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Insektenhotel - Bauanleitung zum Bauen mit Lehm

Ein Insektenhotel bietet eine nützliche Nist- und Überwinterungshilfe für verschiedene Insekten. Zudem ist es auch ein schöner Blickfang im Garten oder am Haus, Kinder können so viel über die kleinen Tiere lernen. Wenn Sie selbst ein Nisthaus herstellen wollen, sollten Sie Einiges beachten, damit es von den Tieren gut angenommen wird. Eine Bauanleitung.

Insektenhotels erfüllen auch einen pädagogischen Zweck.
Insektenhotels erfüllen auch einen pädagogischen Zweck. © Romy1971 / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Spankorb (z. B. Erbeerkorb)
  • Lehm
  • Sand oder Tierhaare
  • hohle Stängel (Schilfrohr, Bambus)
  • alte Wanne
  • Rührlöffel

Insektenhotel anlegen - wichtige Hinweise

Wenn Sie gut geplant und einen optimalen Standort ausgewählt haben, können Sie mit verschiedenen Bewohnern aus der Insektenwelt rechnen. So können etwa Schwebe- oder Florfliegen, Schlupfwespen, Marienkäfer oder Mauerbienen bei Ihnen einziehen.

  • Wählen Sie für Ihr Insektenhotel möglichst nur Naturmaterialien wie Bambus, Schilfrohr, Altholz oder löchrige Baumstämme. Zwar können Sie die Tiere in transparenten Materialien wie Glas oder Plastik besser beobachten, jedoch könnten die Tiere hier verenden, da kein Luftaustausch möglich ist. Zudem kann sich Schimmel bilden.
  • Wenn Sie hohle Stängel der Brom- oder Holunderbeere, Schilfrohr oder Bambus benutzen, achten Sie darauf, dass das Innere möglichst glatt ist. Gegebenenfalls müssen Sie hier mit Schleifpapier nacharbeiten. Holzsplitter sind besonders für Bienen gefährlich.
  • Wählen Sie einen vollsonnigen Standort mit der Ausrichtung Südwesten oder Südosten. Zudem sollte das Nisthaus aber auch vor Stürmen und Regen geschützt sein. Bauen Sie das Haus so, dass es einen schützenden Vorsprung oder ein Dach erhält, oder setzen es unter eine vorstehende Hauswand. Einmal aufgehängt sollten Sie das Insektenhotel nicht mehr umsetzen.
  • Achten Sie darauf, dass die Bewohner in der Nähe ein breites Nahrungsangebot vorfinden - so bieten Wildpflanzen, Kräuter und andere Pflanzen viel Nektar und Pollen.

Bauanleitung für ein kleines Nisthaus

  1. Nutzen Sie für diese Bauanleitung einen kleinen Spankorb, etwa einen Erdbeer- oder Apfelkorb aus dem Supermarkt. Alternativ können Sie aus Dachlatten oder Kanthölzern ein kleines Rechteck zusammenlegen und mit Nägeln fixieren.
  2. Suchen Sie im Wald oder im Garten nach hohlen Stängeln. Diese finden Sie besonders im Herbst und Winter. Suchen Sie in Ufernähe nach Schilfrohr, nutzen Bambusrohre oder Stängel verschiedener Sträucher. Bringen Sie alle Stängel auf eine einheitliche Länge.
  3. Rühren Sie Lehm mit Wasser in einer alten Wanne an. Damit der Lehm beim Trocknen nicht einreißt, sollten Sie Vogelsand oder Tierhaare - hier können Sie Hunde- oder Katzenhaare benutzen - untermischen.
  4. Stellen Sie den Spankorb hochkant auf. Da die Stängel nur auf einer Seite ein Loch haben dürfen, sollten Sie diese mit wasserfestem Holzleim im Spankorb fixieren.
  5. Setzen Sie nacheinander die Stängel in den Korb, bis der Korb gefüllt ist. Röhrchen mit einem großen Durchmesser füllen Sie mit Stängeln, die einen kleineren Durchmesser aufweisen.
  6. Füllen Sie nach einer Reihe die Hohlräume zwischen den einzelnen Stängeln mit der feuchten Lehmmischung auf. Legen Sie die nächste Reihe an und füllen erneut Lehm auf. Wenn der Korb voll ist, lassen Sie alles gut trocknen.
  7. Kürzen Sie die kleineren Stängel so ein, dass sie mit den größeren bündig abschließen.
  8. Wenn Sie keinen Dachvorsprung zum Aufhängen haben, nageln Sie nun noch ein breites Brett oder Schilfmatten über den Korb, sodass Ihre Tiere geschützt nisten können.

Wandeln Sie diese Bauanleitung ab, indem Sie etwa löchrige Baumstämme verwenden oder mit anderen Materialien experimentieren.

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