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Integrative Gesamtschule - Vor- und Nachteile

Sie überlegen, Ihr Kind auf eine integrative Gesamtschule zu schicken? Dann sollten Sie über die Vor- und Nachteile informiert sein.

Die integrative Gesamtschule fördert Kinder individuell.
Die integrative Gesamtschule fördert Kinder individuell. © Gerd Altmann_dezignus.com / Pixelio

Für viele Eltern ist es eine schwere Entscheidung: Auf welche Schule soll das Kind nach der Grundschule gehen? Es heißt, dass Gymnasiasten später die besten Berufschancen haben, doch nicht für jedes Kind ist das Gymnasium die richtige Wahl. Weiterhelfen kann hier die Entscheidung für eine integrative Gesamtschule. Doch was ist das eigentlich?

Integrative Gesamtschule - so funktioniert das System

  • Eigentlich wird unterschieden zwischen integrierten und integrativen Gesamtschulen. Die Begriffe werden aber oft vertauscht.
  • Gemeint sind meist Schulen, die alle vier Formen der weiterführenden Schule in sich vereinen.
  • Bis zur siebten Klasse werden in integrativen Gesamtschulen alle Kinder gemeinsam unterrichtet.
  • Danach werden sie in Kursen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen individuell gefördert.
  • Erreichen sie bis zur Oberstufe ein bestimmtes Leistungsniveau, steht ihnen der Weg zum Abitur frei.

Nun wissen Sie, was eine integrative Gesamtschule ausmacht. Doch was sind die Vor- und Nachteile einer solchen Schule?

Wägen Sie die Vor- und Nachteile ab

  • Es heißt, dass an integrativen Gesamtschulen mehr auf die Bedürfnisse einzelner Kinder eingegangen wird. So kann ein Kind, das in Mathe einen Förderkurs besucht, zugleich einen schweren und anspruchsvollen Kurs in Englisch besuchen, wenn ihm Fremdsprachen liegen.
  • So kann das Kind in Bereichen, in denen es begabt ist, gezielt gefördert werden und zugleich in schwierigeren Bereichen so weit mitkommen, dass es nicht sitzen bleibt.
  • Das Gesamtniveau ist hierbei stets höher als beispielsweise auf einer reinen Hauptschule.
  • Nach und nach kann sich Ihr Kind so spezialisieren und am Ende vielleicht trotz schwacher Leistungen in einem Bereich sein Abitur machen.
  • Bevor Sie Ihr Kind auf eine integrative Gesamtschule schicken, sollten Sie sich aber klar machen, dass dann auf dem Abiturzeugnis eben "Gesamtschule" und nicht "Gymnasium" steht. Für manche Arbeitgeber kann das nach wie vor abschreckend sein.
  • Zudem besteht die Möglichkeit, dass in schwachen Kursen die begabteren Kinder durch weniger begabte aufgehalten werden - die Lernerfolge sind dann geringer, als sie sein könnten.
  • Außerdem sind integrative Gesamtschulen meist Ganztagsschulen, an denen Ihr Kind bis 16 Uhr ist.

Sie sehen: Es sprechen viele Dinge für integrative Gesamtschulen, aber auch manche dagegen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kinder dort individuell gefördert werden und das System als sehr modern und zukunftsweisend gilt. Wenn Ihr Kind von der Grundschule eine Gymnasialempfehlung bekommt, sollten Sie aber trotzdem erwägen, es auf ein normales Gymnasium zu schicken.

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