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Intarsien - Anleitung für die Gestaltung ihrer Holzmöbel

Intarsien sind dekorative Elemente aus unterschiedlichen Furnierarten. Naturreallistische oder abstrakte Motive aus Flora und Fauna, bis hin zu fantasievollen Gemälden werden zu handwerklichen Meisterleistungen. Eine Anleitung für Intarsien ist ebenso bei Reparaturarbeiten an alten Furniermöbeln hilfreich. Ebenso können vorgefertigte Intarsienmotive, fachgerecht eingearbeitet, jedem Holzmöbel den besonderen Pfiff verleihen.

Schlichte Intarsien sind eine gute Übung.
Schlichte Intarsien sind eine gute Übung.

Was Sie benötigen:

  • Furnierflächen gleicher Stärke
  • Transparentpapier
  • Sehr scharfes Schnitzmesser oder Skalpell
  • Stahllineal
  • Wasserlöslicher Leim
  • Klebeband zum Fixieren
  • Holzleim
  • Holzplatte und Zwingen als Spannvorrichtung
  • Eventuell feuerfester Tiegel mit weißem Sand
  • Eventuell Pinzette

Dekorative Intarsien verzieren individuell Holzmöbel

  1. Bei einer Intarsienarbeit setzen Sie in einem Grundfurnier Motive aus unterschiedlichen Furnieren ein. Um Probleme beim Verleimen zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, dass alle Furniersorten die gleiche Dicke haben.
  2. Auf dem Transparentpapier entwerfen Sie die Motive für Ihre Intarsien. Dabei markieren Sie sich bereits auf der Vorlage den gewünschten Faserverlauf von jedem Furnier. Eine Skizze des Motives kann als hilfreiche Anleitung für die weiteren Arbeitsschritte mit Bemerkungen (zum Beispiel Furnierart) versehen werden.
  3. Dann zerschneiden Sie Ihre Vorlagen für Ihre Intarsie in einzelne Schablonenelemente und befestigen diese mit wasserlöslichem Leim oben auf den verschiedenen Furnierflächen. So verhindern Sie später beim Zuschneiden das Verrutschen der Schablonen. Mit einem Gewicht beschweren Sie die fixierten Bereiche und lassen das Furnier mit dem Transparentpapier trocknen.
  4. Nun schneiden Sie alle Einzelteile mit einem sehr scharfen Schnitzmesser oder Skalpell aus dem Furnier auf einer Holzunterlage aus. Bei geraden Linien von Intarsien hilft ein Stahllineal. Bei geschwungenen Rändern müssen Sie frei Hand arbeiten. Schneiden Sie niemals zu knapp. Anschließendes Nachkorrigieren ist einfacher. Allerdings, was weg ist, ist leider weg.
  5. Wenn Sie alle Elemente zugeschnitten haben, legen Sie Ihr Motiv entsprechend Ihrer Skizze als Anleitung auf einer geraden Fläche aus, überprüfen den korrekten Sitz zueinander und verbinden die Einzelteile mit Klebeband. So erhalten Sie eine Ornamentplatte, die anschließend als ein Intarsienmotiv in das Grundfurnier eingearbeitet wird.
  6. Sie legen das Bild aus Furnier mit der Papierseite und dem Klebeband nach oben auf das Grundfurnier, heften dieses gut fest und schneiden die Außenlinien durch das Grundfurnier nach. Hier ist es vorteilhaft, wenn der äußere Randbereich Ihrer Intarsie reichlicher ist als das direkte Motiv. So schneiden Sie durch beide Furnierschichten (Intarsie, Grundfurnier) und erhalten eine perfekte Einpassung.  
  7. Abschließend leimen Sie das Grundfurnier auf, setzen die Intarsie ein und spannen alles zum Trocknen ein oder beschweren je nach Größe den Bereich. Wenn Sie eine Holzplatte zum Spannen nutzen möchten, legen Sie auf den Bereich der Intarsie eine Klarsichtfolie (Gefrierbeutel mit Aufdruck nach oben). Wenn Leim durch die Fugen austritt, klebt dieser nicht an Ihrer Holzplatte an. So verhindern Sie beim Öffnen der Zwingen das Ausreißen der Intarsie durch Leimrückstände an der Spannvorrichtung.
  8. Nach der Trocknung Ihrer Furnierfläche wird das Papier der Schablone vorsichtig eingeweicht und abgezogen.
  9. Jetzt können Sie wie bei jeder furnierten Holzplatte weiter arbeiten, vorsichtig schleifen und lackieren oder mattieren.

Anleitung zum Bräunen von Furnieren

  1. Es gibt Anleitungen für Intarsien, bei denen jeder raffinierte Schattenwirkungen bewundert. Das ist nicht sehr kompliziert, verlangt nur etwas Geduld.
  2. Sie erwärmen auf einer Kochplatte einen Tiegel mit feinem Sand.
  3. Dort hinein tauchen Sie mit einer Seite Ihren Furnierstreifen für einige Sekunden. Mit der Pinzette ziehen Sie diesen heraus und kontrollieren die Bräunung.
  4. Dazu schleifen und feuchten Sie die gebräunte Oberfläche leicht an. So erhalten Sie eine Vorstellung, wie dieser Bereich später nach der weiteren Bearbeitung (zum Beispiel Lackierung) aussehen könnte. 

Bei einzelnen Reparaturarbeiten wird das schadhafte Furnier entfernt, der Bereich gut gesäubert. Dann legen Sie dünnes Papier über diesen Bereich und prägen mit einem weichen Bleistift die Kanten nach. Die Pause heften Sie mit wasserlöslichem Leim auf das Furnier und trocknen unter Druck diesen Bereich. Es muss der gleiche Verlauf der Holzfaser beachtet werden. Nun schneiden Sie entlang Ihrer Linie das Furnier zu, passen dieses ein und verleimen den Bereich.

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