihr Zuhause umgestalten möchten, sind Sie auf der Suche nach neuen und passenden Möbeln. Vielleicht finden Sie eine/n Designer/in oder einen Tischler, der Ihnen exakt passende Möbel unter Ihre Dachschrägen nach Ihren speziellen, individuellen Wünschen einbaut. Vielleicht haben Sie aber auch Probleme damit, etwas zu finden, was wirklich zu Ihnen und zu Ihrem Raum passen könnte. Dann benötigen Sie eine Interior-Designerin.

  • Eine Interior-Designerin richtet Ihnen Ihr Haus ein, ähnlich einer Innenarchitektin. Allerdings kümmert sie sich lediglich um die Planung und beauftragt dann in Ihrem Namen gegebenenfalls die Handwerker.
  • Besonders hilfreich ist die Interior-Designerin beim Hausverkauf. Hier kümmert sie sich um die beste Aufmachung für Ihr Haus und um eine optimale Darstellung der Innenräume. So werden potenzielle Käufer (oder Mieter) durch ein eingerichtetes Haus geführt und erhalten einen Eindruck vom Wohn- und Lebensgefühl in dem Haus oder der Wohnung.
  • Dies ist besonders sinnvoll, wenn das Haus bereits leersteht. In diesem Falle besorgt die Designerin einfach Leihmöbel, die mit schicken Accessoires und entsprechender Beleuchtung wortwörtlich ins rechte Licht gerückt werden.
  • Eine Interior-Designerin kann Ihnen auch behilflich sein, Ihre Räume für Fotos zu gestalten. Davon profitieren Architektur- und Interieurfotografen ebenso wie Sie, die Sie Ihr Haus vielleicht mit schönen Fotos im Internet zum Verkauf anbieten möchten.

Interior- oder Set-Designerin - Berufsträume

Der Unterschied zwischen einer Interior- und einer Set-Designerin ist auf den ersten Blick schwer auszumachen. 

  • Als Set-Designerin brauchen Sie eine fundierte Ausbildung in den Bereichen Fotografie und Film.
  • Sie müssen wissen, wie eine Einrichtung für Film- oder Fotoaufnahmen stehen muss, wo das Licht zu platzieren ist, welche Ecken betont werden, wo exakte Details wichtig sind und wo nicht. Sie wissen einfach, was notwendig ist, um auf Fotos oder im Film gut auszusehen. Dabei muss die Realität nicht gut sein oder gut aussehen. Vorrang hat die optimale Darstellung auf den späteren Bildern.
  • Die Interior-Designerin hat oftmals einen ganz anderen Beruf gelernt und dann festgestellt, dass sie gern Wohnräume einrichtet.
  • Da sich das Berufsbild der Interior-Designerin aber entwickelt, da nach und nach in Deutschland (Stand 2013) ein größerer Bedarf entstanden ist, werden inzwischen auch Qualifikationen und Referenzen erwartet.
  • Sinnvoll wäre hier eine Ausbildung zur Raumgestalterin oder auch ein Studium als Innenarchitektin. Das klingt paradox. Doch die Klientel ist meistens wohlhabend, sodass die Bezahlung recht hoch ausfallen kann.
  • Zudem hat sie oftmals mehr freie Hand in ihrer Gestaltung, als es die Innenarchitektin hat, die sich doch sehr nach den Wünschen der Kunden richten muss. Dies liegt z. B. daran, dass die Gestaltung für einen Hausverkauf kurzfristig entworfen und umgesetzt und nach dem Verkauf wieder abgebaut wird. Die Arbeit der Innenarchitektin beinhaltet meistens einen bleibenden Umbau oder eine dauerhafte Umgestaltung des Wohnraums.